Zucker in der Schwangerschaft: Das sind die Gefahren für das Kind

24.7.2017

Zucker in der Schwangerschaft: Das sind die Gefahren für das Kind. Foto:© Olesia Bilkei - Fotolia.com

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Während der Schwangerschaft auf Alkohol und Nikotin zu verzichten - das ist für werdende Mütter heutzutage eine Selbstverständlichkeit, man weiss um die Gefahren für das ungeborene Kinde, um die Spätfolgen. Aber, wenn die Hormone bei den Schwangeren verrückt spielen, wenn sie Appetit auf die absonderlichsten Genüsse bekommen -  dann spielt Zucker eine grosse Rolle. 

Die Heisshungerattacken auf Süsses, auf Schokolade, Pralinen, Fette und von Zucker strotzende Torten, der ständige Griff in die Bonbonschale - das betrifft hunderttausende werdende Mütter. Jetzt aber mehren sich weltweit die Warnungen der Ärzte: Zucker in der Schwangerschaft, das bringt Gefahren für das ungeborenen  Kind, die nach der Geburt oft schlimme Folgen haben. Zuerst einmal für die Schwangere. Zu hoher Zuckerkonsum führt zu Darmstörungen, zu Pilzinfektionen, es kommt zu starken Blutzuckerschwankungen und das Immunsystem der werdenden Mutter wird geschwächt. Jetzt haben Forscher in einer Studie nachgewiesen, dass ein starker Zuckergenuss von Schwangeren sich sehr negativ auf die spätere Gesundheit des Kindes auswirken kann: Es erhöht sein Risiko für Allergien und Asthma. Frauen in der Schwangerschaft sollten also darauf achten, ihren Zuckerverbrauch zu kontrollieren, auf Zucker so oft wie möglich verzichten und den Griff zu seelentröstenden Schokolade vermeiden.

Zucker macht schon ungeborene Kinder krank

Das ein übertriebener Zuckergenuss Kinder krank macht, das weiss man schon lange. Selbst Kinder unter zehn Jahren leiden immer öfter an Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und sogar an einer Fettleber. Alles Krankheiten die man eigentlich nur bei Erwachsenen ab dem fünfzigsten Lebensjahr erwartet. Aber nicht nur der eigene Zuckergenuss (Limonaden, Schokolade, gezuckerte Säfte und Energieriegel) zerstört die Gesundheit unserer Kinder. Das Elend beginnt schon im Bauch der Mutter - wenn diese sich beim Zuckergenuss nicht zurückhält und in der Schwangerschaft immer wieder zu Schokolade und Co. greift. Das nämlich erhöhte das Risiko für das Kind, später an Allergien oder dem allergischen Asthma zu erkranken, ganz gewaltig. Das wurde in einer mit etwa 9 000 Mutter-Kind-Paaren nachgewiesen, berichtet das "European Respiratory Journal" in seiner  Juli Ausgabe 2017.

Die Kinder, die am Test teilnahmen wurden mit sieben Jahren auf Allergien und allergisches Asthma getestet. Also auf Katzenhaare, Hausstaubmilben und Gräser. Und auf Asthma. Das Ergebnis: Die Kinder der Müttergruppe die während der Schwangerschaft am meisten Zucker zu sich genommen hatten (20 Prozent) wurden mit den Kindern verglichen, deren Mütter am wenigsten Zucker zu sich genommen hatten. Das Ergebnis zeigt wie gross die Gefahr für das ungeborene Kind ist, wenn die Mutter zu viel Zucker isst: 38% von ihnen hatten ein höheres Allergierisiko, 73% davon reagierten sogar auf zwei oder mehr Allergene. Und fast 100% hatten eine höheres Risiko für allergisches Asthma. Prof. Seif Shaheen von der "Queen Mary University of London", der leitende Forscher, sagt dazu: Zunächst möchten wir überprüfen, ob sich unsere Ergebnisse in unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen wiederholen lassen. Sollte dies möglich sein, werden wir eine Studie durchführen, die zeigen wird, ob Allergien und allergischem Asthma in der Kindheit vorgebeugt werden kann, wenn die Mutter in der Schwangerschaft weniger Zucker zu sich nimmt. Zwischenzeitlich jedoch würden wir schwangeren Frauen empfehlen, den Richtlinien einer gesunden Ernährung zu folgen und einen übermässigen Zuckerkonsum zu vermeiden."

Mehr Informationen erhalten Sie unter: www.zentrum-der-gesundheit.de/zucker-schwangerschaft-170704050.html#ixzz4nSMQUk3M

 

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