Zeitumstellung: So nimmt Ihr Kind keinen Schaden

26.10.2017

Zeitumstellung: So nimmt Ihr Kind keinen Schaden. Foto:© Kathrin39 - Fotolia.com

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Es ist wieder so weit: In der Nacht zum Sonntag den 29. Oktober wird die Uhr eine Stunde zurück gestellt. Die alljährliche Zeitumstellung auf die Winterzeit. Für Erwachsene zwar ein Problem, aber kein sehr großes - nach einigen Tagen haben wir uns auf die neue Zeit eingestellt. Ganz anders sieht das bei Babys und Kleinkinder aus. Die reagieren auf diese zwangsweise Umstellung ihrer inneren Uhr mit Schlafproblemen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Auch für einen längeren Zeitraum. Ihnen fällt es schwer, vom gewohnten Rhythmus abzuweichen. Deshalb hier Tipps zum Thema: Zeitumstellung - so nimmt Ihr Kind keinen Schaden. Denn wir wollen ja für unsere Kinder eine sanfte Umgewöhnung auf die neue Zeit. 

Die DAK hat zu diesem Thema eine große Umfrage gemacht. Das Ergebnis ist niederschmetternd, Eltern müssen darauf reagieren: Jedes zweite Kind im Alter bis zu drei Jahren ist wegen der Verschiebung des gewohnten Bio-Rhythmus ständig müde, quengelt und ist schlecht gelaunt oder schläft schlecht ein. Interessanterweise regieren männliche Kleinkinder auf diese Zeitverschiebung noch sensibler als Mädchen. Um diesen Ärger - der auch zu Gesundheitsproblemen führen kann - zu vermeiden, sollte Sie Ihren kleinen Sonnenschein schrittweise und sanft an die Zeitumstellung gewöhnen.

  • Die Umstellung sollte schrittweise erfolgen, fangen Sie schon einige Tage vorher damit an, das Kind immer etwas später ins Bett zu bringen: Jeden Tag etwa zehn Minuten.
  • Verzichten Sie in dieser Zeit darauf, das Kind vor dem Schlafengehen mit einer schönen aber für das Kind aufregenden Geschichte zum Einschlafen zu bringen. Versuchen Sie es besser mit Musik. Oder - noch besser - erinnern Sie sich an das gute alte "Gute Nachtlied". Das hilft bestimmt.
  • In der ersten Woche nach der Zeitumstellung sollte es zum Abendessen nur leichte Kost in möglichst kleinen Portionen geben.
  • Auch wenn jetzt das Wetter vielleicht nicht so toll ist - das Kind muss raus an die frische Luft. Denn mit tagsüber viel Sauerstoff fällt ihm die Zeitumstellung leichter.
  • Lassen Sie es zu, dass Helligkeit und Tageslicht am Morgen in das Kinderzimmer kommen. Das erleichtert die Umstellung an den neuen Bio-Rhythmus.
  • Ihr Kind macht noch seinen Mittagsschlaf. Gut so, denn den braucht es. Aber achten Sie darauf, das zwischen dem Ende des Mittagsschlafs und dem Beginn des Nachtschlafs mindestens vier Stunden liegen. Der Mittagsschlaf sollte nicht in einem abgedunkelten Raum abgehalten werden.
  • Verschieben Sie das Abendessen langsam aber sicher auf eine Stunde später. Jeden Tag zehn Minuten - das geht gut.

Da sich die Erwachsenen ja auch an die Zeitumstellung gewöhnen müssen verschieben Sie einfach Ihren Tagesablauf langsam auf eine Stunde nach hinten. Und ziehen das Kind gleichsam einfach mit.

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