Zeckenbiss: So kann ich mir helfen

11.6.2018

Zeckenbiss: So kann ich mir helfen. Foto:© Heiko Barth - Fotolia.com

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Sie kommen immer häufiger vor und sind in diesem Jahr zu einer Gefahr für alle Menschen geworden, die sich im Sommer auf Wiesen oder in unseren Wäldern tummeln. Auch die Gebüsche sind ihr Jagdgebiet: Die Zecken sind da, sie lauern auf Beute. Das sind immer mehr Menschen. Was aber kann ich tun, wenn mich eine Zecke gestochen hat, wenn ich eine an mir finde, die mir das Blut aussaugt? Im Prinzip können Sie einen Zeckenstich alleine behandeln, indem sie die festsitzende Zecke entfernen und den Einstich reinigen und desinfizieren. Wenn das nur so einfach wäre -  ist es aber nicht. Deshalb jetzt unser Thema „Zeckenbiss: So kann ich mir helfen.“

Die Zecken muss schnell entfernt werden

Eine Zecke müssen Sie so schnell wie möglich entfernen, wenn sie sich an Ihnen festgesaugt hat. Denn Zecken können Krankheitserreger übertragen, und eine Stichstelle kann sich entzünden. Um eine Zecke risikolos zu entfernen gibt es eine spezielle Zeckenzange oder -karte aus der Apotheke. Damit greifen Sie die Zecken so dicht wie möglich über Ihrer Haut am Kopf. Halten Sie die Zange etwa eine Minute lang. Sehr oft lösen dann die Zecken selbst ihren Klammerapparat aus Ihrer Haut. Wenn nicht, dann müssen Sie die Zecke weiter festhalten und sie langsam gerade herausziehen. Das ist manchmal schwer, weil Zecken viel Kraft haben. Um sie aus der Haut zu lösen, können Sie die festsitzende Zecke auch sanft hin und her rütteln. Danach sollten Sie den Einstich mit einem Desinfektionsmittel gründlich reinigen. Falls keines vorhanden, genügen auch Seife und Wasser. Wenn sich aber noch Teile der Zecke in der Wunde befinden oder sich um die Einstich eine ringförmige Rötung bildet, dann müssen Sie rasch zum Arzt gehen.

Den Zeckenstich gründlich desinfizieren

Sie sind die Zecken endlich los - wie geht es nun weiter, was müssen Sie tun? Jetzt müssen Sie die Stichstelle mit einem medizinischen Desinfektionsmittel (Apotheke) oder - falls nicht zur Hand - mit hochprozentigem Alkohol gründlich spülen und reinigen. Notfalls gehr es auch mit Seife und Wasser. Die Einstichstelle markieren Sie mit einem wasserfesten Stift und beobachten sie einige Tage. Falls sich die Einstichstelle nicht verändert ist alles in Ordnung, Sie haben keine Probleme zu befürchten.  Wenn sich aber um den Einstich eine kreisförmige Rötung ausbreitet sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, denn das ist ein Anzeichen für eine Infektion. Sie sollten sich auch für einige Tage sorgfältig selbst beobachten. Wenn Sie sich anders fühlen als sonst, wenn Sie sich abgeschlagen fühlen wie bei einer Grippe, wenn Sie Fieber bekommen, wenn Schmerzen in den Armen und Beinen auftreten und Sie dort eine Schwäche feststellen, dann ist unbedingt ein Arztbesuch nötig.

Entzündeter Zeckenstich - Antibiotika helfen

Meistens deutet eine Rötung oder Schwellung um die Einstichstelle auf eine bakterielle Entzündung hin. Dann wird Ihnen der Arzt Antibiotika verschreiben um die Bakterien an der Vermehrung zu hindern und sie ab zu töten. Wenn aber Ihr Arzt den Verdacht hat, das die Zecke Ihnen beim Stich Krankheitserreger wie Bordellen oder die gefürchteten FSME-Viren übertragen hat, wird er die nötige Behandlung einleiten. Das ist unbedingt nötig, denn eine FSME-Erkrankung kann sehr gefährlich werden.
 

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