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Grippewelle: Macht impfen jetzt noch Sinn?

13.2.2017

Grippewelle: Macht impfen jetzt noch Sinn?. Foto:© Studio M - Fotolia.com

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Deutschland hat Grippe. Die Grippewelle rollt, die Zahl der Erkrankten geht in die Hunderttausende, die Zahl der Toten wächst. Schulen, Kindergärten, ja sogar Krankenhäuser werden geschlossen - das Personal hat Grippe. Das Robert-Koch-Institut (RKI) ruft angesichts dieser dramatischen Situation zur sofortigen Impfung auf. Das führt zu der Frage: Macht impfen jetzt noch Sinn?

Robert-Koch.Institut rät zur Impfung

Das RKI: "Wir raten zur Impfung. Besonders chronisch Kranke, Schwangere, Ältere und Kinder sollten sich schützen." Dabei gibt es aber folgendes Problem: Vom Zeitpunkt der Impfung bis zum Beginn eines Schutzes vor den Grippe-Viren dauert es etwa zwei Wochen. In diesem Zeitraum ist auch ein geimpfter Mensch vor der Grippe nicht sicher. Das RKI: "Trotzdem sollten Sie sich noch impfen lassen. Die Grippewelle ist ganz sicher auch ihn zwei Wochen noch lange nicht vorbei."

Der Impfstoff wirkt bei 40% der Geimpften

Eine Grippeepidemie zwischen Herbst und Frühling dauert zwischen drei und vier Monate. Im Moment befinden wir uns im zweiten Monat der Grippewelle. Also macht eine Impfung durchaus noch Sinn, um uns für den Rest der Zeit zu schützen. Aber da gibt es ein Problem: Die Impfungen zeigen oft keine oder nur eine geringe Wirkung. Laut RKI schlägt der Wirkstoff nur bei etwa 40% der Geimpften an. Bei der besonders gefährdeten Gruppe der älteren Menschen sogar nur bei etwa einem Viertel bis zu einem Drittel der Geimpften. Dennoch rät das RKI zur Impfung. Die Begründung lautet so: Trotz unsicherer Wirkung hat die Impfung eine gewisse Schutzwirkung. Ausserdem sei die Grippe weniger heftig nach einer Impfung als bei einer Erkrankung ohne Impfung.

Die Grippe-Viren verändern sich schnell

Das der Schutz durch eine Impfung nicht optimal ist liegt an der Tatsache, dass die Influenza-Viren sich immer wieder verändern. Im Februar jeden Jahres gibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Empfehlung zu dem bis zum Herbst zu entwickelnden Impfstoff heraus. In den Monaten bis zum Herbst können sich aber die Grippe-Viren so verändern, das die Impfung fast sinnlos ist und ins Leere läuft. Es ist mit der Schutzimpfung also ein bisschen wie beim Lotto.

Absolute Hygiene hilft bei einer Grippewelle

Was aber sicher ist, das ist die absolute Hygiene, die uns vor einer Ansteckung schützen kann. Das heisst: Mindestens fünfmal am Tag die Hände gründlich waschen, grosse Menschenansammlungen meiden, nur Wegwerftaschentücher benutzen, dreimal antibakterielle Spülungen im Nasen-, Mund - und Rachenraum pro Tag, grosse körperliche Anstrengungen, Nikotin und Alkohol meiden. Tragen Sie Handschuhe, einen Schal und eine Kopfbedeckung und sorgen Sie für warme Füsse. Und trinken Sie täglich drei Tassen Salbeitee, mit dem Sie am Abend auch gurgeln sollten.

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