FSME- Saison beginnt: Was Ihnen wirklich hilft

19.3.2018

Sie kommen, und es werden immer mehr: Die Zecken. Die Gefahr, von einer Zecke gebissen zu werden und an einer Hirnhautentzündung (FSME) zu erkranken, ist vom April bis in den Oktober hinein am grössten. Und es gibt sie überall. Allein in Bayern sind 83 von insgesamt 96 Landkreisen ein FSME-Risikogebiet. Die Zahl der gemeldeten Erkrankungen wächst ständig. Besonders anfällig sind Kinder zwischen fünf und neun Jahren, aber nur rund ein Drittel der Kinder ist gegen die von Zecken übertragene Krankheit geimpft. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml: „Es ist jetzt höchste Zeit, die Kinder impfen zu lassen.“ Sie selbst können dazu beitragen, die lebensgefährliche Krankheit FSME zu vermeiden. Lesen Sie, was Ihnen wirklich hilft.

Lebensrettende FSME-Impfung: Was Sie wissen müssen

Die Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut empfiehlt die Impfung allen Menschen die in einem Risikogebiet leben. Ob Sie in einem FSME-Risikogebiet leben erfahren Sie im Internet (www.rki.de/DE/Content/InfAZ/F/FSME/Karte_FSME.html) oder bei Ihrem Arzt. Kinder können problemlos nach dem ersten Lebensjahr geimpft werden. Die Impfung wird von den meisten Kassen bezahlt. Der Impfstoff enthält FSME-Viren, die sich nicht mehr vermehren können. Dagegen bildet der Körper sogenannte Antikörper, die schützen dann bei Kontakt mit einem echten Erreger. Nach drei Impfungen ist Ihr Körper für mindestens drei Jahre gegen FSME geschützt. Danach wird eine Auffrischung nötig. Wenn Sie über 50 Jahre alt sind, dann sollten Sie die Impfung generell nach drei Jahren wiederholen. Die Impfung ist der einzige sichere Schutz vor einer Infizierung mit FSME, verursacht durch einen Zeckenbiss. Das sind die Symptome, an denen Sie erkennen, ob Sie sich an der Krankheit infiziert haben: Ungefähr zwölf bis höchstens 28 Tage nach dem Zeckenbiss bekommen Sie grippeähnliche Beschwerden wie Glieder- und/oder Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und leichtes Fieber. Deshalb wird eine beginnende FSME-Erkrankung oft mit einer Erkältung verwechselt. Danach sind Sie sehr oft fast einen Monat beschwerdefrei. Erst danach greift das Virus Ihr zentrales Nervensystem an.  Und das kann lebensbedrohlich werden.

FSME: Das sind die Krankheiten beim Ausbruch der Krankheit

Wenn das zentrale Nervensystem durch das Virus angegriffen wird, dann kann es zu diesen Krankheiten kommen:

  • Ein Teil der von FSME befallenen Patienten leidet dann unter Hirn- und Hirnhautentzündung (Meningoenzephalitis). Das kann zu Krampfanfällen, Lähmungen, Sprachstörungen oder sogar zum Koma führen.
  • Es kann zu einer Meningitis genannten  Hirnhautentzündung kommen. Die Folgen: Sehr hohes Fieber, Schwindelanfälle, starke Rücken- und Nackenschmerzen und eine hohe Lichtempfindlichkeit. Diese Krankheit schränkt das Lebensgefühl sehr stark ein. An eine Berufsausübung ist nicht mehr zu denken.
  • Am schwersten betroffen sind Patienten, wenn es zur Entzündung des Rückenmarks- und des Gehirngewebes kommt. Beide Entzündungen können die Steuerung der Muskulatur schwer beschädigen. Das führt zu Lähmungen der Arme, der Beine und des Schulterbereichs. Es kommt Schluck- und Sprachstörungen. Im schlimmsten Fall sogar zu einer Atemlähmung. Wenn Erwachsene an dieser Form der FSME erkranken, dann muss ein Drittel der Opfer mit bleibenden Schäden rechnen.

Kinder stecken die Krankheit besser weg als Erwachsene. Je höher das Alter der Erkrankten ist, desto  mehr müssen Sie mit unheilbaren Folgen rechnen. Eine Heilung kann sehr, sehr lange dauern.

So beugen Sie FSME durch einen Zeckenbiss vor

Die beste Prophylaxe ist und bleibt die Schutzimpfung. Sie selbst aber können dadurch beitragen, dass es gar nicht erst zu einem Zeckenbiss kommt. Wenn Sie in Zeckengebieten spazieren gehen, dann tragen Sie keine kurzen Hosen oder kurzärmeligen Hemden. Tragen Sie auf freie Hautpartien einen Insektenschutz auf, den Sie alle drei Stunden erneuern sollten. Verwenden Sie als insektenabweisende Mittel sogenannte Repellentien. Wenn Sie länger in der Natur waren suchen Sie zuhause den ganzen Körper nach Zecken ab. Vor allem Hautfalten wie Kniekehlen und den Intimbereich. Wenn Sie den Zeckenbiss oder Zeckenstich bemerkt haben, müssen Sie die Zecke ganz schnell entfernen. Greifen Sie die Zecke mit einer Pinzette oder speziellen Hilfsmitteln wie einer Zeckenkarte oder Zeckenzange möglichst dicht an der Haut am Zeckenkopf. Ziehen Sie die Zecke nun langsam und möglichst mitsamt der Mundwerkzeuge heraus. Drehen Sie die Zecke beim Herausziehen nicht. Geben Sie keine "Hausmittel" wie Öl, Klebstoff, Nagellackentferner oder Alkohol auf die Zecke. Versuchen Sie auch nicht, die Zecke mit einem Streichholz oder Feuerzeug abzubrennen. Als Reaktion könnte die Zecke Speichel oder Darminhalt in die Wunde entleeren und im Falle vorhandener Krankheitserreger das Infektionsrisiko erhöhen. Nach dem Enrfernen müssen Sie die Wunde sehr sorgfältig desinfizieren. Sind noch Zeckenreste in der Wunde, muss ein Arzt diese entfernen.

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