Naturmedizin für eine starke Leber

Naturmedizin für eine starke Leber

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Wer seine Leber gesund erhalten, stark machen und bei ihrer Entgiftungsarbeit unterstützen möchte, hat dazu eine Reihe von Naturarzneien zur Verfügung. Und die sollte jeder von uns kennen und speziell jetzt in dieser Jahreszeit nützen. Für eine Leber-Kur, damit die Leber lange gesund bleibt und damit bei Leberproblemen bereits lädierte, schwer gestresste Leberzellen wieder regeneriert werden können. Das ist nämlich tatsächlich möglich. Natürlichen Vital-Stoffe für die Entgiftungszentrale unseres Körpers.

Mariendistel

Die Inhaltstoffe der Mariendistel schützen die Leberzellen und beschleunigen ihre Regeneration. Das macht der Inhaltstoff Silymarin. Er aktiviert die Reparatur von Leberzellen und verhindert , daß geschädigte Leberzellen im Gewebe irreparabel werden. Mit der Stärkung der Leber verbessert die Mariendistel auch die gesamte Verdauung. Man trinkt Mariendisteltee ( Apotheke) aus dem Mariendistelsamen. Man kann aber auch Mariendistel-Präparate in der Apotheke bekommen.

Salbei

Neue Kraft für die Leber geben, Bitterstoffe aus dem Heilkraut Salbei zuführt. Trinken Sie eine Woche lang jeden Tag einen halben Liter Salbeitee, der aber ganz speziell zubereitet werden muss: In einen halben Liter kaltes Wasser kommen eineinhalb Esslöffel getrocknete Salbeiblätter aus der Apotheke. Das Ganze bringt man nun zum Kochen, lässt es dann 3 Minuten kochen. Dann durchseihen, eine Thermoskanne füllen und lauwarm über den Tag verteilt trinken.

Artischocke

Die Artischocke ist eine besonders wichtige und wertvolle Pflanze für unsere Leber. Sie gibt der gesunden Leber enorme Kraft und übt einen Schutzeffekt auf die Leberzellen aus. Die Inhaltstoffe Cynarin und Cynaridin sowie andere Flavonoide fangen zellschädigende Stoffe ab, die sogenannten freien Radikalen, verstärken aber auch den Gallenfluss, indem sie die Leberzellen zur vermehrten Produktion von Gallensäure anregen. Sie können aber auch lädierte Leberzellen wieder regenerieren.

Man kann Kuren für die Leber mit Artischockensaft durchführen, aber auch mit Artischocken-Präparaten, die allerdings aus Artischockenblättern gewonnen werden, die noch mehr von diesen Wirkstoffen enthalten.

Prof. Dr. Fintelmann, der als Arzt und Wissenschaftler in Hamburg arbeitet, hat schon vor Jahren damit große Erfolge zur Stärkung der Leber nachgewiesen. Es macht aber vorbeugend Sinn, regelmäßig Artischocken in den Speiseplan einzubauen, um der Leber etwas Gutes zu tun. Beim Artischockensaft nimmt man im Rahmen einer Leber-Kur einige Zeit 3 mal täglich 2 Esslöffel Artischocken- Frischpflanzensaft aus dem Reformhaus in etwas Wasser verrührt.

Brottrunk

Ein hohes Entgiftungs-Potential hat der Brottrunk aus dem Reformhaus oder aus dem Drogeriemarkt mit seinen Milliarden an Brotsäure-Bakterien dar. Daher wird er von vielen Ärzten zur Entgiftung der Leber eingesetzt. Die Patienten trinken über eine längeren Zeitpunkt anfangs jeden Tag 1 ganze Flasche,später täglich 1/4 Liter. Die Brotsäure-Bakterien sind eine spezielle intensive Form der Milchsäure-Bakterien. Beim Brottrunk spielen Mineralstoffe und Bioflavonoide mit.

Stutenmilch

Auch die Stutenmilch wird zur Stärkung der Leber eingesetzt. Im 19.Jahrhundert gab es in Rußland viele Stutenmilch-Kurzentren, in denen leberkranke Alkoholiker - darunter auch namhafte Schriftsteller und Komponisten - erfolgreich behandelt wurden. Stutenmilch gibt es heute tiefgefroren, als Pulver, als Konzentrat und als Präparate in Kapseln in der Apotheke und im Reformhaus.

Löwenzahn

Weitere Heilpflanzen wie Salbei, Löwenzahn, Schöllkraut oder die Gelbwurz fördern durch ihre Bitterstoffe den Gallenhaus in den Darm. Sie sorgen dafür, dass sich die Gallenblase besser entleert. Außerdem lösen sie Verkrampfungen im Bereich der Gallenwege. Manche Ärzte kombinieren mehrere Heilkräuter als Tees oder Präparate.

Wer mithelfen will, dass Schadstoffe und Gifte schneller aus der Leber ausgeschieden werden, der sollte Löwenzahn-Frischpflanzensaft aus dem Reformhaus einsetzen. 3 mal täglich 2 Esslöffel vom Löwenzahn-Saft in etwas Wasser verrührt, langsam in kleinen Schlucken trinken. Hier kommt der Wirkstoff Taraxacin aus den Löwenzahnblättern zum Einsatz.

Leber-Jogging

Eine enorm wichtige Frage ist: Mit welcher Ernährung kann man der Leber helfen? Der österreichische Arzt Dr. Ulf Böhmig hat den Begriff Leber-Jogging geprägt. Dazu gehört der Einsatz bestimmter Lebensmittel für die Leber: Rote Bete-Saft, Magerjoghurt, Vollkornbrot, das einen Tag alt ist, Gurken, Brokkoli, Möhren, Sellerie, Radieschen, Scholle, Holundersaft, Gemüsebrühe. Und etwas Butter. Die Leberzellen mögen Butter.

Die Leber wird in ihrer Entgiftungsarbeit aktiviert, wenn man 10 Tage lang jeden Morgen 1/8 Liter Möhrensaft aus biologischem Anbei mit 3 Tropfen Olivenöl trinkt.

Man kann aber auch äußerlich etwas für die Leber tun.

  • Da wäre der Heublumen-Wickel: 2 Handvoll Heublumen aus der Apotheke werden in 2 Liter kochendem Wasser überbrüht, 15 Minuten ziehen lassen, durchseihen. Leinentuch eintauchen, leicht auswringen, auf den Oberbauch legen, darüber ein Baumwolltuch, darüber eine Decke. Ins Bett legen. Über die Poren werden Gifte auf der Haut getrieben.
  • Es gibt auch das Wannenbad mit Heublumen-Absud, 10 Minuten bei 38 Grad Celsius, dann den Oberbauch  sehr warm duschen  mit 42 Grad Celsius , gut abtrocknen und ins Bett legen.
  • Einmal oder zweimal am Tag sollte man sich für 30 Minuten  entspannt flach hinlegen. Dabei wird die Durchblutung der Leber angeregt, was die Entgiftung aktiviert. 
  • Und so funktioniert der Akupressur-Griff zum Anregen der Leber: Die Finger beider Hände ineinander verzahnen und die  Handballen reiben, bis sie sehr warm werden. 
  • Sie sollten auch zwei mal die Woche 20 tiefe Atemzüge in freier Natur machen. Sauerstoff aktiviert die Leber, fördert den Entgiftungsprozess. Beim Einatmen Arme  seitlich hochheben, Bustkorb dehnen, beim Ausatmen Arme senken, Brustkorb einsinken lassen.

Übrigens: Auch Lachen verbessert die Leberfunktion. 

 

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