Natürliche Blutverdünner: Mit diesen Naturmitteln fließt Ihr Blut besser

In der Volksmedizin sind Knoblauch und Zwiebel für ihre blutverdünnende Wirkung bekannt

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Millionen Menschen sind auf die regelmäßige Einnahme von Blutverdünnern angewiesen und nehmen sie täglich. Sie verhindern das Verklumpen des Blutes, verbessern seine Fließfähigkeit, verhindern das Entstehen von Blutgerinnseln. Die wiederum können zu einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall und einer Thrombose führen. Es gibt sehr wirkungsvolle Medikamente die zur Blutverdünnung nach ärztlichem Rat eingesetzt werden. Die haben aber teilweise starke Nebenwirkungen Es gibt aber auch natürliche Blutverdünner, die zur Unterstützung einer Therapie oder zur Vorbeugung eingesetzt werden können.

Ananas, Kiwi, Knoblauch und Zwiebeln verdünnen Ihr Blut

Dazu gehört das Enzym Bromelain, das blutverdünnend und gleichzeitig entzündungshemmend wirkt. Dieses Enzym findet sich in der Ananas und der Kiwi. Generell lässt sich sagen: Je mehr Rohkost Sie essen, desto weniger Probleme bekommen Sie mit "dickem" Blut. Unter den einheimischen Pflanzen sind vor allem Zwiebeln und Knoblauch für ihre blutverdünnende Wirkung bekannt. Zwei Zehen Knoblauch oder eine halbe mittelgrosse Zwiebel pro Tag sind sehr hilfreich.

Weißdorn stärkt das Herz und fördert die Durchblutung

Das wohl bekannteste und wirksamste Naturmittel aber ist der Weissdorn. Seine Inhaltsstoffe fördern die Durchblutung des Herzens, stärken die Gefässe und verringern die Gefahr der Bildung eines Blutgerinnsels. Massgeblich daran beteiligt sind seine in den Blüten und Blättern enthaltenen Flavonoide und Procyanindine. Es gibt die Medizin als Weißdornextrakt (3-mal täglich 10 Tropfen in etwas Wasser) oder als Weißdorntinktur (3 bis 5-mal täglich 10 bis 20 Tropfen in etwas Wasser). Oder: Nehmen Sie zwei TL Weißdornblüten oder -blätter, die übergiessen Sie mit einer Tasse heissem Wasser. Morgens, mittag und abends eine Tasse trinken. Bei der Anwendung von Weissdorn brauchten Sie Geduld: Eine Wirkung setzt erste nach einigen Wochen ein.

Kerbeltee bringt die Fliessfähigkeit zurück

Noch ein altes Küchenkraut, das hilfreich ist: Das Kerbelkraut. Das kennen wir fein geschnitten als ein natürliches Gewürz. Nehmen Sie frischer oder getrockneten Kerbel (zwei Teelöffel gestrichen), mit kochendem Wasser übergiessen, pro Tag ein bis zwei Tassen trinken. Nach und nach geben Sie dadurch Ihrem Blut wieder die normale Fliessfähigkeit zurück. Auch das kann einige Wochen dauern.

Vitamin K ist wichtig für die Blutverdünnung

Bei der Blutgerinnung spielt das Vitamin K eine entscheidende Rolle. Das finden wir in ausreichenden Mengen in der Goji-Beere. die in der Naturmedizin eine immer grössere Rolle spielt und ein hervorragender Blutverdünner ist. Auch die asiatischen Gewürze Ingwer und Zimt haben eine blutverdünnende Wirkung. Auch das scharfe Gewürz Cayennepfeffer hat laut einer australischen Studie aus dem Jahr 2014 eine blutverdünnende Wirkung und kann die Thromoboseentwicklung verhindern.

Omega 3-Fettsäuren sind gut für Ihr Blut

Brennnesseln und Basilikum enthalten beide das seltene Vitamin K. Und das ist ein natürlicher Blutverdünner. Trinken Sie regelmässig Brennnesseltee und verwenden Sie in der Küche möglichst oft Basilikum - das hält Ihr Blut dünn. Bei unseren Nahrungsmitteln sind besonders Blumenkohl, Brokkoli Grünkohl und alle grünen Blattemüse zu erwähnen. Viele natürliche Blutverdünner werden in Ihrer Wirkung von den Omega 3-Fettsäuren unterstützt, vor allem durch die Alpha-Linolensäure. Die finden wir vor allem in Makrelen, Heringen und Thunfisch. Aber auch in Lein- oder Hanföl sind sie enthalten.