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Natürliche Abführmittel

Natürliche Abführmittel sind alte und erprobte Mittel aus der Natur- und Erfahrungsmedizin. Inzwischen hat die modere Medizinforschung die Inhaltsstoffe der natürlichen Abführmittel erforscht und synthetische Mittel auf den Markt gebracht. Zu den schleimhautreizenden Abführmitteln, den Anthrachinonderivaten, gehören viele rein pflanzliche, natürliche Abführmittel, die als Tees, Dragees, Fruchtwürfel, Zäpfchen und in anderen Formen verabreicht werden.

Sie werden aus Sennesblättern, Faulbaumrinde, aus der Blattoberfläche der Aloe -vera und aus vielen anderen Pflanzenbestandteilen gewonnen. Sie beeinflussen die Schleimhaut des Dickdarms sowie seine Muskulatur. Die Eindickung des Darminhaltes wird gehemmt und die Vorwärtsbewegung der Darmwellen gefördert. Die natürlichen Abführmittel werden durch Darmbakterien im Dickdarm in eine aktive Form verwandelt.

Sie sind dann chemisch hoch aktiv und gehen mit den biologischen Zellmembranen des Darms feste Bindungen ein. Das bringt auf der einen Seite die abführende Wirkung, zugleich aber entstehen Funktionsstörungen in der Schleimhaut im Dickdarm. Es kommt zu entzündlichen Veränderungen. Der Darm wird bei diesem Vorgang gereizt. Wenn man nun die Dosis steigert, kann das zu krampfartigen Bauchschmerzen führen. Behauptungen, dass diese Abführmittel mit der Zeit krebserregend wirken, konnten allerdings in jüngsten wissenschaftlichen Studien nicht bestätigt werden.

Moderne Abführmittel auf naürlicher Basis

Zu den modernsten Abführmitteln, die dem letzten Stand des medizinischen Wissenschaft entsprechen, gehören die Wirkstoffe Bisacodyl und Natriumpicosulfat. Sie beruhen beide auf der chemischen Grundsubstanz BHPM. Bisacodyl wirkt abführend, da es von den natürlichen Enzymen,die im Dickdarm vorkommen, gespalten wird. Bei Natriumpicosulfat entsteht die Wirkung durch bakterielle Spaltung im Dickdarm. Die Wirkung wird also in beiden Fällen im Dickdarm entfaltet. Sie geschieht auf unterschiedlichem Weg,ist aber die gleiche. Man weiß ganz genau,was nach der Einnahme dieser Wirkstoffe im Verdauungstrakt geschieht: Die glatte Darm-Muskulatur wird direkt zum Zusammenziehen angeregt. Die Durchlässigkeit der Darmzellen wird erhöht. Das bedeutet: Der Wassertransport von Blut- und Gewebsseite zum Darm hin wird erleichtert,ohne dass dabei Zellverbindungen in ihrer Struktur geschädigt werden.

Es wird dadurch dem Kreislauf keine lebenswichtige Flüssigkeit geraubt. Die gesamte Darmsekretion wird gesteigert. Durch all diese Vorgänge wird das Volumen des Darminhaltes vermehrt, die Darmbewegungen werden direkt und indirekt angeregt.Dabei wird die Darmschleimhaut weder gereizt,entzündet oder sonst verändert. Auch bei diesen Abführmitteln muss als Begleitmaßnahme reichlich Flüssigkeit aufgenommen werden.

Wichtig ist dabei eine Unterstützung durch eine ballaststoffreiche Ernährung. Zu den ballaststoffreichen Nahrungsmittel gehören Kartoffeln, Reis und Pastagerichte. Und vor allem Vollkornprodukte. Beim Reis müssen Sie darauf achten, das Sie Naturreis verwenden. Wenn Sie Fleisch und Milchprodukte durch Obst und Gemüse ersetzen, dann versuchen Sie, beides möglichst ungeschält und roh zu verzehren. In jedem Fall müssen Sie bei ballaststoffreicher Ernährung viel trinken, damit die Nahrung im Darm aufquellen kann und der Verdauungsvorgang so beschleunigt wird.

Den Darm natürlich anregen

Dulcolax-Präparate mit den Wirkstoffen Bisacodyl und Natriumpicosulfat regen die Darm-Muskulatur ganz natürlich und direkt an. Sie machen keinen Durchfall. Sie sorgen bloß für einen reibungslosen Weitertransport des Stuhls. Dadurch entsprechen diese Abführmittel genau den Anforderungen,die der Arzt und der Patient erwarten: Sie machen den Darm nicht träge. Im Gegenteil: Sie regen die notwendigen Eigenbewegungen an. Sie kommen erst dort zur Wirkung,wo sie gebraucht werden: nämlich im Dickdarm. Das ist möglich,weil die Dragees mit einer Spezial-Schicht überzogen sind ,die den Wirkstoff sicher durch den Magen, durch den Zwölffingerdarm und durch Dünndarm in den Dickdarm transportiert. Das ist auch mit der Grund,warum man diese Abführmittel sehr oft als „intelligente Verdauungshilfen „ bezeichnet. Es kommt im Kreislauf zu keinem Flüssigkeitsverlust, also kann sich auch das Blut nicht eindicken. Durch den Weg,den das Abführmittel nimmt, belastet es weder Herz,Kreislauf,Leber und Magen.Es gibt praktisch keinen Elektrolyt-Verlust. Da kein künstlicher Durchfall erzeugt wird, kann der Organismus auch ungestört aus dem Speisebrei Nährstoffe, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente entnehmen.

Die strenge amerikanische Arzneimittel-Behörde FDA hat die Dulcolax-Wirkstoffe Bisacodyl und Natriumpicosulfat als vorrangig nutzbar und unbedenklich eingestuft.

Jeder, der sich entschlossen hat, zur Behebung seiner Verstopfung ein Abführmittel zu nehmen, kann bei den Wirkstoffen Bisacodyl und Natriumpicosulfat zwischen verschiedenen Darreichungsformen wählen: zwischen Zäpfchen, Dragees oder Tropfen. Den Wirkstoffen Bisacodyl gibt es in Form von Zäpfchen und Dragees, Natriumpicosulfat als Tropfen.

Die Zäpfchen regen die Darm-Muskulatur innerhalb von 10 bis 20 Minuten an. Sie sind daher ganz besonders geeignet für Bettlägrige, für Schwangere und Kranke,die ihre Arznei nicht schlucken können oder wollen. Die Dragees nimmt man abends ein, wenn man für den nächsten Morgen die Wirkung planen will.Sie sind sehr klein und leicht zum Einnehmen. Sie wirken innerhalb von 5 bis 10 Stunden. Die Tropfen wirken innerhalb von 10 bis 12 Stunden und eignen sich ganz besonders für eine exakte, individuelle, kleinstmögliche Dosierung. Sehr sensible Menschen haben bereits bei ganz wenig Tropfen einen zufrieden stellenden Erfolg. Menschen mit Schluckproblemen greifen auch gerne darauf zurück.Auch die Tropfen nimmt man am besten - wie die Dragees - abends ein,damit man am nächsten Morgen die Wirkung hat.

Jeder Betroffene sollte allerdings den Einsatz von Abführhilfen unbedingt immer mit seinem Arzt besprechen, also niemals eigenständig handeln. Und er sollte sich vor Augen führen: Abführmittel gegen Verstopfung sind nicht für den Dauergebrauch, sondern immer nur als vorübergehende, zeitbegrenzte Therapie gedacht.

 

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