Muskelzerrung im Oberschenkel: Das hilft schnell

Muskelzerrung im Oberschenkel: Das hilft schnell

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Sie machen schnell eine unbedachte Bewegung, Sie belasten die Oberschenkelmuskulatur beim Sport oder beim Tragen schwerer Lasten zu stark, Sie laufen eine längere Strecke bergab - dann sind Sie Kandidat/in für eine Muskelzerrung. Das ist zwar die leichteste, aber auch die häufigste Form einer Überlastung der Muskulatur im Oberschenkel. Bei grösserer Belastung kann es sogar zu einem Muskelfaserriss kommen. 

Die Muskelzerrung merken Sie an ziehenden Schmerzen, die langsam aber sicher immer stärker werden und auch zu Krämpfen führen können. Das kennen wir aus den Fußballübertragungen wenn Spiele über die 90 Minuten in eine Verlängerung gehen und die Spieler Ihre Waden- und Oberschenkelmuskeln massieren lassen. 

Ein Grund für die Muskelzerrung: Fehlende Fitness

Eine Überdehnung des betreffenden Muskels führt in der Regel zu einer Muskelzerrung. Die Überdehnung geht über die Elastizitätsgrenze des Muskels hinaus - führt aber zu keinen  Schädigungen im Gewebe. Warum es zu einer Muskelzerrung kommen kann, das hat verschiedene Gründe. Zum Beispiel sollten Sie vor jeder sportlichen Tätigkeit Ihre Muskeln "aufwärmen". Oder Sie belasten die bereits ermüdetete Muskelpartie ohne Rücksicht noch weiter. Sie überschätzen Ihren körperlichen Zustand und übernehmen sich, es fehlt Ihnen einfach an Fitness und dem nötigen Training. Kann aber auch sein, das Sie ganz einfach die falschen Schuhe tragen.

Schnelle und natürliche Hilfe bei einer Muskelzerrung

Bei einer Muskelzerrung kommen Sie meist ohne Medikamente aus. Für die schnelle Hilfe gibt es vier Faustregeln:
o Sie legen schnell einen elastischen Druckverband an, der eine Kompression erzeugt.
o Das verletzte Bein hoch lagern, den Oberschenkeln dabei weich abstützen.
o Die sportliche oder berufsbedingte Aktivität sofort beenden und den Muskel absolut schönen.
o Nehmen Sie eine Eispackung oder einen kalten Umschlag und kühlen Sie den verletzten Oberschenkel etwa eine halbe Stunde lang. Das Eis nicht auf die nackte Haut packen.
Wenn nach dieser Behandlung die Schmerzen langsam nachlassen können Sie damit anfangen, den gezerrten Muskel vorsichtig zu bewegen. Sanfte, leichte Bewegungen die den Muskel dehnen. Dabei müssen Sie die Dehnung etwa zehn Minuten halten. Kein ruckartigen oder wippenden Bewegungen.

Massage und Lymphdrainage helfen auch

Sie können nach der ersten schnelle Hilfe Ihre Muskelzerrung auch noch weiter behandeln. Mit Massage, Tape-Verbänden, Lymphdrainage und Elektrolyttherapie. Eine Muskelzerrung heilt normalerweise innerhalb von vier bis sechs Tagen problemlos aus, wenn schnell geholfen wurde. Danach können  Sie den Muskeln langsam wieder voll belasten.