Mittelmeer-Diät: Gesunde mediterrane Ernährung

Mittelmeer-Diät: Gesunde mediterrane Ernährung

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Wir essen uns mit unserer Ernährung konsequent ins Grab: Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt. Ein paar hundert Kilometer entfernt sind die Menschen klüger und erhalten sich mit ihrer Art zu essen jung: Rund ums Mittelmeer. Wie die Mittelmeer-Diät funktioniert, was Sie Leckeres essen sollten, was sie im Körper bewirkt.

Erinnern Sie sich noch an Ihren Sommerurlaub im vergangenen Jahr? Vielleicht waren Sie am Mittelmeer und haben besonder schmackhaft und wertvoll gegessen. Und man hat Ihnen damals erklärt, wie gesund diese Ernährung ist, weil man damit die Blutgefäße jung und elastisch erhält, weil man Herz und Kreislauf stärkt und damit dem gefürchteten Herzinfarkt und Schlaganfall entscheidend vorbeugen kann. Das haben Sie sich gut gemerkt. Und darum freuen Sie sich schon auf den Sommer, wenn Sied wieder in Richtung Mittelmeer reisen werden.

Mittelmeer-Diät - jetzt gleich

Im Grunde genommen aber wäre es gesünder und effektiver, mit dem Essen nicht auf die nächsten Ferien zu warten. Besser wäre, die Mittelmeer-Kost einfach jetzt schon auch zuhause einzuführen. Dann könnte man nämlich im Sommer den Urlaub am Meer noch mehr genießen. Viele Ärzte betonen: "Die mediterrane Ernährungsform ist eine hervorragende Vorbeugung gegen Arteriosklerose, Bluthochdruck und Übergewicht, aber auch gegen zu hohe Cholesterinwerte."

Jetzt werden manche skeptisch einwerfen: "Also Pasta und Pizza sind doch wohl nicht gerade Schlankmacher!" Dazu ist zu sagen: Erstens kann man auch eine Pizza sehr gesund und leicht zubereiten, und Spaghetti mit Knoblauch und Olivenöl machen nicht dick. Aber mit der Bezeichnung Mittelmeer-Küche versteht man in erster Linie: mageres Fleisch, wenig Fleisch, Fisch, reichlich knackige Salate, Gemüse in allen Farben, pflanzliche Öle, vorwiegend Olivenöl, und ein Gläschen Rotwein.

Rotwein fürs Jungbleiben

Allein, was den Rotwein betrifft, darf man sagen: In kleinen Mengen - für Männer täglich ein Viertel , für Frauen ein Achtel Liter - kann man die Vorteile des Bioaktivstoffes Resveratrol nützen. Dazu erklärte vor ein paar Jahren der amerikanische Wissenschaftler Prof. Dr. David Sinclair:" Mit dem Resveratrol haben wir erstmals eine Substanz entdeckt, die im Menschen das Gen fürs Jungbleiben aktivieren kann!"

Das Olivenöl und auch das Rapsöl - auch " Olivenöl des Nordens" genannt - beweisen, daß der Mensch für einen gesunden Fettstoffwechsel und für seine Fitneß durchaus Fett konsumieren muß. Es muß ab er das richtige Fett sein, das einen hohen Anteil an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren enthält. Das bedeutet: keine tierischen Fette, dafür hochwertiges Pflanzenöl. Der Vorteil dieser Öle: Sie können zu hohes LDL-Cholesterin senken. Allerdings darf man nun nicht glauben, daß viel Olivenöl besonders gesund ist. Zu große Mengen machen dick. Man muß auch mit den besten und gesüdesten Ölen sparsam umgehen.

Knoblauch pflegt die Gefäße

Die Mittelmeer-Ernährung ist in vielen Fällen auf frischen Knoblauch aufgebaut. In diesem Zusammenhang hat bereits vor ein paar Jahren dass Institut für Herz-Kreislauf-Forschung in Mainz festgestellt: Wer viele Jahre jeden Tag Knoblauch in der Küche verwendet, der hat im Alter um bis zu 7 Jahre jüngere und elastischer Gefäße. Wobei es besonders sinnvoll ist, den Knoblauch bei der Zubereitung von Speisen am Abend einzusetzen. Prof. Dr. Siegel von der Freien Universität Berlin hat nämlich vor ein paar Jahren bereits festgestellt, daß sich das schädliche Cholesterin im Körper nachts aufbaut und daß dann das Allicin aus dem Knoblauch gebraucht wird, um das gute HDL anzuheben und das böse LDL zu senken.

Von den Omega 3 Fettsäuren im Meeresfisch weiß man heute, daß sie ebenfalls zu hohe Cholesterinwerte, aber auch zu hohe Blutdruckwerte senken. Die Omega 3 Fettsäuren weiten die Blutgefäße und schaffen damit einen besseren Druck. Zugleich schaffen die Omega 3 Fettsäuren blutdrucksenkende Reglerstoffe. Weiters stärken sie das Gehirn und machen geistig fit. Und sie bekämpfen auch entzündliche Prozesse im Körper, können sich daher auch positiv auf rheumatische Erkrankungen auswirken. Diese Erkenntnis ist zu einem Großteil dem deutschen Arzt und Wissenschaftler Prof. Dr. Adam zu danken.

Alles schmeckt - und alles ist gesund

Interessant ist auch, daß man im Mittelmeerraum nicht nur fast zu jeder Mahlzeit Salate und Gemüse genießt, sondern daß man auch reichlich frische Kräuter verwendet. Und da spielt in der mediterranen Küche das Basilikum ein bedeutende Rolle. Es macht geistig fit. Das ist auf die beiden Bioaktiv-Stoffe Eugenol und Estragol zurückzuführen. Ein weiteres Kraut aus dem Mittelmeerraum ist der Thymian, der die Atemwege stärkt.

Zur mediterranen Küche gehören auch Ziegenkäse und Schafkäse. Sie sind ebenfalls ein Jungbrunnen, weil sie dem menschlichen Organismus die beiden Energiestoffe Ubichinon und Orotsäure liefern, welche die Zellen lange jung und fit halten. Das Besondere daran: Viele Menschen, die Kuhkäse nicht so gut vertragen, haben mit Ziegen- und Schafkäse keine Probleme.

Tomaten stoppen Arteriosklerose

Was das Gemüse betrifft, so steht die reife, saftige Tomate vor allem in Italien im Mittelpunkt vieler Gerichte. Der rote Farbstoff der Tomate - das Lycopin - hat zwei große Wirkungsweisen, die für unsere Gesundheit bedeutsam sind. Erstens stärkt dieser Bioaktiv-Stoff Herz und Kreislauf, bremst eine vorzeitige Arteriosklerose. Zweitens verhindert das Lycopin in der Nahrung, daß vorhandene Nitrate oder Nitrite in krebserregende Nitrosamine umgewandelt werden. Da ist es natürlich interessant, daß in der italienischen Mittelmeerküche die Tomatensoße, die Tomatensuppe, der Tomatensaft und das heute vielfach betreits zuckerfreie Ketchup eine so wesentliche Rolle spielen.

Kalorienarm - das Zauberwort

Wie sehr sich die mediterrane Kost von der mitteleuropäischen unterscheidet, erkennt man deutlich am Beispiel Spargel. Bald ist sie ja wieder da die Spargelzeit. Und hierzulande wird dieses Gemüse mit einer fetten Soße Hollandaise serviert, wenn natürlich den gesundheitsfördernden Effekt des Spargels ziemlich zunichte macht. Gewöhnen Sie sich daher an, den Spargel auf Mittelmeer-Art zuzubereiten und zu servieren. Der weiße oder grüne Spargel wird im Dampfgarer zubereitet. Sobald er weich ist, wird er auf den Teller gelegt, wird mit klein gehackten frischen Kräutern bestreut und mit kaltgepreßtem Olivenöl beträufelt. Dann hobelt man noch etwas Parmesan drauf. Fertig ist der Spargel, der damit weitaus kalorienärmer als nach dem Rezept in Mitteleuropa ist.

Nehmen wir noch zuletzt die Pizza in Augenschein. Wenn der Boden aus dünnem Teig besteht, wenn reichlich Gemüse und vor allem Tomaten drauf liegen, dann ist auch dieses Gericht gesundheitsfördernd. Denn der typische Pizzageschmack kommt von einem Küchengewürz, das bei dieser italienischen Speise den Ton angibt. Und das ist Oregano, von dem man seit einiger Zeit weiß: Dieses Küchenkraut hat einen positiven regulierenden Einfluß auf den Blutzucker und kann auch entzündliche Prozesse im Körper bekämpfen.

Das alles sollte für uns ein Ansporn sein, nicht auf die Sommerferien zu warten, sondern auch daheim so oft wie möglich mediterrane Kost zu servieren.

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