Meerrettich bekämpft schädliche Bakterien

Meerrettich bekämpft schädliche Bakterien

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Alle Pflanzen enthalten Vitalstoffe. Meerrettich aber hat besonders viele und sehr wirksame. Da sind vor allem seine Senföle. Die bekämpfen in unserem Körper sehr wirkungsvoll schädliche Bakterien - zum Beispiel bei Erkältungen. Was Meerrettich alles kann, wo er gesundheitlich gesondert wertvoll ist.

Meerrettich ist eine der besten Heilpflanzen

Meerrettich ist aus unseren Küchen und Speiseplänen nicht wegzudenken. Doch man darf dabei nicht vergessen: Man tut mit dem Genuss von Meerrettich auch eine Menge für die Gesundheit. Denn Meerrettich zählt zu den großen, bekannten Heilpflanzen unserer Zeit. Was macht denn nun den Meerrettich so wertvoll für unsere Gesundheit? Der Meerrettich ist reich an wirksamen Vitalstoffen:

Er liefert uns große Mengen an Vitamin C, ist daher ein guter Schutz gegen Erkältungen, hilft uns aber auch, schneller wieder mit Schnupfen und grippalen Infekten fertig zu werden. Meerrettich hat doppelt soviel Vitamin C wie die Zitrone.

Meerrettich ist reich an den Vitaminen B 1, B 2 und B 6. Sie alle sind dafür verantwortlich, dass wir mit starken Nerven und voll Energie durchs Leben gehen. B 2 ist vor allem wichtig für die Gesundheit unserer Schleimhäute. Und nur gesunde Schleimhäute können Viren und Bakterien abwehren.

Wichtig im Meerrettich sind auch Harze, Schwefelstoffe, die Aminosäuren Arginin für die Immunabwehr sowie Asparagin für gesunde Nerven und Gehirnzellen.

Der wichtigste Wirkstoff im Meerrettich aber ist ein Glykosid mit dem Namen Sinigrin. Diese Substanz ist in hoher Konzentration enthalten. Durch spezielle Enzyme werden daraus in der Wurzel starke, scharfe Senföle produziert. Wenn man den Meerrettich reibt, werden diese Öle frei. Und wenn wir sie einatmen, wenn sie sich verflüchtigen und in die Augen gelangen, dann werden davon die Tränendrüsen enorm angeregt. Das ist ähnlich wie beim Schneiden von Zwiebeln. Diese Senföle aus dem Meerrettich können schädliche, krankmachende Bakterien in unserem Körper bekämpfen.

Die Vitalstoffe im Meerrettich sind ein Super-Team für unsere Gesundheit:

  • Sie bekämpfen feindliche Bakterien. Daher nennt den Meerrettich im Volksmund auch das „Penicillin aus dem Garten“.
  • Sie helfen uns aber auch, dass wir schneller mit einer Erkältung fertig werden. Ja, mitunter kann man sogar mit dem Konsum von Meerrettich in Erkältungszeiten verhindern, dass man einen Infekt bekommt. Der Meerrettich kann Erkältungs-Viren hemmen.
  • Die Atemwege sowie Herz und Kreislauf werden gestärkt.
  • Rheumatische Beschwerden können gelindert werden.
  • Magen und Darm werden angeregt, von Gär-, Fäulnis- und Giftstoffen gereinigt.

Und so setzt man den Meerrettich konkret gegen Erkältungen ein:

Allein , wenn man die Wurzel reibt und die Dämpfe der Senföle einatmet, dann hat das bereits eine unterstützende, heilende Funktion bei Schnupfen und Husten.

Im ländlichen Raum gibt es in Deutschland und in Österreich seit Jahrhunderten ein einfaches Hausmittel, das auch heute noch oft in zahllosen Familien angewendet wird. Man schält die Meerrettich-Wurzel, schneidet sie in 1 Zentimeter dicke Scheiben, bohrt in die Mitte jeder Scheibe ein Loch und fädelt die einzelnen Stück auf einer Schnur zu einer Meerrettich-Kette auf. Diese hängt man sich um den Hals, legt sich ins Bett und deckt sich bis zur Nasenspitze zu. Durch die Bettwärme werden besonders viele Senföle aus dem Meerrettich frei. Man nennt das auch eine Meerrettich-Inhalation, mit der man lästigen Schnupfen und Husten schnell besiegen kann.

Sehr bewährt gegen Schnupfen hat sich auch folgendes Rezept: 2 Esslöffel frisch geriebener Meerrettich werden mit etwas Zwiebelsaft und Honig gut verrührt. Von dieser Mischung nimmt man alle 3 Stunden einen Teelöffel ein.