Mandelentzündung: Naturmittel, die helfen

Es beginnt in der kühlen und in der kalten Jahreszeit meist ganz harmlos: Da sind einfach Schluckbeschwerden, aus denen sich aber schon recht bald Halsschmerzen entwickeln. In vielen Fällen ist das der Beginn einer Mandelentzündung, in der Medizin auch Angina Tonsillaris genannt, im Volksmund kurz Angina genannt.

 

Sie müssen die Abwehrkräfte stärken

Da der Mund- und Rachenraum eine ideale Eintrittspforte für viele Krankheitserreger darstellt, herrscht in diesem Bereich eine besonders aktive und intensive Immunabwehr. Es müssen hier Feinde erkannt und unschädlich gemacht werden. Das hat allerdings zur Folge, dass die Mandeln im Falle einer Infektion anschwellen und eine Entzündung entwickeln. Meist sind davon beide Gaumenmandeln betroffen.

Es zwei verschiedene Formen de Mandelentzündung: die bakterielle und die virale. In den meisten Fällen kommt es zuerst zu einem viralen Infekt der Atemwege. Dabei wird das Gewebe derart geschädigt, dass danach Bakterien leicht eindringen und sich ausbreiten können. Bei der viralen Mandelentzündung ist es wichtig, dass man die körpereigenen Abwehrkräfte stärkt, damit sie mit den Viren fertig werden. Dafür kann man durchaus wirksame Naturarzneien einsetzen. Bei der bakteriellen Mandelentzündung muss der Arzt Antibiotika verordnen. Daran geht kein Weg vorbei.

Mandelentzündung kann gefährlich werden

Die Mandelentzündung kündigt sich durch typische Symptome an. Dazu gehören: Schluckbeschwerden, Halsschmerzen, starker Speichelfluss, Kopfschmerzen, Fieber, Müdigkeit. Die Stimmbänder können angeschlagen sein. Es entsteht im Rachenraum ein zähes, eiteriges Sekret. Die Zunge ist dick belegt. Es liegt unangenehmer Mundgeruch vor.

So eine Mandelentzündung ist eine alltägliche Erkältung, aber nicht ungefährlich. Man muss daher unbedingt zum Arzt. Es kann sich daraus nämlich eine ernsthafte Erkrankung der Nieren und des Herzens entwickeln. Aus einer scheinbar harmlosen Entzündung der Mandeln können Herzrhythmus -Störungen oder eine Herzmuskel-Entzündung entstehen, die unbehandelt zum Tod führen kann.

Wenn die Infektion in den Mandeln übergangen und nicht behandelt wird, kann sie zu einem chronischen Leiden werden. Die Mandeln können dann mit der Zeit nicht ihre Aufgabe im Immunsystem erfüllen. Sie sind dann ein ständiger Entzündungsherd, der an anderen Körperstellen Krankheiten auslösen kann. Zum Beispiel kann es in Gelenken zu rheumatischen Beschwerden kommen.

Regelmässig Gurgeln und Spülen gegen Mandelentzündung

Die Schulmedizin setzt bei einer Mandelentzündung virenabtötende Medikamente oder Antibiotika ein. Der Arzt wird auch Hustenbonbons, eine Salbe zum Einreiben gegen die Halsschmerzen und – wenn notwendig – fiebersenkende Medikamente verschreiben. Weiters wird er Bettruhe empfehlen. Der Patient muss reichlich lauwarme Flüssigkeit trinken. Das ist wichtig, damit die Mund- und Rachen-Schleimhäute bei der trockenen Luft in beheizten Räumen nicht austrocknen. Aus demselben Grund sollte der Patient sofort mit dem Rauchen aufhören.

Eine der wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen die Mandelentzündung ist das regelmäßige Gurgeln und Spülen. Dazu kann man wunderbar und wirkungsvoll die Heilpflanze Spitzwegerich nutzen. Man bereitet daraus einen Spitzwegerich-Tee. 2 Teelöffel Spitzwegerichblätter aus der Apotheke werden in eine Tasse mit kaltem Wasser gegeben und müssen dort bis zu zwei Stunden ziehen. Dann durchseihen, leicht erwärmen. Damit gurgelt und spült man mehrmals täglich. Dazwischen sollte man auch ein paar Schlucke von dem Tee trinken.

Naturmittel die bei Madelentzündung helfen

  • Wer nicht die Zeit hat, einen Tee zuzubereiten, kann im Reformhaus Spitzwegerich-Frischpflanzensaft kaufen. Man verrührt davon 3 mal täglich 2 Eßlöffel in etwas Wasser, gurgelt und spült damit.
  • Mitunter haben Patienten mit Mandelentzündung mehr Erfolg mit Salbei-Tee. 2 Teelöffel getrocknete Salbeiblätter aus der Apotheke werden mit einer Tasse kochendem Wasser überbrüht. Zugedeckt bis zu 10 Minuten ziehen lassen, durchseihen. Mehrmals täglich spülen, gurgeln und etwas davon trinken.
  • Man kann auf natürliche Weise gegen die Entzündungen im Mund- und Rachenraum vorgehen. Dafür hat sich der Kamillen-Tee in Form einer Inhalation bewährt. Und so wird diese Heilpflanze eingesetzt. 2 Handvoll getrocknete Kamillenblüten aus der Apotheke werden in einem Topf mit einem Liter kochendem Wasser übergossen. Dann stellt man den Topf auf einen Tisch, setzt sich davor und atmet die aufsteigenden Dämpfe durch Nase und Mund ein. Etwa 10 Minuten lang. Danach trocknet man das Gesicht ab und legt sich zum Nachdampfen ins Bett.
  • Wenn Sie Kamillentee zum Spülen und Gurgeln verwenden wollen, dann müssen Sie ihn anders zubereiten. 1 Esslöffel getrocknete Kamillenblüten werden mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergossen. Zugedeckt 5 bis 10 Minuten ziehen lassen. Durchseihen. Mehrmals täglich zum Einsatz bringen. In der Apotheke gibt es auch Kamillen-Tinktur. Man gibt ja jedes Mal 10 bis 20 Tropfen in ein Glas mit lauwarmem Wasser und kann dann damit gurgeln und spülen.
  • Dieselbe Wirkung kann man mit der Kraft der Ringelblumenblüten erzielen. So bereitet man den Tee zu: 2 Teelöffel Ringelblumenblüten aus der Apotheke werden mit eine Tasse kochendem Wasser überbrüht, dann 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, durchseihen. Auch damit sollte man mehrmals täglich spülen und gurgeln.

Doch außer Trinken, Gurgeln und Spülen bei einer Mandelentzündung gibt es in der Naturmedizin noch die Möglichkeit eines Wickels. Und da wieder kennt man den warmen und den kalten Wickel. Jeder muss selbst herausfinden, ob man Wärme oder Kälte gut tut.

Wickel und richtige Ernährung

So wird der warme Wickel durchgeführt: Schälen Sie eine große, rohe Zwiebel und schneiden Sie diese in Scheiben. Füllen Sie die Zwiebel-Scheiben gemeinsam mit 3 gekochten, geschälten und zerdrückten Kartoffeln in einen kleinen Leinensack. Lassen Sie das Ganze etwas abkühlen, damit es warm, aber nicht mehr heiß ist, und legen den Leinensack auf den Hals. Binden Sie einen Wollschal darüber. Lassen die Zwiebel-Kartoffel-Mischung über Nacht einwirken.

Und so wird der kalte Wickel durchgeführt: 200 Gramm kalter Quark wird mit 1 Esslöffel Apfelessig verrührt. Dann streicht man die Masse etwa 2 Zentimeter dick auf ein nasses Leinentuch und legt das Tuch mit der Quarkseite um den Hals. Der Wickel wird mit einem Wollschal festgemacht und sollte eine Stunde einwirken. Sobald der Wickel Körpertemperatur erreicht hat, hat er seine Aufgabe erfüllt.

Was die Ernährung betrifft, so sollte man reichlich Obst und Gemüse konsumieren, das viel Vitamin C liefert: Zitrusfrüchte, Kiwis, Äpfel, Sauerkraut, Paprika, Petersilie. Als Getränk eignen sich Hagebuttentee und Sanddornsaft.

All diese Hausmittel aus der Natur sollte man bei einer Mandelentzündung immer in Absprache mit dem Arzt anwenden, denn die Entzündung der Mandeln muss medizinisch abgeklärt und behandelt werden.

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