Lippenherpes: Tipps, die Ihnen helfen

Lippenherpes: Tipps, die Ihnen helfen

© Levent Konuk - Istockphoto.com

Es gibt Erkrankungen, die sind nicht nur schmerzhaft, sondern auch noch sehr lästig: Lippenherpes ist so eine. Plötzlich ist der Herpes da: Es juckt, die Lippe spannt, es bilden sich schmerzende und hässliche Bläschen. Und: Wer ihn einmal hatte, der wird ihm kaum wieder los. Manchmal lauert er jahrelang im Verborgenen, dann ist er plötzlich wieder da. Es ist wichtig zu wissen: Was kann ich selbst gegen Lippenherpes tun.

Den Herpesvirus wird man nicht mehr los

Die Lippe spannt und juckt, kurz darauf bilden sich schmerzende, nässende Bläschen, auch „Fieberbläschen“ genannt. Mehr als 90 Prozent aller Erwachsenen haben bei uns den Erreger von Lippenherpes in sich. Denn: einmal infiziert bedeutet für immer infiziert. Den Herpesvirus HSV Typ 1 wird man nämlich nicht mehr los. Auch wenn die lästigen Lippenbläschen spurlos abgeheilt sind, lauert er noch im Verborgenen. Er versteckt sich in den Ganglien genannten Nervenzellknoten des Körpers. Und wartet darauf, dass für ihn wieder bessere Zeiten anbrechen. Übrigens: Im Volksmund wird er auch “falscher Kuss” genannt

Anstecken können Sie sich eigentlich überall. Die Viren werden durch Husten, Berührungen, Küssen und durch Schmierinfektionen an Türgriffen, Toiletten und Gläsern übertragen. Auch besonders starke Ekelgefühle können einen Lippenherpes Ausbruch auslösen. Zum Beispiel wenn Sie einen Menschen küssen müssen, der Ihnen von Herzen zuwider ist.

Tipps, die bei Lippenherpes helfen

Herpes-Viren kann man durch eine Behandlung nicht ausmerzen, man kann sie nur sozusagen “einschläfern”. Aber man kann durchaus gegen sie vorgehen, wenn sie aktiv werden. Da gibt es gute und erprobte gesunde Hausmittel gegen Lippenherpes:

  • Kühlen Sie die schmerzende Stelle mit einem Eiswürfel (unbedingt in ein sauberes Tuch einschlagen).
  • Topfen Sie die Stelle mit Franzbranntwein ab.
  • Es gibt wirkungsvolle Herpespflaster in der Apotheke.
  • Im Anfangsstadium können Sie die juckende Lippe auch mit Melissentee bestreichen.
  • Das funktioniert auch mit einer Salzlösung.
  • Wenn es juckt, dann hilft auch eine Zinksalbe - der Herpes wird sozusagen ausgetrocknet.
  • Erfolgreich kann auch eine Behandlung mit einem Softlaser sein.
  • Streichen Sie Honig auf die betroffene Hautstelle der Lippe.
  • Als Erste Hilfe können Sie auch Zahnpasta nehmen.
  • Wenn es juckt, dann hilft auch eine Zinksalbe - der Herpes wird sozusagen ausgetrocknet.
  • Erfolgreich kann auch eine Behandlung mit einem Softlaser sein.
  • Sie können auch mit einem Hitzestift gegen die Bläschen vorgehen.
  • Betupfen Sie die betroffenen Hauptstellen mit Kernseife.
  • Tupfen Sie mit einem Wattestäbchen Teebaumöl auf die Lippen .
  • Kühlen Sie die schmerzende Stelle ,mit einem Eiswürfel (unbedingt in ein sauberes Tuch einschlagen).
  • Noch besser soll das funktionieren, wenn der Eiswürfel aus eingefrorenem Johannisbeersaft besteht.
  • Beträufeln Sie die Stellen mehrmals am Tag mit frisch gepresstem Grünkohlsaft.
  • Reiben Sie die Stelle mit einer frisch geschnittenen Knoblauchzehe ein.

Gesundheitsprobleme aktivieren den Virus

Der “schlummernde” Virus wird geweckt, wenn Sie gesundheitliche oder auch mentale Probleme haben:

Das sind beispielsweise Episoden eines besonders geschwächten Immunsystems. Etwa durch fieberhafte Infektionskrankheiten, durch übermäßige Sonneneinstrahlung, durch Verletzungen, aber auch durch seelische Belastungen wie Stress, Prüfungsangst, Trauer oder Trennung von einem Partner. Auch hormonelle Einflüsse könnten beteiligt sein, da Frauen vor der Menstruation und während der Schwangerschaft besonders anfällig für Herpes sind. Manche Menschen reagieren schon bei heftigem Ekelgefühl, wenn sie z.B. aus einem benutzten Glas trinken müssen, mit dem Auftreten von Lippenbläschen.

Die meisten Herpes-Opfer stecken sich bereits im Kindesalter an. Der Ausbruch von Herpes ist aber nicht nur möglich durch Aktivierung der „schlafenden“ körpereigenen Viren, sondern auch durch eine neue Infektion über einen infizierten Menschen.

Eine direkte Behandlung der Krankheit, also das Ausmerzen der „schlafenden Viren“, gibt es nicht. Behandelt werden immer nur die Symptome wie Schmerzen, Entzündungen oder Fieber. Sobald erste Symptome wie Juckreiz und Spannungsgefühl auftreten, können Virustatika die Vermehrung der Viren noch hemmen. Sie sollten mehrfach täglich aufgetragen werden. Für diesen Zweck stehen Wirkstoffe wie Aciclovir, Penciclovir, Foscarnet, Tromantadin oder Idoxuridin zur Verfügung. Oft helfen aber auch die oben bereits beschriebenen Hausmittel.

Stärken Sie Ihr Immunsystem

Noch am besten vorbeugen lässt sich ein Ausbruch von Lippenherpes durch konsequente Stärkung des Immunsystems, also durch gesunde Lebensweise mit abwechslungsreicher Ernährung, Sport und ausreichend Schlaf. Wer sich intensiver Sonnenstrahlung aussetzt, sollte die Lippen mit Sun-Blocker-Pasten schützen. Infizierte sollten ihre Bläschen mit den Händen möglichst nicht berühren – aber jedenfalls immer die Hände waschen, wenn sie trotzdem in Kontakt mit den Bläschen gekommen sind.

Während eine aktuellen Infektion sollten Sie alles vermeiden, was die Viren zu neuen Aktivitäten reizen könnte:

  • So wenig Sonnenbestrahlung wie möglich.
  • Keine fettenden Cremes oder Salben verwenden.
  • Bewegung tut gut, aber große körperliche Anstrengungen sollten Sie vermeiden.
  • Legen Sie sich selbst strenge Hygienemaßnahmen auf, um Ihren Herpes nicht weiter zu geben.
  • Auf keinen Fall sollten Sie die Bläschen aufstechen und mit den Fingern ausdrücken. Das kann böse Infektionen zur Folge haben.