Kurkuma als Heilmittel

Kurkuma

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Kurkuma ist weitaus mehr als ein Küchengewürz. Sie kennen doch sicher Curry, eine indische Gewürzmischung, die in unseren Küchen immer mehr Anhänger findet. Und Sie kennen ganz bestimmt die Worcestersoße, mit der man so vielen Speisen einen ganz eigenen, scharfen Geschmack geben kann. Sehen Sie: Da ist überall ein Gewürz drinnen, das bei uns in den letzten Jahren sehr beliebt geworden ist: Kurkuma , auch gelber Ingwer genannt. Es ist eine hochwirksame Naturarznei, vor allem für die Verbesserung der Verdauung und für die Entgiftung des Körpers. Doch auch bei zu hohen Cholesterinwerten, bei Diabetes, Leber- und Gallen-Problemen sowie bei Müdigkeit und Entzündungen macht es Sinn, Kurkuma einzusetzen.

Die Wurzel wird auch Gelbwurz genannt, weil sie eine intensive gelbe Farbe hat. Sie ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der indischen Ingwer-Gewächse. Sie ist seit rund 5000 Jahren in Südost-Asien, in Vietnam, in Süd-Indien und auf Java heimisch. Die Pflanze, die auch gelb blüht, wird 1 Meter hoch und hat starke Wurzelstöcke. Und die Wurzel wird in der Küche und in der Naturmedizin verwendet.

Kurkuma in der Kapsel hilft am Besten

Es gibt eine Vielzahl von internationalen Studien, welche die medizinische Wirkung von Kurkuma nachweisen. Diese Wirkung tritt auch erstaunlich schnell ein. Und es gibt keine Nebenwirkungen, wenn man davon absieht, dass Patienten mit Gallensteinen sehr vorsichtig und sparsam mit dem Kurkuma-Pulver umgehen müssen. Was die Dosierung betrifft, bevorzugen die meisten gemahlenes Pulver in Kapselform. 2 Teelöffel Pulver sind nicht so einfach einzunehmen. Da rebelliert oft auch der Magen. Und einmal die Woche eine Prise Pulver auf einer Portion Reis bringt kaum eine Wirkung. Kurkuma in der Kapsel passiert den Magen, ohne auf ihn einzuwirken, und wird erst im Darm frei, dort wo es gebraucht wird.

Die Wirkung von Kurkuma

  • Die Fettverdauung wird gefördert. Damit werden sehr rasch nach einem üppigen Essen Blähungen, Völlegefühl und Magenbeschwerden bekämpft.
  • Beim Aktivieren des Gallenflusses wird nicht bloß Fett in kleinste Kügelchen verwandelt und verdaulicher gemacht. Es werden auch zahllose Gifte und andere Schadstoffe aus der Leber in den Darm abgeleitet. Man kann diesen Vorgang noch mit der Einnahme von Klinoptilolith -Vulkangestein fördern, weil dieses Vulkangestein die Gifte im Darm bindet und verhindert, dass sie in die Leber zurückgelangen und diese aufs Neue belasten. Man nimmt da täglich bis zu zwei Kapseln Vulkangestein zusätzlich zu den Kurkuma-Kapseln. Es geht dabei nämlich um ein Problem: Wenn nicht genügend Ballaststoffe im Darm sind, ist die Gefahr enorm groß, dass die Gifte noch einmal zur Leber zurückkehren. Man spricht in der Medizin von einer Rückresorption.
  • Es gibt viele Menschen, die eine blasse Gesichtsfarbe haben, die immer müde sind, am Morgen mit Rückenschmerzen aufwachen, gierig nach Süßem sind, viel Kaffee trinken, die immer kalte Hände und kalte Füße haben und sehr zu blauen Flecken auf ganzen Körper neigen. In der chinesischen Medizin geht man davon aus, dass diese Menschen über eine schwache Milz verfügen. Die Milz ist für die Lebensenergie und für die Blutbildung wichtig. Die Milz wird vor allem dann geschwächt, wenn der Betroffene zu wenig schläft, zu viel am Computer arbeitet, und das unter Zeitdruck. Typisches Symptom: Muskelkrämpfe, Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Unruhe, Gereiztheit, schwache Nerven. Hier kann Kurkuma enorm helfen, der Milz wieder neue Kraft zu geben.
  • Interessant für den Diabetiker: Kurkuma senkt den Blutzuckerspiegel und hilft - auch wieder am besten in Kombination mit Vulkangestein - den gefürchteten Diabetes-Spätfolgen - Bein-Amputation, Erblindung, Herzinfarkt - vorzubeugen. Kurkuma kann die Lebensqualität des Diabetikers entscheidend verbessern. Das gilt sowohl für den insulinpflichtigen wie für den nicht-insulinpflichtigen Diabetiker.
  • Kurkuma ist auch eine wertvolle Naturarznei für den Rheuma-Patienten, weil das Gewürz Entzündungen in den Muskeln und Gelenken bekämpft.
  • Ganz besonders erwähnenswert ist die Tatsache, dass Kurkuma erhöhte und zu hohe Cholesterinwerte senken kann. Viele Betroffene haben mit täglich 2600 Milligramm Kurkuma-Pulver - also mit 3 mal täglich 2 Kapseln - wieder normale Cholesterinwerte erreicht. Die Erfolge waren nach einigen Monaten im Blutbild nachzuweisen.
  • Kurkuma hat aber auch einen erstaunlichen Einfluss auf den Blutdruck. Es senkt zu hohen Blutdruck und wirkt in den Blutgefäßen als Gegenspieler der gefährlichen Arachidonsäure und kann an den Gefäßwänden Entzündungen verhindern.
  • Damit wirkt Kurkuma auch vorbeugend gegenüber frühzeitiger Arteriosklerose und wird damit zu einer wertvollen Naturarznei zur Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, allen voran Schlaganfall und Herzinfarkt. Kurkuma gilt in Indien schon lange als wichtiger Gefäßschutz.
  • Das angesehene Wissenschafts- und Medizin-Magazin "Science" hat erst kürzlich berichtet, dass Kurkuma in hohen Dosierungen von Ärzten unterstützend einen positiven Einfluss auf die Therapie der gefährlichen Krankheit Mukoviszidose - ein Gen-Defekt - hat.
  • Ein amerikanisches Ärzte-Team hat nachgewiesen, dass man mit Kurkuma der Alzheimer-Krankheit vorbeugen kann.

Kurkuma in der Krebsprävention

Zum Thema Krebs und Kurkuma muss man ganz deutlich unterscheiden: Kurkuma ist keine Naturarznei, die man gegen Krebs einsetzen kann. Aber es hat sich erwiesen, dass man mit Kurkuma-Gaben die Lebensqualität des Krebs-Patienten unterstützend zu seiner medizinischen Therapie deutlich verbessern kann. Denn es ist bei Krebs und bei der anstrengenden medizinischen Krebs-Behandlung wichtig, dass die Milz gestärkt und dem Patienten mehr Lebensenergie zur Verfügung gestellt wird. Das ist auch das Ziel vieler Ärzte.  Die amerikanische Krebsgesellschaft sowie die deutsche und österreichische Gesellschaft für Onkologie empfehlen den unterstützenden Einsatz von Kurkuma. Im Jahr 2005 wurde auf einem Kongress in den USA Kurkuma als einziges Naturheilmittel anerkannt, das sinnvoll zur Prävention und zur unterstützenden Behandlung von Krebs eingesetzt werden kann, egal, um welchen Tumor es sich handelt. In diesem Fall sind unter ärztlicher Kontrolle höhere Dosierungen notwendig.

Die breitgefächerte, faszinierende Wirkung der Kurkuma-Wurzel ist auf die harmonische Zusammenarbeit der Inhaltsstoffe Curcumin, Xanthohriziol, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Phosphor zurückzuführen.