Krebs: Mit diesen Tipps verringern Sie Ihr Krebsrisiko

Krebs: Mit diesen Tipps verringern Sie Ihr Krebsrisiko

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Am 4. Februar findet weltweit der Weltkrebstag statt. Ein guter Anlass sich mit diesem Thema gründlich zu beschäftigen. Denn die Diagnose „Sie haben Krebs“ löst in den meisten Fällen beim Betroffenen Panik aus, hat er doch nun den vermeintlich sicheren Tod vor Augen. Das ist schon lange nicht mehr so, denn je weiter die medizinische Forschung beim Thema Krebs vorankommt, desto mehr wachsen die Überlebenschancen. 

Aber ich will hier gar nicht auf die verschiedenen Therapien eingehen. Mein Thema lautet: Wie kann ich das Krebsrisiko für mich senken? Das sind ganz einfache Tipps, die fast alle mit einem gesunden und vernünftigen Lebensstil zu tun haben. Denn Sie können einem Krebs auch vorbeugen: Ratschläge, wie Sie der Krankheit Krebs entkommen können.

Vorsicht Pestizide: Gemüse und Obst gut waschen

Sie ernähren sich gesund und vernünftig, Obst und Gemüse kommen jeden Tag bei Ihnen auf den Tisch. Sie halten sich sogar an die Regel: Jeden Tag fünf Portionen Gemüse und/oder Obst zu sich nehmen. Das ist gut und richtig - aber da lauert auch das Krebsrisiko in Form von Pestiziden. Denn damit sind Obst und Gemüse oft belastet. Pestizide werden eingesetzt um Obst und Gemüse vor Insekten, Pilzen und Parasiten zu schützen. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stehen einige davon (wie zum Beispiel das umstrittene Glyphosat) im Verdacht krebserregend zu sein. Also eiserne Regel: Obst, Gemüse und Salat immer gründlich waschen und spülen.

Zu viel rotes Fleisch ist ein Krebsrisiko

Da wir gerade bei der Ernährung sind: Ein hoher Fleischkonsum gehört ebenfalls zu den Krebsrisiken. Als krebserregend hat die WHO rotes Fleisch von Lamm, Rind oder Schwein eingestuft. Besonders hoch ist das Risiko bei verarbeitetem (gepökelt, geräuchert) rotem Fleisch. Sie sollten in der Woche höchstens drei- bis viermal als Hauptgericht rotes Fleisch zu sich nehmen insgesamt etwa 600 Gramm. Wenn es geht, steigen Sie auf Geflügel um, das ist unbedenklicher.

Kohlenhydrate nicht zu stark erhitzen, da Kebsgefahr

Um zu leben brauchen wir Energie. Die meiste Energie holen wir aus kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln: Kartoffeln, Brot, Nudeln usw. Wenn Sie nun solche Lebensmittel zu stark erhitzen, bildet sich Acrylamid. Das wirkt in - Tierversuchen nachgewiesen - krebserregend. Acrylamid findet sich vor allem in Chips, in zu scharf gebackenem Brot (schwarze Kruste), Pommes frittes, Keksen und in Kaffee. Der Rat: Nicht frittieren, beim Backen und Braten die Lebensmittel nicht zu braun werden lassen - auch wenn die Kruste am besten schmeckt.

Wenig oder gar kein Alkohol senkt das Krebsrisiko

Der Leber- und vor allem der Bauchspeicheldrüsenkrebs zählen zu den schwersten Krebserkrankungen mit einer sehr hohen Todesrate. Beim Bauchspeicheldrüsenkrebs sind es um die 90%. Beide Kebsarten hängen starke mit dem Alkoholgenuss, genauer gesagt mit dem Alkoholmissbrauch, zusammen. Also wird dringend empfohlen: Zurückhaltung bei Bier, Wein und Schnaps. Es ist hart, aber es ist so: Ein halber Liter Bier, oder 0,25 Liter Wein oder zwei cl Schnaps am Tag (das sind etwa 20 Gramm Alkohol) - das ist genug. Für Männer. Für Frauen darf es sogar nur die Hälfte sein. Und Sie sollten auch immer wieder total alkoholfreie Tage einschieben.

Krebs: Das Rauchen ist ein hohes Risiko

Der nächste Übeltäter ist uns allen gut bekannt: Das Rauchen. Täglicher Zigarettengenuss erhöht Ihr Krebsrisiko um etwa das 20fache. Da gibt es keine Faustregel wie „naja, hin und wieder mal ein Zigaretten am Tag, das kann doch nicht schaden.“ Doch, es schadet. Beim Rauchen kann nur gelten: „Null Toleranz“. Wenn zum Nikotin- auch noch Alkoholgenuss kommt (und das ist meistens so), dann erhöht sich das Risiko um ein Vielfaches. Experten nehmen an, das sich die schädlichen Wirkungen gegenseitig verstärken. Ein Trost: Selbst wenn Sie erst nach vielen Jahren Raucherdasein das Rauchen einstellen, kann sich Ihr Organismus wieder erholen.

Vollkornprodukte schützen vor Darmkrebs

Vollkornprodukte sind gesund, sie sättigen, sie enthalten Ballaststoffe - und sie bieten Schutz vor Krebs. Denn die Inhaltsstoffe von Vollkornnudeln, Vollkornbrot und ungeschältem Reis schützen wegen ihrer Ballaststoffe den Darm vor dem Risiko von Darmkrebs.

Impfungen können vor Krebs schützen

Die Wissenschaft forscht und forscht - aber ein Impfmittel gegen Krebs hat sie bisher noch nicht entdeckt. Aber es gibt Impfungen die vor Krebs schützen können. Junge Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren sollten sich gegen Humane Paillomviren (HPV) impfen lassen. Das beugt einem Gebärmutterhalskrebs vor. Eine Hepatitis B-Impfung schützt vor einer Leberentzündung und so langfristig vor Leberkrebs.

Zu viel Sonne: Risiko für einen Hautkrebs

Tausendmal als gefährlich  beschrieben, tausendmal ignoriert: Sonnenbaden bis zum Sonnenbrand. Das machen jeden Sommer Millionen Menschen. Nach dem Motto: „Mein Gott, so ein kleiner Sonnenbrand, was ist das schon. Kühlung oder Creme drauf, damit hat es sich.“ Hat es sich nicht, denn ein zu viel an UV-Strahlung erhöht Ihr Risiko an einem Hautkrebs zu erkranken ganz gewaltig. Also: Sonnenschutzcreme mit hohem Faktor einsetzen, so oft wie möglich im Schatten bleiben und die empfindlichen Stellen mit leichter Kleidung bedecken.

Asbest und Radon in der Wohnung sind ein Krebsrisiko

Ihre Behausung ist nicht mehr die Allerjüngste? Dann besteht die Gefahr, das in ihrer schönen alten Wohnung noch Schadstoffe verbaut wurden, die heute verboten sind. Asbest zu Beispiel. Und der kann mit seinen Fasern Krebs am Kehlkopf, den Lungen, an Brust- und Rippenfell verursachen. Auch das Edelgas Radon erhöht das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken. Es sammelt sich vor allem in Kellerräumen an. Lassen Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus auf eine Schadstoffbelastung untersuchen. Sie können sich da auch beim Bau- Umweltamt Ihrer Gemeinde erkundigen.

Ersatzhormone können gefährlich werden

Wenn die Wechseljahrsbeschwerden einsetzen greifen viele Frauen zu einer Therapie mit Ersatzhormonen. Das ist eine zweischneidige Sache, denn die können das Risiko einer Brustkrebserkrankung erhöhen. Deshalb sollten sie nur genommen werden, wenn die Beschwerden (Migräne, Hitzewallungen, Schweissausbrüche) sehr stark sind. Auch der Gebrauch der Pille hat zwei Seiten. Sie ist ein sicheres Verhütungsmittel, Östrogen und Gestagen schützen zwar vor Eierstock- und Gebärmutterkrebs - aber sie erhöhen auch das Risiko für Leber- und Brustkrebs, wenn auch nur in geringem Umfang.

Früherkennung von Krebs kann Leben retten

Sie können so gesund leben wie Sie wollen. Ein gewisses Krebsrisiko besteht immer für jedermann/frau. Vor allem, wenn es familiäre Vorbelastungen gibt. Deshalb sollten Sie alle Möglichkeiten der Früherkennung eines Krebses durch Vorbeugeuntersuchungen nutzen, denn das kann Ihr Leben retten. Wie zum Beispiel Darmspiegelungen, Mammographie, Prostatauntersuchung. Ein früh erkannter Krebs kann oft erfolgreich bekämpft werden.