Krebs: Diese sieben Nahrungsmittel helfen

Krebs - immer noch ein Verhängnis, eine Schreckensnachricht und für viele Menschen ein Todesurteil. 400 000 Deutsche erkranken jährlich, knapp die Hälfte stirbt daran. Chemotherapie, Operationen, Medikamente - irgendwann ist alles vorbei, die Ärzte entlassen den Patienten, er ist "austherapiert", es geht zum Sterben. Dabei können wir uns gegen den Krebs schützen - mit den richtigen Lebensmitteln. Sieben davon wollen wir ihnen vorstellen - Sie werden die meisten kennen.

Zwei kanadische Krebsspezialisten haben in einem Buch beschrieben, welche Nahrungsmittel das Krebsrisiko senken und Tumore sogar bekämpfen können.„Die Natur hält eine Fülle von Lebensmitteln mit hocheffektiven Molekülen bereit“, sagt Neurochirurg Prof. Richard Béliveau, der das molekularmedizinische Labor am Krebsforschungszentrum in Montreal (Kanada) leitet. Obst und Gemüse, aber auch Gewürze, Rotwein und dunkle Schokolade liefern Moleküle, die dem Körper helfen, schädliche Zellen zu vernichten.

Heisse Tomaten gegen Prostatakrebs

Wenn Männer ins Alter kommen, dann geht die Angst vor einem Krebs der Prostata um. Es drohen Inkontinenz, Impotenz und wenn der Krebs zu spät behandelt wird der Tod. Dabei kriegen Sie im Supermarkt und bei den Gemüsehändlern ein probates Mittel zur Vorbeugung, das auch noch hervorragend schmeckt: Schöne, reife und saftige Tomaten. Wenn Sie zweimal in der Woche eine Hauptmahlzeit mit Tomatensoße essen, oder sich eine Tomatensuppe kochen, dann sinkt das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken bereits um 25%. Der Grund für diese Wirkung ist der Wirkstoff Lycopin, der den Tomaten auch die rote Farbe gibt. Lycopin entfaltet seine krebshemmende Wirkung am besten, wenn die Tomaten zusammen mit Öl erhitzt und zubereitet werden. Also: Tomaten schmoren, in Öl kochen - oder Ketchup essen. Das sollte allerdings zuckerarm und -frei sein.

Rotwein bremst den Krebs aus

"Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben", reimt der Volksmund. Nicht nur für alte Knaben. Ein Glas Rotwein am Tag - das ist eine sehr gute und angenehme Art der Krebsvorsorge. Rotwein enthält das Antioxidans Resveratrol in hohen Dosierungen. Dieses Antioxidans wiederum hat eine sehr wirksame krebshemmende Eigenschaft. Der sekundäre Pflanzenstoff Resveratrol kommt vor allem in den Traubenschalen vor und gelangt beim Pressen in den Traubensaft, aus dem der Wein gemacht wird. Resveratrol wirkt nicht nur krebshemmend, es hat auch einen positiven Einfluss auf die Cholesterinwerte. Was ich warnend erwähnen muss: Um die krebshemmende Wirkung zu erzielen, genügt wirklich nur ein Glas am Tag. Mehr wäre kontraproduktiv, weil die Leber geschädigt werden könnte.

Kurkuma hemmt Dickdarmkrebs

Wir kennen das gelbfärbende Gewürz Kurkuma  aus der indischen Küche. In der ayurvedischen Medizin spielt es eine grosse Rollen, wird in vielfältiger Form angewendet. Nehmen Sie einen Teelöffel am Tag zu sich, am Besten in Suppen oder in Sossen. Sie können aber auch Fleisch- und Gemüseeintöpfe damit würzen. Kurkuma ist mit dem Ingwer verwandt, die Pflanze wird in Asien und Afrika angebaut. Der Wirkstoff Curcumin bewirkt, dass mehr Gallensäure ausgeschüttet wird, Fett kann besser verdaut werden. Ausserdem hat es einen antiseptischen Effekt und kann schädliche Radikale abfangen und so die Zellen schützen. Durch seine Wirkung entlastet es den Darm und wirkt positiv gegen Dickdarmkrebs. Auch bei Brust- und Eierstockkrebs scheint Kurkuma das Wachstum der Tumoren zu bremsen.

Olivenöl bekämpft Krebs an der Wurzel

Über den gesundheitlich hohen Wert von Pflanzenölen gegenüber den tierischen Fetten ist schon viel berichtet worden. Vor allem darüber, dass zum Beispiel das Olivenöl ein wirksamer Schutz gegen Infarkt und Schlaganfall ist. Jetzt hat eine Studie der Universität Montreal ergeben: Olivenöl hat die Fähigkeit, die Entwicklung von weiteren kleinen Tumorherden zu verhindern. Das heisst: Die Bildung von Metastasen wird erschwert. Wenn Sie täglich einen Esslöffel hochwertiges kalt gepresstes Olivenöl zu sich nehmen, dann bekämpfen Sie den Krebs sozusagen an der Wurzel. Was Sie unbedingt beachten müssen: Olivenöl darf nicht zu heiss werden. Wenn Sie damit braten, dann darf es nicht rauchen. Nehmen Sie es lieber für den Salat, oder träufeln Sie das Öl auf ein Stück Brot. Die krebshemmende Wirkung des Olivenöls wird von Forschern seinen einfach ungesättigten Fettsäuren und einem hohen Anteil an Phenolen zugeschrieben. 

Vollkornbrot killt Krebszellen

Unsere Vorfahren haben am Tag etwa 100 g Ballaststoffe gegessen, wir schaffen nicht einmal mehr die eigentlich nötigen 40 Gramm. Dabei sind Ballaststoffen, die unverdaut durch unseren Körper wandern, hervorragende Mittel zur Krebsvorbeugung. Im Buch "Krebszellen mögen keine Himbeeren", Kösel Verlag, wird auf die besondere Bedeutung von Ballaststoffen als Krebsvorsorge hingewiesen. Die beste Methode, genügend Ballaststoffe zu sich zu nehmen: Steigen Sie auf Vollkornprodukte um. Schon drei Scheiben Vollkornbrot am Tag genügen, um die nötige Menge zu erreichen. Ballaststoffe haben zwei wichtige Wirkungen in der Krebsvorsorge: Sie regulieren die Produktion von Gallensäure, die im Übermass die Entstehung von Darmkrebs fördert. Und - so haben Forschungen ergeben - Vollkornbrot löst bei Krebszellen ein natürliches Selbstmordprogramm aus. Sie sterben ab.

Meeresfische hemmen die Krebsbildung

Die Situation beim Brustkrebs hat sich durch die Mammographie stark verbessert, denn durch die Früherkennung kann ein tödlichere Ausgang dieser Frauenkrankheit sehr oft verhindert werden. Aber Sie selbst können vorbeugend Ihre Ernährung zu einer Waffe gegen den Brustkrebs machen. Omega 3-Fettsäuren drosseln die Produktion von Entzündungsmolekülen, die bei der Entstehung von Krebs mitwirken. Nun ist es aber leider so, dass wir mit unserer üblichen Durchschnittsnahrung im Bereich der Omega 3-Fettsäuren unterversorgt sind. Dem können Sie abhelfen: Dreimal Fisch als Hauptgericht pro Woche senkt das Risiko für Brust-, Darm- und Prostatakrebs um fast 40 Prozent. Die meisten Omega 3-Fettsäuren finden Sie in Meeresfisch aus kalten Gewässern: Wie zum Beispiel aus Hering, Lachs, Makrele und Sardinen.

Unser Kohlgemüse bremst Krebszellen aus

Er war früher ein Hauptnahrungsmittel, vor allem aber eine "Arme Leute-Essen": Der Kohl. Ob als Grün-, Weiss-, Rot- oder Rosenkohl, Kohl kam unter der Woche fast täglich auf den Tisch. Nicht zu vergessen das Sauerkraut, das im Winter sehr oft die einzige Vitaminquelle war. Seit ungefähr 20 Jahren ist der Brokkoli dazu gekommen. Alle diese Kohlarten haben Eines gemeinsam: Sie senken das Risiko, an einem Krebs zu erkranken. Das gilt vor allem für Blasenkrebs, aber auch bei Brustkrebs können sie hemmend einwirken. Die Inhaltsstoffe unterstützen das Immunsystem, bremsen entartete Zellen aus. Man sollte die Kohlgerichte nur kurz kochen und gut kauen. Das setzt die wertvollen Inhaltsstoffe besser frei.

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