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Kirschen: Lindern Gicht und Rheuma

Kirschen: Lindern Gicht und Rheuma

© M.studio - Fotolia.com

In den nächsten Wochen sind sie besonders rot und leuchtend, besonders süß und saftig: die deutschen Kirschen. Die ersten sind schon da. Sie schmecken einfach köstlich. Haben Sie aber gewusst, dass Kirschen ganz spezielle wertvolle Naturkräfte für unsere Gesundheit besitzen? Man kann von einer Naturarznei vom Baum sprechen. Bereits in der Antike setzte der griechischen Arzt Hippokrates auf der Insel Kos Kirschen als Medizin ein: damals gegen Epilepsie.

Im Jahr 1920 wurden Kirschen in Deutschland, Frankreich und England von vereinzelten Ärzten bei Nierensteinen und Gallenblasen-Erkrankungen verordnet. Heute sind Kirschen bei Ärzten für Naturheilverfahren sehr geschätzt: gegen verschiedene gesundheitliche Alltagsprobleme:

Kirschen liefern dem Körper reichlich Ballaststoffe, welche im Darm aufquellen und die Verdauung in Schwung bringen. Gegen Verstopfung ist es sinnvoll, täglich zur Erntezeit eine Handvoll Kirschen zu essen.

Am amerikanischen Forsythe Dental Center für Zahnheilkunde hat man in den Kirschen antibakterielle Substanzen und Enzyme gegen Karies und Parodontitis entdeckt. Die Enzyme verhindern die Bildung von Zahnbelag, der dann in der Folge bei mangelnder Zahnhygiene Karies und Zahnfleischprobleme auslöst. Zur Vorbeugung derartiger Erkrankungen im Mund: Zur Kirschenzeit nach jeder Mahlzeit 10 bis 15 Früchte genießen. Das sollte man auch den Kindern angewöhnen.

Im Jahr 1950 unternahm der in Texas lebende, aus Deutschland stammende Arzt Dr.Ludwig Blau, einen interessanten Selbst-Versuch. Er litt an starker Gicht mit furchtbaren Schmerzen und musste teilweise im Rollstuhl sitzen. Keine der bekannten Therapien half. Da begann er im Sommer reichlich Kirschen zu essen. Und siehe: Die Gichtschmerzen wurden deutlich gelindert. Daraufhin startete Dr. Blau eine Studie mit Gicht-Patienten. Das Ergebnis: täglich 1500 Gramm erntefrische Kirschen wirken sich positiv auf Gichtschmerzen aus. Inzwischen haben andere Ärzte nachgewiesen, dass durch Kirschen-Genuss Rheumabeschwerden deutlich zurückgehen können. Die Erklärung: Die Inhaltsstoffe der Kirschen - vor allem das Spurenelement Molybdän - senken den Harnsäure-Spiegel.

Kirschen sind reich an Vitamin C und E sowie an den Vitaminen der Gruppe B . Sie schützen daher vor Erkältungen in den schönen Jahreszeit und wirken nervenberuhigend.

Mit ihren Schutzsäuren und dem Fruchtzucker regen Kirschen den Magen- und Darm-Trakt , besonders die Bauchspeicheldrüse, an.

Weil Kirschen auch entwässern , können sie Herz und Kreislauf entlasten und unterstützen die Leber sowie die Nieren bei ihrer Arbeit.

Eine ganz besondere Kraft haben die Farbstoffe in der Kirsche: die Anthocyane und die Anthocyanidine. Sie bauen das Bindegewebe auf, vernichten schädliche Enzyme, welche unsere Haut alt , welk und faltig machen. Daher wirken Kirschen verjüngend. Und sie neutralisieren aggressive Moleküle aus der Umwelt - sogenannte freie Radikale, die unsere Zellen angreifen und die Immunkraft stören.

Interessant ist, dass die dunkleren Kirschensorten wertvoller sind, weil sie alle Inhaltstoffe- vor allem auch die Farbstoffe - in höherer Konzentration enthalten als die hellen Sorten. Wir sollten zur Erntezeit nicht darauf vergessen : Kirschen helfen unserer Gesundheit, egal ob aus dem Laden, aus dem eigenen - oder aus Nachbars Garten, die ja besonders süß sein sollen.

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