Kartoffeln schützen Nerven, Herz und bei Blutdruck

Kartoffeln schützen Nerven, Herz und bei Blutdruck

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Ein Volksnahrungsmittel, das gleichzeitig eine Naturarznei ist: Die Kartoffel. Eigentlich sollten wir sie täglich verzehren, denn sie ist eine Apotheke im Mini-Format. Ihre Basen schützen vor den Säuren des Fleisches, das Kalium ist gut fürs Herz und hilft bei Verdauungsproblemen, ihre Vitamine schützen das Immunsystem. Was die Kartoffel alles kann.

 

Am gesündesten ist die Pellkartoffel

Die neuen Kartoffel für den Winter sind da. Wenn Sie optimal gelagert werden, liefern sie uns den ganzen Winter wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenlemente. Die Kartoffeln sind besonders würzig und eignen sich für viele köstliche Gerichte. Doch am gesündesten ist die Kartoffel nach wie vor, wenn sie gedämpft als Pellkartoffel verzehrt wird.

Kartoffeln waren in Mitteleuropa Jahrzehnte lang das Kernstück unserer Ernährung. Viele Menschen haben in schlechten Zeiten Dank der Kartoffeln überlebt. Sie sind ein ganz wichtiges Grundnahrungsmittel: reich an lebenswichtigen Stoffen,die wir für unsere Gesundheit benötigen:

  • Sie haben einen hohen Anteil an Ballaststoffen. Und da viele von uns zu wenig Ballaststfoffe zu sich nehmen, bietet da die Pellkartoffel eine hervorragende Gelegenheit.
  • Sie sind eine hervorragende Quelle für Kohlenhydrate.
  • Sie liefern uns hochwertiges, pflanzliches Eiweiß.
  • Kartoffeln sind reich an basischen Substanzen und eignen sich ideal als Gegengewicht zu unserer übersäuerten täglichen Nahrung. Daher ist die gesündeste Variante: zum Fleisch als Beilage immer Pellklartoffeln. Weil sie die Harnsäure und anderen Säuren des Fleisches neutralisieren.

Kartoffeln sind wichtige Vitamin-Lieferanten

  • Kartoffeln sind auch wichtige Vitamin-Lieferanten. Kartoffeln enthalten reichlich Vitamin B 6, das bei der Eiweißverarbeitung hilft. Das ist für gestreßte Menschen wichtig, die oft Probleme mit der Eiweiß-Verdauung haben. Auch aus diesem Grund sollte man zu Fleisch und Bohnen immer Kartoffeln essen. Dazu muß man wissen: Zwei Drittel der Frauen und 50 Prozent aller Männer in Mitteleuropa leiden unter einem Vitamin-B 6-Mangel. Dieser Mangel wäre durch regelmäßigen Kartoffel-Genuß leicht zu beheben.
  • Kartoffeln liefern auch viel Vitamin C, das durch spezielle Enzym-Verbindungen erhalten bleibt, wenn sie erhitzt worden sind. Normalerweise geht ja das Vitamin C beim Erhitzen verloren.
  • Kartoffeln haben auch interessante Mengen am Vitamin K, das für die Blutgerinnung wichtig ist.
  • Kartoffeln bieten uns aber auch die ganze Bandbreite an Mineralstoffen und Spurenelementen, außer Selen : Magnesium, Eisen, Molybdän. Hier aber die wichtigsten Substanzen: Kartoffeln enthalten beachtliche Mengen am Mineralstoff Kalium für die Nerven, für den Blutdruck und fürs Herz sowie für die Muskeln und Verdauung. Ein Beispiel: Wenn jemand viele Medikamente nehmen muß, dann hat er oft einen Kalium-Mangel. Wenn er regelmäßig Kartoffeln ißt, kann er diesen Mangel ausgleichen. Das trifft auch auf Abführmittel zu. Sie rauben dem Organismus große Mengen an Kalium. Kalium-Mangel führt zu hartnäckiger Verstopfung.
  • Kartoffeln enthalten große Mengen vom Spurenelement Chrom . Mit 5 Kartoffel kann man nahezu den ganzen Tagesbedarf decken. Süßes verdrängt das Chrom. Zu wenig Chrom bedeutet ein Absinken des Blutzuckerspiegels. Die Folge: Müdigkeit, Gereizheit,Unruhe, Schlafstörungen. Mit Kartoffeln hat man den Chrom-Haushalt im Griff.

Kartoffeln schonen die Bauchspeicheldrüse

Es gibt viele Möglichkeiten, mit Kartoffeln Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen vorzubeugen und zu bekämpfen :

  • Die großen Mengen an Kartoffel-Stärke werden durch Enzyme in Glukose umgewandelt. Es wird somit ständig Glukose zur Energie-Gewinnung angeliefert. Die Bauchspeicheldrüse wird dadurch keinen extremen Belastungen ausgesetzt. Weil Nerven und Gehirn mit Glukose versorgt werden, werden Müdigkeit und Konzentrationsmangel verhindert.
  • Kartoffel regulieren den Wasserhaushalt im Körper.
  • Muskeln und Knochen werden gekräftigt.
  • Herz und Kreislauf werden gestärkt.
  • Der gesamte Stoffwechsel wird entsäuert, was die Gefahr für viele Zivilisationskrankheiten verringert. Der Zucker- und Harnsäure-Stoffwechsel wird durch die Kartoffel positiv beeinflußt. Dabei spielen die Spurenelemente Chrom und Molybdän eine bedeutende Rolle.
  • Das normale, gesunde Wachstum von Kindern wird gefördert.
  • Das Bindegewebe wird gekräftigt.
  • Wer oft an Muskelkrämpfen leidet, die auf Kalium- und Magnesium-Mangel zurückzuführen sind, kann mit häufigen Kartoffel -Mahlzeiten dagegen ankämpfen.
  • Bluthochdruck-Patienten können Medikamente einsparen, wenn sie oft Kartoffeln essen. Diese sind eine ideale Unterstützung der Therapie. Patienten mit nur leicht erhöhtem Blutdruck können das Problem - unter ärztlicher Kontrolle, versteht sich - mitunter ganz ohne Tabletten - nur mit Kartoffeln - in den Griff bekommen.
  • Kartoffel-Essen hilft Streß abbauen, Müdigkeit besiegen.

Wenn man etwas für die Gesundheit tun will, ist es allerdigs nicht egal, in welcher Form man die Kartoffeln zubereitet und ißt. All die gesundheitlichen Effekte kommen nur zur Geltung, wenn man die Kartoffel gedämpft ißt. Man wäscht sie mit Schale, gibt sie in einen Topf, gibt wenig Wasser dazu, also nicht bedecken. Einmal aufkochen,dann auf kleiner Flamme 20 bis 25 Minuten dämpfen. Oder man bereitet sie in einem Dampfgarer zu.

Bio-Kartoffeln sind wertvoller

Bratkartoffel, Rösti, Pommes frites, Kartoffel-Pürre, Chips oder Salzkartoffel schmecken gut, aber die wertvollen Inhaltstoffe sind nur mehr in geringen Mengen enthalten. Und sie kommen fast immer alle aus triefendem Fett.

Wenn man die Kartoffeln ohne Schale kocht, gehen die Inhaltstoffe bereits bis zu 20 Prozent verloren.

Keine Frage. Bio-Kartoffel sind wertvoller. Die Kartoffel saugt Unkrautvertilgungs-Mittel und Insektenvernichtungsmittel ( Insektizide, Herbizide und Pestizide) auf. Daher sollte sie aus biologischem Anbau kommen. Da ist das nicht möglich. Dennoch sollte man Kartoffeln grundsätzlich niemals mit Schale essen, was viele tun.Jahrzehnte lang wurde das auch empfohlen. Aus jüngste Messungen weiß man, daß sich in der Schale von Kartoffeln immer - wenn auch in geringen Mengen - der Giftstoff Solanin befindet. Also nicht nur, wie früher vermutet, in zu lange gelagerten Kartoffeln, die grüne Stellen aufweisen. Solanin kann zu Kopfschmerzen, Erbrechen und Übelkeit führen.

Und hier noch ein einfaches Rezept, wie man Kartoffel schmackhaft und gesundheitsfördernd essen kann:

1 Kilo feste Kartoffel waschen, in etwas Wasser garen, danach schälen und längst halbieren. Auf ein Backblech legen, mit Olivenöl bestreichen, mit Salz, Pfeffer und den Nadeln von einem Rosmarin-Zweig bestreuen. 20 Minuten bei 120 Grad backen.