Immunsystem: Beerenstarke Helfer für ihre Gesundheit

Immunsystem: Beerenstarke Helfer für ihre Gesundheit

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Erntezeit ist Beerenzeit und für uns alle eine super Gelegenheit für Herbst und Winter so richtig Gesundheit zu tanken. Denn unsere heimischen Beeren sind wahre Wunder an Naturheilkraft. Vorbeugend Gesundheit essen, das Immunsystem unterstützen im Kampf gegen Krebs, Herzinfarkt, Arteriosklerose, Diabetes, Bluthochdruck, Augenerkrankungen und schlechte Cholesterinwerte - mit Brombeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren usw. habe Sie "beerenstarke" Helfer an Ihrer Seite. Und die schmecken auch noch gut. Was die Beeren alles können.

Das Beeren (und sehr oft auch ihre Blätter) sehr gesund sind und viel Heilkraft haben, das wußten auch schon unsere Vorfahren. Und zwar seit vielen Jahrtausenden. Und auch wir alle können uns noch erinnern, daß wir in der Kindheit bei Fieber, Durchfall allgemeinem Unwohlsein von der Oma mit Beerensäften, mit Holundertee und ähnlichem versorgt wurden. Wir können uns aber auch daran erinnern, daß es viele leckere Gerichte gab, bei denen Beeren eine große Rolle spielten. Vor allem, wenn es um den Nachtisch ging. Denn bei kaum einem unserer heimischen Nahrungsmittel gehen Gesundheit und Wohlgeschmack so Hand in Hand wie gerade bei den Beeren.

Beeren sind alle sehr vitaminreich, sie haben wichtige Mineralien und Spurenelemente. Vor allem aber haben sie alle einen hohen Anteil an Pflanzenfarbstoffen, an Flavonoiden. Deren starke Heilkraft hat die Medizinforschung erst seit einigen Jahren entdeckt. Man wusste zwar aus der Erfahrungsmedizin und der Naturheilkunde, daß bestimmte Beeren bei bestimmten Krankheiten sehr hilfreich sind - aber man wusste nicht warum. Das hat sich geändert, die Medizinforschung entschlüsselt ein Geheimnis der Naturarznei Beere nach dem anderen. Und dabei spielen eben die Pflanzenfarbstoffe und die organischen Säuren der Beeren eine Hauptrolle. Man kann sagen: Wenn Sie Beeren essen, dann essen Sie reine Gesundheit.

Warum sind nun diese Flavonoide von so großer Bedeutung? Die Wissenschaft hat herausgefunden:

  • Sie neutralisieren Freie Radikale (schädliche Sauerstoffmoleküle) die über Umweltgifte oder gestörte Stoffwechselprozesse in den Körper gelangen.
  • Sie schützen so die Körperzellen vor Schädigungen, die zum Beispiel das Krebsrisiko deutlich erhöhen.
  • Pflanzenfarbstoff haben einen positiven Einfluß, wenn bei Ihnen die Gefahr einer Thrombose besteht.
  • Sie gleichen den Blutdruck aus.
  • Sie wirken antibakteriell und entzündungshemmend.
  • Sie hemmen die Ausbreitung von Viren, Bakterien und Pilzen.

Sie sollten unbedingt versuchen, jeden tag eine handvoll Beeren zu sich zu nehmen. Besonders gut eignen sich:

Brombeeren

100 g Brombeeren haben 30 kcal, kein Fett und kaum Eiweiß oder Kohlenhydrate. Von allen Beerensorten enthalten sie am meisten Calcium, sie haben viel Magnesium, Kupfer, Beta-Carotin und Vitamin C. Ganz besonders wichtig aber sind ihre blauen Farbstoffe (Flavonoide). In den Blättern sind Gerbsäuren und organische Säuren enthalten, daraus wird ein Tee gewonnen.

Sie sind wegen Ihrer Inhaltsstoffe gut bei Herz- und Kreislaufbeschwerden, sie beheben Sehstörungen und sie liefern Ballaststoffe für eine gute und geregelte Verdauung. Sie sind absolut diätgeeignet, weil sie schnell satt machen. Die Nährstoffe der Brombeeren kräftigen das Bindegewebe und die Gefäßwände (Arteriosklerose), ihr Saft hilft bei Halsschmerzen und Heiserkeit. Die Flavanoide sind gut für die Immunkraft. Brombeertee ist gut bei Durchfall und leichten Entzündungen im Rachenraum.

Schwarze Johannisbeere

Die Frucht enthält viel Vitamin C, Mineralstoffe, kein Fett, kaum Eiweiß, nur sehr wenig Kohlenhydrate. Dafür aber wertvolle Terpene wie Beta-Pinen und Caryophyllen. Dazu kommen die wichtigen Anthocyane und Pflanzenfarbstoffe wie Catechin. 100 g Schwarze Johannisbeere haben 18 kcal.

Die Anthocyane der Beere sind ein wertvoller Helfer im Kampf gegen Demenz. Das Flavonoid ist ein starkes Antioxidant, stärkt das Immunsystem. bekämpft Freie Radikale und wirkt darüber hinaus entzündungshemmend. Es hilft Herz und Kreislauf. In der Schwarzen Johannisbeere sind diese Wirkstoffe am höchsten konzentriert.

Himbeere

100 g reife Himbeeren haben 34 kcal und 84 g Wasser. Sie enthalten sehr viel Vitamin C, Kalium und Calzium. Nennenswert ist auch ihr Gehalt an Magnesium. Mit 100 g Himbeeren kann ein Erwachsener seinen täglichen Bedarf an Vitamin C zu einem Drittel decken. Aus ihren Blättern wird auch ein heilender Tee zubereitet.

Sehr wichtig sind ihre Anthocyane und die Ellagensäure - Pflanzenfarbstoffe die krebshemmend sein sollen.

Himbeeren sind hilfreich bei Magen- und Darmentzündungen, sie sind entzündungshemmend und schweißtreibend. Ihre Pflanzenfarbstoffe wirken entzündungshemmend und bekämpfen Freie Radikale, stärken so das Immunsystem. Tee aus Himbeerblättern erleichtert den Geburtsvorgang und lindert Fieber. Außerdem sollen Himbeeren bei Depressionen helfen.

Heidelbeere

100 g Heidelbeeren haben 42 kcal und 84 g Wasser. Dazu kommen 5 g Ballaststoffe und etwa acht g Fruchtzucker. Heidelbeeren enthalten kein Cholesterin, viel Vitamin C, Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen. Besonders wichtig für ihre Naturheilkraft sind ihre Pflanzenfarbstoffe, die Anthocyane. Sie hat auch viele Gerbstoffe.

Die frischen Beeren regen die Verdauung an, während getrocknete Heidelbeeren gegen Durchfall gut sind. Heidelbeeren senken den Cholesterinspiegel, völlig ohne Nebenwirkungen. Wegen ihrer Gerbstoffe kann man sie äußerlich gegen Hautentzündungen einsetzen. Ihre Proanthocyanidine verhindern Blasenentzündungen. Heidelbeeren stärken das Immunsystem, schützen vor Herzinfarkt bei Kreislaufproblemen. Nach medizinischen Studien wurde erkannt, daß sie auch den Stoff Lutein enthalten, der schützt vor Nachtblindheit und vor der Makuladegeneration.

Holunder

Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Holunders sind viel Vitamin C, Pflanzenfarbstoffe und ätherische Öle, dazu kommen organische Säuren und Gerbstoff. Des weiteren hat er Vitamine der B-Gruppe, Kalium und Magnesium. Er hat nur wenig Kohlenhydrate und kein Fett. Einer der für die Gesundheit wichtigsten Vitalstoffe des Holunders sind Anthocyan und Cholin.

Holundersaft oder -tee gilt schon seit dem Altertum als schweißtreibendes und fiebersenkendes Mittel. Auch gegen Blasenleiden findet er Anwendung. Holunder wirkt blutreinigend, entzündungshemmend, pilztötend und krampflösend. Seine Pflanzenfarbstoffe bekämpfen Freie Radikale und stärken das Immunsystem. Außerdem erhöhen sie die Gehirnleistung. Er hilft auch bei Muskel- und Gelenkrheuma und gegen Arteriosklerose. Holundersaft ist so wertvoll für Ihre Gesundheit, daß Sie jetzt täglich 50 Milliliter trinken sollten.

Preiselbeeren

Hundert Gramm Preiselbeeren haben 36 kcal und fast 88 g Wasser, der Fettanteil liegt bei o,5 g. Dafür hat sie sehr viel Vitamin C, viel Magnesium, Kalium und Calcium. Dazu kommen Beta-Carotin, die Vitamine B 1, B 2 und B 3. Wichtig aber ist - wie bei fast allen Beeren - ihr hoher Gehalt an Anthocyan. Auch ihre Benzoe- und Salicylsäure ist für die Gesundheit wichtig.

Die Inhaltsstoffe der Preiselbeere sind wichtig bei der Vorbeugung und Behandlung von Blasen- und Harnwegwerkrankungen: Sie verhindern das Einnisten von Bakterien in die Schleimhäute. Priselbeeren stärken das Immunsystem, sie sind antibakteriell und sollen den Cholesterinspiegel senken.

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