Hilfe gegen Nervosität

Nervosität

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Wir brauchen Hilfe gegen die Nervosität - eine der verbreitetsten Krankheiten unserer Zeit. Allein mit der täglichen Nahrung kann man die Nerven nicht stärken. Da muss man noch auf andere wichtige Maßnahmen setzen, Ursachen und Symptome erkennen: Stress abbauen, Pause machen, das Wochenende zum Erholen nützen, Urlaub machen, wenn man sich kraftlos fühlt. Mehr Schlaf. Weniger rauchen, weniger Alkohol, weniger Kaffee. Lärm meiden. Termine absagen, sich nicht zuviel zumuten. Man muss etwas Wichtiges lernen: Einmal „Nein!“ sagen können. Vor allem muss man seine innere Unruhe bekämpfen.

Zitronenbad beruhigt Nerven

Ganz wichtig ist auch, dass man sich auf große Aufgaben gut vorbereitet, sich dafür Mut macht und sagt: Ich schaffe das. Man sollte am Abend vor einem anstrengenden Tag ein beruhigendes Wannenbad nehmen und mindestens 8 Stunden schlafen. Ideal dafür ist ein Zitronen-Bad. Man schneidet 8 Zitronen mit Schale in Stücke, weicht diese ein paar Stunden in kaltem Wasser ein und drückt sie dann durch ein Sieb ins Badewasser. Das dämpft Angst und Unruhe.

Und das sind natürliche Rezepte, mit denen man die Nerven stärken kann:

  • Melissentee: 1 Teelöffel Melissenblätter mit 1 Tassen Wasser übergießen, 8 Minuten ziehen lassen. Durchseihen. Lauwarm mit etwas Honig trinken.
  • Baldrian Tee: 1 Teelöffel Baldrian-Wurzeln in 1 Tasse kaltes Wasser geben, über Nacht stehen lassen. Durchseihen, anwärmen, trinken.
  • Johanniskraut Tee: 2 Teelöffel mit 1 Tasse Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, duchseihen, 2 - 3 Tassen am Tag trinken.
  • 1 El. Hopfen mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergießen. 10 Minuten ziehen lassen. Abends eine Tasse trinken.
  • In 1 Tasse Kamillentee, 2 Teelöffel Honig einrühren.
  • Passionsblumen Tee
  • Hopfenblüten Tee
  • Lavendelblütentee

Nervosität unterwegs schnell abbauen

Wenn man nicht die Zeit hat, Tees zuzubereiten, wenn man zum Beispiel unterwegs ist: Auch dann gibt es einfache Naturrezepte gegen Nervosität:

  • Honig : 1 Teelöffel im Mund zergehen lassen.
  • Geben Sie 3 Tropfen Lavendelöl in ein Taschentuch und immer wieder tagsüber daran riechen. Oder 5 Tropfen auf einen nassen Wattebausch, im Raum auf Teller auflegen. Die ätherischen, beruhigenden Öle aus der Luft einatmen.
  • Johanniskrautsaft: 2 Esslöffel in etwas Wasser verrührt trinken.
  • Oder Baldriansaft in derselben Menge.
  • 1 Banane essen.
  • 1 Teelöffel Bienen-Blütenpollen im Mund zergehen lassen.
  • Kardamom-Körner kauen.

Richtig Atmen hilft gegen Nervosität

Eine wichtige Rolle spielt auch das Atmen im Kampf gegen Nervosität: Man stellt oder setzte sich hin, schließt die Augen, greift mit der rechten Hand an den Puls des linken Armes. Dann atmet man 4 Pulsschläge lang ein und 4 Pulsschläge lang aus. Beim Einatmen füllt sich zuerst der unter, dann der obere Bauchraum, dann der untere und obere Brustraum mit Sauerstoff. Das Ausatmen beginnt dann wieder vom unteren Bauchraum bis in den oberen Brustraum. Das muss man sich genau vorstellen, während man atmet. Man kann auch mit einer Änderung des Lebensstils Nervosität bekämpfen.

Man kann auch mit einer Änderung des Lebensstils Nervosität bekämpfen

Man muss auf Zigaretten, zuviel Alkohol und Kaffee verzichten, sollte Pausen einlegen, abschalten lernen, die Freizeit zur Erholung nützen.  Es gibt auch eine klassische, einfache Körper-Übung aus der Psychotherapie, die unsere Nerven stärken kann:

  • Aufrecht auf einen Stuhl setzen. Die Füße auf den Boden stellen und gegen den Boden stemmen, sodass sich der Oberkörper von selbst aufrichtet. Die Hände liegen dabei auf den Oberschenkeln.
  • Nun beugt man sich nach vorn, soweit man sich dabei wohlfühlt und summt ein langes " UUUUUUUUUhhh!"
  • Schön wäre es, wenn man jetzt den Oberkörper auf die Oberschenkel auflegt, vornüber gebeugt bleibt und tief aus- und einatmet.
  • Nun die Füße wieder fest auf den Boden stemmen, wieder UUUUH summen und sich langsam, Wirbel für Wirbel aufrichten. Ausatmen, Summen, die Arme auf die Oberschenkel stützen, einatmen. Diese Übung sollte man mehrmals wiederholen. Manche Menschen haben danach Nerven wie Drahtseile.

Stärken Sie die Nerven mit Kräutern

Man kann die Nerven auch mit Kräuterbädern stärken: Man gibt Melissenextrakt, Melissentee oder Baldrian-Tee ins Wasser. Oder man verwendet einen Fichtennadelzusatz. Wichtig ist: Man muß danach 1 Stunde im Bett ruhen. Sehr bewährt hat sich das oben genannte Zitronen-Bad, das nicht zu den Kräuterrezepten zählt.

Selbstverständlich gibt es auch einen Akupressur-Griff gegen Nervosität. Suchen Sie an der rechten Hand die Handgelenks-Querfalte und gehen Sie genau von der Mitte dieser Falte drei Finger breit den Arm nach oben. Hier sitzt der Punkt KS 6. Genau in der Mitte setzen Sie den Daumen der linken Hand an, lassen ihn leicht kreisen und drücken dabei. Machen Sie das ein bis zwei Minuten und wiederholen Sie die Übung mehrmals.

Und das sind einfache, aber wirksame Entspannungsübungen gegen Nervosität:

  • Legen Sie sich in einen dunklen Raum. Gehen Sie früh zu Bett. Genießen Sie beruhigende Musik. Mozart hilft zum Beispiel großartig gegen Nervosität.
  • Eine andere Übung gegen innere Unruhe: Setzen Sie sich aufrecht hin, drücken Sie die Zungenspitze gegen den Gaumen. Atmen Sie durch die Nase ein und durch den Mund aus und legen Sie dabei die Fingerspitzen beider Hände fest aneinander. Die Übung sollte eine Minute lang dauern.

Und das sind alte, bewährte Hausmittel gegen Ursachen und Symptome von Nervosität:

  • 1 Glas warme Milch mit Honig, langsam trinken.
  • 1 ungeschälten Apfel klein schneiden, mit 1/2 Liter kochendem Wasser übergießen , 1 Stunde ziehen lassen, mit Honig süßen, langsam trinken. Man nannte das früher Großmutters Apfeltee.

Wichtig ist ein ausführliches Gespräch, damit der Arzt herausbekommt, in welcher Situation die Nerven angespannt sind. Daraus ergeben sich oft bereits nützliche Lösungs-Stategien.

Es gibt auch eine Kombinations-Behandlung am Körper und am Geist: mit Energie-Arbeit, Atem-Massage. Das ist wichtig für das Bewusstmachen von Situationen und Verhaltensmustern, welche nervös machen.

Medikamente werden heute nur im Notfall gegeben. Nur dann, wenn die Lage sehr bedenklich ist und keine Zeit für eine langfristige Behandlung ist. Und wenn man sieht, dass sich aus der Nervosität eine Krankheit entwickeln kann. Zum Beispiel Herzrhythmus-Störungen.

Wenn ein Kind unter nervösen Zuständen leidet, sollten Eltern unbedingt zum Arzt gehen. Denn es kann in der Folge bei Mädchen und Jungen durch innere Unruhe zu gesundheitlichen Problemen kommen.  Beachten Sie diese Ursachen und Symptome: Essstörungen, Nägelkauen, dauerndes Zucken der Mundwinkeln, zum Haare-Raufen. Je früher man hier medizinisch oder psychotherapeutisch eingreift, desto eher kann das Problem gelöst werden.