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Heuschnupfen: Kinder immer anfälliger

Klimawandel, Umweltverschmutzung, ein immer längerer Pollenflug rufen in verstärktem Umfang Allergien hervor: Und diese Allergien greifen unsere Kinder an. Untersuchungen des Robert-Koch-Instituts haben ergeben, daß bereits 9% aller Kinder zwischen 0 und 17 Jahren allergisch reagieren und unter Heuschnupfen leiden: Tränende und juckende Augen, laufende Nase und ständiger Niesreiz sind die äußeren Anzeichen. Ein geschwächtes und aus der Bahn geworfenes Immunsystem die inneren. Warum das so ist, was da passiert, wie Sie Kindern helfen können.

 

Zuviel Sauberkeit macht allergisch

Allergische Rhinitis (Heuschnupfen) ist bei Neugeborenen unbekannt, sie tritt erst ab etwa dem 3. Lebensjahr auf. Dann meistens als ständig wiederkehrender Heuschnupfen, der Lebensqualität und Leistungsvermögen stark beeinträchtigt. Die Ursachen für diese Zunahme liegen in unserer sich ständig verändernden Umwelt, in der Umweltverschmutzung, im Klimawandel - und im übertriebenen Sauberkeitsbedürfnis, das Kindern schon als Baby beigebracht wird.

Luftverschmutzung und der immer stärker werdende Pollenflug, dessen Zeitdauer sich durch die Klimaerwärmung noch dazu ständig verlängert treffen auf ein immer schwächeres Immunsystem, vor allem bei Großstadtkindern. Das Immunsystem der Kinder ist schlecht trainiert, weil wir die hygienischen Bedingungen ständig verbessern und alles tun um unsere Kinder vor einem Kontakt mit Bakterien und Parasiten zu schützen. So verlernt es, sich gegen Angreifer zu wehren. Umgekehrt ist es so: Je öfter Kinder der Gefahr von Infektionen ausgesetzt sind, desto niedriger ist ihre Anfälligkeit für Allergien. Deshalb sind oft jüngere Geschwister abwehrstärker als Erstgeborene. Allerdings scheint auch eine genetische Vorbestimmung bei der Allergiegefährdung eine Rolle zu spielen.

So bewahren Sie Ihr Kind vor dem Heuschnupfen

Was aber können Sie nun tun, um Ihr Kind gerade vor dem Heuschnupfen zu schützen? Da gibt es paar ganz einfach, aber gute Tipps und Naturarzneien:

  • Informieren Sie sich über die Stärke des Pollenflugs (Zeitung, Radio, Internet). Ist starker Pollenflug angesagt, dann darf Ihr Kind im Freien herumtoben, bis es körperlich erschöpft ist.
  • Achten Sie darauf, daß Ihr Kind nicht in Kontakt mit Zigarettenrauch kommt.
  • Katzen, Meerschweinchen und Kaninchen sind zwar niedlich, lösen aber Allergien aus.
  • Allergieauslösende Hausstaubmilben können Sie durch verstärke Sauberkeit und den richtigen Bodenbelag (keine Teppichböden) vermeiden.
  • Passen Sie Ihre Lüftgewohneiten dem Pollenflug an: Auf dem Land abends und in der Stadt morgens bis 8.00 Uhr - da fliegen die wenigsten Pollen.
  • Waschen Sie Ihrem Kind vor dem Schlafengehen im Sommer die Haare aus.
  • Lassen Sie es nicht bei offenem Fenster schlafen. Wenn doch, dann ab 4.00 Uhr morgens schließen - der Pollenflug beginnt.
  • Halten Sie sich mit Kindern viel im Laubwald auf, der filtert die Pollen der Wiesen.
  • Besorgen Sie sich Pollen-Schutzgitter für die Fenster.

Heuschnupfen muß ernst genommen werden, denn er kann sich bei Kindern zu Asthma entwickeln, wenn die Allergie nicht behandelt wird. Lassen Sie sich deshalb auf jeden Fall vom Arzt beraten, wie Sie vorgehen sollen.

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