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Helicobacter: So besiegen Sie die Krankheit

Zuerst wird der Magen "sauer", dann beginnt er zu schmerzen. Nach einiger Zeit haben Sie es mit einer Magenschleimhautentzündung zu tun, vielleicht sogar mit einem Magengeschwür.Und wenn es ganz schlimm kommt, dann entwickelt sich Magenkrebs. Die Ursache: Sie haben eine Mageninfektion durch Helicobakter pylori. Der Keim Helicobacter pylori wurde erst 1982 entdeckt, denn bis dahin hatte es die Wissenschaft für unmöglich gehalten, das Keime im tödlich sauren Milieu des Magens existieren können. Alles über Helicobacter pylori - und was Sie dagegen tun können.

Fast jeder zweit Mensch weltweit hat diesen Keim in sich, in Deutschland jeder vierte Erwachsene. Die meisten infizieren sich bereits in der Kindheit“, sagt der Mikrobiologe Dr. Erik Glocker, Leiter des Nationalen Referenzzentrums Helicobacter an der Universitätsklinik Freiburg. „Viele Menschen glauben immer noch, dass die Infektion auf mangelnde Hygiene zurückzuführen ist. Diese hat damit aber nichts zu tun.“ Warum nun ist der Helicobacter pylori so gefährlich für Menschen?

Der Keim hat einen Überlebensmechanismus ejntwickelt, der ihn gegen die Säurekonzentration im Magen immun macht. Er bohrt sich in  die Magenwand und verursacht dort eine Entzündung. Diese entwickelt sich zu einer Magenschleimhautentzündung, daraus kann ein Magengeschwür werden. Manche Werten des Hilocobakter sind noch gefährlicher. Manche Keime können feindliche Eiweiss-Stoffe in die Magenwand injizieren, dadurch verändern sich die Zellen, sie entarten, Krebs kann entstehen.

Die Wissenschaft hat inzwischen gesicherte Erkenntnisse, das 95 Prozent aller Zwölffingerdarm- und 60 Prozent der Magengeschwüre durch Helicobacter entstehen. Aber es gibt natürlich auch andere Komponenten, die bei der Entstehung dieser Krankheiten eine Rolle spielen. Das kann eine zu zucker- und fetthaltige Ernährung sein. Dazu gehört auch ein zu starker Nikotinmissbrauch. Starke Ruches sind anfälliger für Magenkrankheiten. Besonders vorsichtig muss vor allem bei der Anwendung von Schmerzmitteln sein. Dazu gehören Acetylsalicylsäure (Aspirin) oder auch Diclofenac. Die Wirkstoffe erhöhen bei einer längerfristigen Einnahme die Empfindlichkeit der Magenschleimhaut. Ganz sicher ist auch chronischer Stress mitverantwortlich für Magenkrankheiten.

Einen sicheren Schutz vor Heliobacter gibt es bisher nicht. Jeder kann sich mit dem Bakterium anstecken. Wie genau die Ansteckung vor sich geht ist noch unbekannt.  Vermutlich stecken sich Menschen schon im Kindesalter an. Der Keim wird von Mund zu Mund weitergegeben, zum Beispiel, von der Mutter zum Kind. Aber auch der Kontakt mit Ausscheidungen kommt infrage. Deshalb zählen Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüre auch zu den Infektionskrankheiten.

Wenn Sie an einer Magenschleimhautentzündung oder einem Magengeschwür durch Helicobacter leiden, dann kann das inzwischen vom Arzt durch einen einfachen Atemtest festgestellt werden. Die Behandlung erfolgt durch eine Kombination von Antibiotika. Aber Sie selbst können durch ganz natürliche Mittel und Methoden verhindern, das Sie erkranken und das Sie bei der Therapie unterstützend tätig werden:

Vermeiden Sie möglichst sehr zucker- oder fetthaltige Speisen. Reduzieren Sie vor allem den Genuss von hochprozentigem Alkohol. Geräuchertes und gepökeltes Fleisch und alle industriell verarbeiteten Lebensmittel sollten strikt gemieden werden.

  • Um Ihren Säure-Basenhaushalt zu regulieren sollten Sie ein Entsäuerungsprogramm machen (da berät Sie gerne Ihr Apotheker).
  • Der tägliche Genuss von Leinöl hat eine hervorragende geschwürhemmende Wirkung im Magen. Ein bis drei EL täglich genügen schon.
  • Besonders hilfreich sind folgende Lebensmittel: Weißkohl (auch als Saft), Brokkoli, Rettich und Radieschensprossen. Auch der Knoblauch darf bei dieser Aufzählung nicht fehlen.
  • Manche naturheilkundlichen Therapeuten empfehlen zur Eradikation des Helicobacters die folgenden natürlichen antibakteriell und antioxidativ wirksamen Massnahmen: Grapefruitkernextrakt, Manuka-Honig und Zistrosentee.
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