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Hausmittel gegen Schuppen

Hausmittel gegen Schuppen

© Marek Tihelka - Istockphoto.com

Eine Situation, die fast jeder von uns kennt: Man trifft in Gesellschaft einen Bekannten in dunkler Kleidung. Auf den Schultern und am oberen Rückenansatz: überall Haarschuppen, deutlich auf dem dunklen Stoff sichtbar. Man findet es ekelig. Aber keiner sagt etwas. Über Schuppen redet man nicht. Ein Tabu-Thema. Wer unter Schuppen leidet, ist bedauernswert. Er muss zum Arzt. Denn man kann Schuppen - meist sogar mit Naturmedizin - in den Griff bekommen.

Eine wissenschaftliche Studie des Münchner Meinungsforschungs-Institutes EMNID hat ergeben: 67,3 Prozent der Befragten empfinden Schuppen als unappetitlich und abstoßend. Rund 60 Prozent halten Menschen mit starkem Schuppen-Befall für ungepflegt. Und 96,5 Prozent sind der Meinung, dass man gegen Schuppen sofort etwas unternehmen sollte.

Auch wenn es Betroffene nicht glauben können: Es ist wichtig, dass es Kopfschuppen gibt. Sie sind das Ergebnis eines Vorganges, der unzählige Male im menschlichen Organismus abläuft. Unsere Haut erneuert sich ständig. Dabei werden alte Zellen nach oben transportiert und verhornen an der Oberfläche. Das dauert etwa 28 Tage. Das nennt man Abschilferung. Normalerweise bemerkt den Vorgang niemand, weil die Zellen so winzig klein sind, dass man sie nur unter dem Mikroskop sieht.

Eine Ursache: Zu viel Fast-Food

Bei sichtbaren Schuppen läuft etwas schief. Der Abschilferungsprozess ist extrem beschleunigt. Dadurch sind die Hornschichtzellen nicht ausgereift, verfügen noch über eine Art Kleber, sodass viele Zellen zusammenkleben. So entstehen die hässlichen, großen Schuppen. Sie werden zur Plage.

Meist werden die Schuppen durch den Hefepilz Malassezia furfur verursacht. Er kommt in der Bakterien-Flora jeder Kopfhaut vor, kann sich aber durch trockene Heizungsluft, Stress, durch aggressive Haarpflegemittel, durch Stoffwechsel- und Hormon- Störungen stark vermehren.

Auch eine übermäßige Haarpflege mit falschen Mitteln, zu häufiges Haarewaschen mit aggressiven Anti-Schuppen-Shampoos reizt die Haut zusätzlich, sodass sie zu jucken und schuppen beginnt. Es kann aber auch der Lebensstil schuld daran sein, dass man Schuppen bekommt. Zu langes Arbeiten, zu viele Feste, zu wenig Schlaf und viele Besuche am Schnell-Imbiss-Stand mit Fast Food können Schuppen auslösen.

Grundsätzlich gilt die Regel: Wann immer Sie Schuppen in Ihren Haaren entdecken, sollten Sie den Hautarzt aufsuchen. Ganz besonders dann, wenn Sie auch rote Stellen sehen, oder wenn sich Pusteln zwischen den Haaren bilden.

Hilfe gegen Schuppen mit Hausmittel

Abgesehen von einer gezielten Behandlung sollten Sie einige Maßnahmen in Ihrem Leben setzen:

  • Sorgen Sie für genügend Schlaf.
  • Achten Sie auf ausgewogene, vielseitige Ernährung mit reichlich Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Vor allem auf das Spurenelement Zink sollten Sie achten. Sie finden es in Haferflocken, Meeresfisch, Austern, Vollkornprodukten und Hühnerfleisch, speziell Brustfleisch.
  • Wenn Sie gerade eine Diät durchführen und Schuppen bekommen, dann hören Sie sofort auf.
  • Mischen Sie eine halbe Tasse Olivenöl mit Meersalz, die Kopfhaut einreiben, ca. eine halbe Stunde einwirken lassen, sehr gut auswaschen.
  • Bemühen Sie sich, Probleme zu beseitigen, die Ihre Seele belasten. Wenn Stress und Ängste Ihr Leben beherrschen, müssen Sie nachdenken, was Sie ändern können.
  • Verwenden Sie Ihre Freizeit zur totalen Entspannung. Legen Sie sich in die Badewanne oder suchen Sie andere Möglichkeiten, abzuschalten: Meditation, Autogenes Training, Yoga.
  • Gehen Sie besonders sorgsam mit Ihren Haaren um. Halten Sie alle Kämme und Bürsten sauber. Reinigen Sie regelmäßig Hüte, Mützen, Kappen, Kopftücher, Stirnbänder und Schmuckkämme.
  • Bevor Sie die Haare waschen, müssen Sie sie vorher gründlich mit Wasser spülen, damit die Schuppen - so gut es geht - entfernt werden.
  • Die Wassertemperatur beim Haarewaschen darf nicht heiß, sondern nur lauwarm sein. Heißes Wasser entzieht der Haut Fett.
  • Auch beim Föhnen nicht zu nahe an den Kopf und nicht zu heiß. Föhnhitze reizt die Kopfhaut. Besser ist Lufttrocknen an der Sonne.
  • Nach dem Haarewaschen sollten Sie immer gut und lange mit Wasser spülen. Restbestände von Shampoos können Schuppenbildung anregen.
  • Besonders gefährlich ist es, die Haare mit herkömmlicher Seife zu waschen. Seifenreste, die zurückbleiben, reizen die Kopfhaut und fördern die Schuppenbildung.
  • Beim Kämmen und Bürsten: kein Metall und keine spitzen Borsten einsetzen.

Forscher und Ärzte konzentrieren sich in den letzten Jahren beim Kampf gegen die Schuppen-Plage in erster Linie auf die Kraft von ganz bestimmten Heilkräutern. Da gibt es zwei „sanfte“ Kuren auf natürlicher Kräuterbasis entwickelt:

Anti-Schuppen Kur Nr. 1

Bei trockenen Schuppen ohne Rötungen der Kopfhaut hilft die Huflattich-Lotion sowie ein Huflattich-Shampoo ( Apotheke ). Beide enthalten neben dem reizmildernden und entzündungshemmenden Huflattich ätherische Öle aus der Klettenwurzel und Zitronenmelisse. Die Klettenwurzel wirkt reizhemmend, die Zitronenmelisse beruhigt die Kopfhaut.

Wichtig in der Anwendung: Man darf nicht zuviel vom Shampoo verwenden, höchstens eine Portion in der Größe einer Walnuss, bei kurzem Haar genügt die Menge einer Haselnuss. Beim Spülen sollte man doppelt soviel Zeit anwenden, wie man das Shampoo einmassiert hat. Speziell bei der Schuppen-Therapie muss man darauf achten, dass keine Shampoo-Reste zurückbleiben.

Wenn man ein Anti-Schuppen-Shampoo anwendet, muss man es länger als normal einwirken lassen. Nur so können die Inhaltstoffe der Heilkräuter intensiv wirken.

Anti-Schuppen Kur Nr. 2

Bei fettigen, groben, stark anhaftenden Schuppen mit Rötungen und Juckreiz wirkt in erster Linie ein Weidenteer-Shampoo ( Apotheke ) . Das Weidenteeröl ist mit Thymianöl, Schwefel und Salicylsäure kombiniert. Das Shampoo löst die Schuppen schonend von der Kopfhaut ab, wirkt antiseptisch und stoppt die Überproduktion der Talgdrüsen.

Bereits nach 6 Mal Haarewaschen mit dem Huflattich-Shampoo und intensivem Einmassieren des Shampoos ist die Schuppenmenge oft innerhalb von zwei Wochen um zwei Drittel reduziert. Bei den schwerer zu behandelnden fettigen Schuppen gibt es nach 3 Wochen Pflege mit Weidenteer-Shampoo ebenso deutlich sichtbare Erfolge. Noch schneller sind die Schuppen oft eliminiert, wenn zum Weidenteer-Shampoo zusätzlich eine Huflattich-Lotion bei der Haarpflege eingesetzt wurde. Wichtig ist, dass die Heilkräuter für die Antischuppen-Kuren aus biologischem Anbau kommen.

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