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Halsschmerzen Hausmittel

Halsschmerzen sind die allerersten Vorboten fast jeder Erkältung, werden oft nicht ernst genommen. Mal ist es warm, dann pfeift ein eisiger Wind, wir sind eigentlich fast immer falsch angezogen, weil das Wetter so schnell wechselt. Husten, Schnupfen und Halsschmerzen sind die Folge. Aber Halsschmerzen müssen sofort bekämpft werden. Nehmen Sie die Warnung Ihres Körpers nicht ernst, bricht die Erkältung aus und ist oft nicht mehr zu stoppen. Wer in seinen Körper hinein horcht und rechtzeitig etwas tut, der bleibt in vielen Fällen gesund.

Grippe & Erkältung - Halsschmerzen Hausmittel Foto:© Adam Gregor - Fotolia.com
© Adam Gregor - Fotolia.com

Gerade abends oder nachts im Bett spürt man es ganz deutlich: Man hat einen trockenen, schmerzhaften Hals. Die meisten, die diese erste Warnung verspüren, nehmen das nicht ernst und tun vorerst gar nichts. Die Folge: Ein paar Stunden später – oder am nächsten Morgen – ist die Erkältung voll da und oft nicht mehr zu stoppen.

Woher kommen die Halsschmerzen?

Aus einer Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation geht hervor: Die Haupteintrittspforte für Viren und Bakterien im Zuge einer Erkältungsinfektion ist der Mund- und Rachenraum. Man wird angehustet, angeniest. Man gibt jemand die Hand und empfängt dabei Millionen von Krankheitserregern, fährt sich mit dieser Hand dann an den Mund. Das erklärt auch, warum fast alle Erkältungen mit beißenden, scharfen Halsschmerzen beginnen. Sind Erreger eingedrungen und wollen sich in den Schleimhäuten festsetzen, beginnt im Rachenraum die lokale Immun-Abwehr. Die erste natürliche Reaktion: Die Durchblutung der Schleimhäute wird verstärkt. Wenn nun aber trotzdem bereits Viren in den Mund eingedrungen sind, so vermehren sie sich binnen 24 Stunden explosionsartig und rufen in den Schleimhäuten Entzündungen hervor. Die Schleimhäute schwellen an. Dadurch entsteht ein Druck auf bestimmte Nervenenden. Und dieser Druck verursacht die quälenden Halsbeschwerden. Der Betroffene verspürt ein Kratzen im Hals sowie ein trockenes Gefühl, oft mit Heiserkeit verbunden.

Gegen Halsschmerzen gibt es gute Hausmittel

Wichtig ist bei allen,dass man sie so früh wie möglich anwendet:

Salbei-Tee

Bereiten Sie Salbeitee zu und gurgeln Sie jede Stunde mit 1/4 Liter. Und so bereiten Sie den Tee zu: 1 Esslöffel getrocknete Salbeiblätter ( Apotheke, Reformhaus) wird mit 1 Tasse kochendem Wasser übergossen, 8 Minuten zugedeckt ziehen lassen, durchseihen, lauwarm und ungesüßt verwenden.

Heiße Kartoffeln

Das bedeutet: Auch wenn es sich vorerst bloß um scheinbar harmlose Halsschmerzen handelt: Sobald Fieber auftritt und die 38 Grad Celsius-Marke überschreitet, dann sollte man sofort einen Arzt aufsuchen. Das wäre auch wichtig, wenn auf den Mandeln im Gaumen kleine weiße, punktförmige Ablagerungen zu sehen sind. Ernst zu nehmen ist die Sache auch dann, wenn die Lymphknoten im Hals anschwellen und auf Druck Schmerzen bereiten. Und wenn deutliche, schmerzhafte Schluckbeschwerden auftreten. Früher war es üblich, fünf Pellkartoffel zuzubereiten. Diese wurden mit einer Gabel zu einem Brei zerdrückt, in ein feuchtes Baumwolltuch eingeschlagen, um den Hals gelegt und mit einem zweiten trockenen Baumwolltuch fixiert. Was ist das Besondere an diesem Hausmittel? Die gleichmäßige Wärme fördert im Halsbereich die Durchblutung. Dadurch wird die Immunkraft in den Schleimhäuten aktiviert. Das wieder führt dazu, dass Viren und Bakterien daran gehindert werden, sich zu vermehren und zu verbreiten.

Gurgeln mit Aloe-vera hilft

Heute wartet die Apotheke mit einem reichen Angebot an verschiedenen natürlichen Gurgel-Lösungen auf. Da gibt welche, die aus Salbei und aus Thymian zubereitet wurden. Sehr bewährt aber hat sich das Aloe-vera-Gel oder der Saft aus der Aloe vera Barbadensis. Der Hauptwirkstoff Acemannan im Gel des Aloe-vera-Blattes bekämpft die Entzündungen im Rachenraum und beruhigt die Schleimhäute. Man kann das selbst testen:Wenn man nachts mit Halsschmerzen wach wird, sollte man sofort mit purem Aloe-vera Saft einige Minuten gurgeln. Dann geht man wieder zu Bett. Wenn man am nächsten Morgen aufsteht, sind in den meisten Fällen die Halsschmerzen vollkommen verschwunden. Man hat mit Aloe-vera Saft die Erkältung abgefangen und im Keim erstickt. Was sollte man tun, wenn die Halsschmerzen tagsüber – wie aus heiterem Himmel – auftauchen? Da sollte man vernünftig reagieren. Also: Nicht wie gewohnt weiterarbeiten und Termine absolvieren. Ziehen Sie die Notbremse und ruhen Sie sich aus. Gehen Sie nach Hause. Der drohende Infekt belastet den Organismus. Der braucht jetzt Zeit zum Kräfte sammeln. Das bedeutet: Schluss mit Stress, Ärger, Diskussionen. Man muss sich bewusst sein, dass man alles tun sollte, um eine schwere Erkältung zu verhindern.

Feuchte Luft ist wichtig

Egal, ob man mit Schongang am Arbeitsplatz bleibt oder sich doch nach Hause begeben hat: Sorgen Sie dafür, dass die Raumluft einen Feuchtigkeitsgrad von 50 bis 60 Prozent erreicht. Man kann das auf einem sogenannten Hygrometer ablesen. Trockene Raumluft bekämpfen Sie, indem Sie feuchte Tücher aufhängen, Wasserschalen auf die Heizung stellen oder ein Luftbefeuchtungsgerät aufstellen. Auch großblättrige Zimmerpflanzen spenden Feuchtigkeit. Außerdem sollte man bei Halsschmerzen reichlich lauwarmes Wasser trinken. Zu kalte und zu heiße Getränke schaden den Schleimhäuten und der Viren-Abwehr.

Halten Sie den Hals warm

Wer unter Halsschmerzen leidet, wird sich kaum ins Bett legen. Dafür sind die ersten Erkältungssymptome zu harmlos. Aber es ist wichtig, ab sofort draußen eine Kopfbedeckung und warme Kleidung zu tragen. Auch wenn die erste Frühjahrssonne trügerisch scheint. Wichtig ist auch ein warmer Schal. Bei Halsschmerzen ist es nicht ratsam, sich von der warmen Sonne bestrahlen zu lassen. Dabei sinkt meist die Immunkraft und der klassischen Erkältung steht auch in dieser Jahreszeit nichts mehr im Wege.

Man kann Halsschmerzen leicht und schnell aus der Welt schaffen, wenn man sich unterstützend gesund ernährt. Das heißt: Der Körper braucht ein Mehrangebot an Vitaminen und Mineralstoffen. Bauen Sie Orangen, Kiwis, Paprikaschoten, Sauerkraut und Pellkartoffeln in den Speiseplan ein.

noch mehr Hausmittel

  • Streichen Sie 1/4 Kilo zimmerwarmen Quark fingerdick auf ein Leinentuch auf und legen Sie das Tuch mit der Quarkseite an den Hals. Darüber binden Sie ein trockenes zweites Tuch. Lassen Sie den Quark über Nacht einwirken. Er wird am nächsten Morgen trocken, fest und gelb bis bräunlich verfärbt sein. Ein Zeichen, dass dadurch die Wärme der Auflage über die Haut Giftstoffe ausgeschieden wurden.
  • Konsumieren Sie alle Getränke, die Sie zu sich nehmen, nicht zu heiß und nicht zu kalt. Getränke und Suppen sollten nur lauwarm sein. Sehr bewährt gegen Halsschmerzen hat sich ungesüßter Eibischwurzeltee.
  • Nicht sinnvoll ist ein altes Hausrezept aus alten Gesundheits-Büchern vergangener Zeiten: warme Milch mit Honig trinken. Bitte, tun Sie das nicht. Das fördert die Verschleimung im Rachen.
  • Ein kurioses Hausmittel ebenfalls aus alten Zeiten, das aber oft verblüffend wirkt: Bereiten Sie 3 duftende Bratäpfel im Backofen zu - am besten mit etwas Honig bestrichen - und essen Sie alle 3 hintereinander, sobald sie lauwarm sind. Vermutlich werden dabei im Fruchtfleisch und in der Schale der Äpfel bestimmte Enzyme aktiviert, welche den Selbstheilprozeß in den Hals-Schleimhäuten anregen und beschleunigen.
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Zwei schnelle Rezepte gegen plötzlich einsetzende Halsschmerzen:

Großmutters Hausrezept …

Unsere Großmütter sorgten dafür, dass der Halsschmerz-Patient in der Familie sofort mit lauwarmem Salbeitee gurgeln konnte. Sehr beliebt war es auch, in einem Glas mit lauwarmem Wasser 2 Teelöffel Kochsalz aufzulösen. Auch damit hat man gegurgelt.

… und die Kochsalzlösung 

Warum funktioniert das Rezept mit der Kochsalzlösung? Sobald man damit intensiv gegurgelt hat, wird die Sekretbildung in den Schleimhäuten angeregt. Und feuchte Schleimhäute können sich besser gegen Viren wehren. Trockene Schleimhäute hingegen können zu Tummelplätzen für Krankheitserreger werden. Wer kein Freund solcher Hausmittel ist, der denkt oft bereits bei Halsschmerzen an den Einsatz von Antibiotika. Das ist sicher zu früh und macht keinen Sinn. Halsschmerzen als Start einer Erkältung werden fast immer von Viren ausgelöst. Antibiotika können gegen Viren nichts ausrichten. Sie werden nur gegen Bakterien aktiv, aber dann nur mit Erfolg, wenn keine Antibiotika-Resistenz vorliegt. Bakterien lernen schnell, für ein Antibiotikum unbesiegbar zu werden. In diesem Fall kann der Einsatz von Antibiotika oft nur unangenehme Nebenwirkungen bringen. Die Darmflora ist kaputt und muss neu aufgebaut werden.

Lutschtabletten wirken gut

Es gibt eine Alternative. Zur Behandlung von Halsschmerzen stehen heute anstelle von Antibiotika sogenannte Antiseptika zur Verfügung. Unter Antisepsis versteht man in der Medizin die gezielte Abtötung von Mikroorganismen in den Schleimhäuten: Viren, Bakterien, Pilze. Da Antiseptika nur an der betroffenen Oberfläche desinfizierend wirken, belasten sie den Körper nicht unnötig und sind meist auch sehr gut verträglich. Darum werden in der Apotheke Halstabletten zum Lutschen angeboten. Und mancher mag sich schon gefragt haben: Helfen denn die tatsächlich? Die moderne Forschung hat es geschafft, Antiseptika in zuckerfreien Halstabletten zu verarbeiten, mit denen man den Schmerz stillen und Erreger beseitigen kann. Die effiziente Doppelwirkung dieser Halstablette beruht auf den besonderen Eigenschaften der Hauptwirkstoffe: Zwei davon sind starke Antiseptika. Sie töten die in die Rachenschleimhaut eingedrungenen Bakterien und Viren. Damit wird die Ursache der Beschwerden beseitigt und gleichzeitig einer bakteriellen Folgeinfektion wie etwa einer Mandelentzündung vorgebeugt. Zu den beiden Antiseptika kommt noch als dritter Wirkstoff Levomenthol ins Spiel. Er ruft einen sofortigen kühlenden und schmerzlindernden Effekt hervor. Das Schlucken wird wieder leichter. Die lästigen Beschwerden lassen rasch nach.

Eine neue Studie bestätigt die hochaktiven Wirkstoffe in diesen Halstabletten (Neo-angin, zuckerfrei, rezeptfrei, nur in Apotheken). Die Probanden mit Halsschmerzen lutschten 6 Mal täglich im Abstand von 2 Stunden die Tabletten. Nach 3 Tagen waren mehr als 80 Prozent der mit den roten Halstabletten behandelten Patienten komplett beschwerdefrei. Je früher man die Halsschmerzen entdeckt und behandelt, desto schneller kriegt man sie in den Griff. Und je eher man die Halstabletten einsetzt, desto effizienter ist die Wirkung. Gleichzeitig regen sie den Speichelfluss an, womit ein Austrocknen der Schleimhäute verhindert wird. Es gibt also keinen Grund, über einfache Halstabletten aus der Apotheke mitleidvoll zu lächeln. Sie haben im Kampf gegen erste Erkältungssymptome durchaus ihre Berechtigung.

 

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