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Gurken und Tomaten schützen vor Krebs und Bakterien

Gurken und Tomaten schützen vor Krebs und Bakterien

© foodandmore - Fotolia.com

Im Sommer sollten wir ganz besonders auf unsere tägliche Flüssigkeitszufuhr achten: für Kreislauf , Stoffwechsel, für gesunde Nieren, eine gesunde Blase, für geistige Fitness und gute Laune. Es geht aber dabei nicht nur darum, viele Getränke zu konsumieren. Wir sollten auch feste Nahrung bevorzugen, die viel Wasser enthält. Dazu zwei Gemüsesorten, die jetzt überall auf den Märkten preiswert angeboten werden: Gurken und Tomaten. Sie liefern nicht bloß reichlich Flüssigkeit, sondern auch eine besonders wertvolle Flüssigkeit.

Tomaten entschärfen Krebserreger

Der Hauptwirkstoff im Saft der Tomaten ist das Lycopin. Das ist der rote Farbstoff. Lycopin schützt die Außenwand unserer Körperzellen, aber auch Substanzen in der Zelle, die sogenannten Organellen. Damit werden die Zellen stark gegen Bakterien, Pilze, Viren, Umweltgifte und auch gegen Krebsgefahr.

Wenn wir krebserregende Stoffe über die Nahrung aufnehmen, so werden sie vom Lycopin der Tomaten neutralisiert und entschärft. Ein Beispiel: Wenn ich Räucherspeck esse, der mit Nitratsalzen hergestellt wurde, dann wandeln sich diese Nitratsalze - also die Nitrate und Nitrite - bei der Verdauung in unserem Körper in Nitrosamine. Und das sind krebserregende Stoffe. Wenn ich Tomaten dazu essen, dann verhindert das Lycopin die Umwandlung der Nitrate in die krebserregenden Nitrosamine.

Sehr wichtig : Diese zellschützende Wirkung gibt es nur in den dunkelroten, reifen Tomaten in optimaler Form. Vorher ist das Lycopin nur in geringen Mengen vorhanden und daher kaum aktiv.

Noch etwas ist ganz wichtig: Das Lycopin in den Tomaten ist fettlöslich. Es wirkt also nur, wenn man die Tomaten mit etwas Olivenöl genießt, oder wenn man ein Butterbrot dazu isst. Ideal, wenn man aus Tomaten einen Salat zubereitet und zum Anrichten ein gutes Pflanzenöl verwendet.

 

Erhitzte Tomaten sind besonders wirksam

Ganz besonders wirksam wird das Lycopin in den Tomaten als Schutzstoff, wenn man sie erhitzt. Eine Empfehlung amerikanischer Wissenschaftler der Tufts Universität in Boston: 5 Tomaten in kleine Stücke schneiden, mit einem Esslöffel Öl in einem Topf bei kleiner Hitze 10 Minuten schmoren lassen. Eine sehr gesundheitsfördernde Beilage, um das Krebsrisiko zu senken und sich stark gegen Umweltgifte zu machen. Aber auch in der Tomaten-Soße, Tomaten-Saft oder im Ketchup wird das Lycopin optimal wirksam.

Tomaten enthalten außer Lycopin sehr viel Vitamin C. Mit 4 Tomaten hat man 2 Drittel des Tagesbedarfes abgedeckt. Tomaten liefern viel Folsäure, schützen daher die schwangere Frau vor Fehl- und Frühgeburten, Mann und Frau vor Herz-Problemen,die durch einen zu hohen Homocystein-Spiegel im Blut entstehen. Das trifft vor allem auf Menschen zu, die zuviel Eiweiß zu sich nehmen,zuviel Fleisch essen. Tomaten haben außerdem interessante Mengen am Spurenelement Selen, wichtig für die Immunkraft und Krebsvorbeugung. In Tomaten ist aber auch Magnesium,Kalium und Mangan enthalten, weiters das Nerven-Vitamin B 1, Vitamin B 6 und E.

Wer Tomaten als Durstlöscher nützt, kann Herz und Kreislauf stärken, kann den Schaden vom vielen Süßigkeiten Naschen beheben, kann länger jung bleiben, das Bindewebe festigen, die Laune verbessern und hat auch bessere Chancen, abzunehmen.

 

Gurken: Kalorienarm und sehr gesund

Ein noch besserer Durstlöscher unter den heimischen Gemüsesorten sind die Gurken. Die Gurke besteht bis zu 95 Prozent aus Wasser. Wer in der warmen Jahreszeit grundsätzlich zu wenig trinkt, kann hier mit dem Genuss von Gurken sehr viel aufholen. In den Mittelmeerländern hat man die Gurke immer schon die „Wasserflasche aus dem Gemüsegarten“ genannt. Sie war immer schon als Durstlöscher seht geschätzt.

Jeder kann das in der Praxis testen: Wer an einem heißen Tag - etwa auf einer Wanderung oder am Strand - Durst hat, der braucht nur in eine knackige Gurke zu beißen. Das erfrischt enorm. Dazu kommt noch,dass mit dieser Gurkenflüssigkeit viele Elektrolyte in den Körper kommen, die es mit jedem Sportler-Drink aufnehmen können.

Ganz wichtig ist ein Enzym in der Gurke: das Erepsin. Es spaltet Eiweiß, verbessert also die Verarbeitung und Verdauung von Fleisch. Die Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in der Gurke sind in der Gurkenflüssigkeit gelöst, können daher von unserem Organismus schnell und leicht aufgenommen werden. Die Gurke bleibt nur ganz kurz im Magen. Sie wird rasch in den Darm weitergegeben. Auch das fördert die Aufnahme der Wirkstoffe.

Weiters hat die Gurke extrem wenig Kalorien. In 100 Gramm sind nur 14 Kalorien enthalten. Das ideale Gemüse fürs Schlankbleiben und Schlankwerden.

Mit Gurken den Darm entgiften

Wer regelmäßig Gurken isst und damit auch seinen Durst löscht, der kann damit eine Menge für seine Gesundheit tun: Er kann den Darm entgiften, Verstopfung bekämpfen, Nieren- und Blasenbeschwerden lindern, Rheuma und Gichtschmerzen bekämpfen, das Immunsystem über die Darmschleimhaut stärken. Man kann auch bei schweren, dicken Beinen mit Gurken entwässern. Und mann kann mit diesem klassisch basischem Gemüse wunderbar Säuren abbauen.

Und so kann man die Durstlöscher Tomaten und Gurken kombinieren und dabei die Immunkraft stärken: Man schneidet Tomaten und eine Gurke in dünne Scheiben und richtet sie in einer Schüssel mit einer zarten Marinade aus kleingehackten Kräutern , Zitronensaft, Honig und Wasser mit Salz und Pfeffer an. Fertig.

Wer an Sommertagen den Durst löschen, aber auch den Gaumen erfreuen möchte, trinkt meist Obstsaft, mit Wasser verdünnt. Doch Obst enthält oft große Mengen an Zucker, und Obstsäfte werden häufig noch zusätzlich mit Zucker zubereitet. Das macht den Obstsaft zu einem Kalorien-Lieferanten. Wenige wissen: Die weit besseren Schlankmacher unter den Getränken sind Gemüsesäfte. Zum Beispiel Tomatensaft oder Gurkensaft. Sie enthalten fast keinen Zucker, werden auch nicht mit Zucker versetzt, sind dafür aber reich an Bioaktiv-Stoffen aus den Farben des jeweiligen Gemüses.

Und all diese Gemüsesäfte haben noch einen Vorteil: Sie wirken im Körper basisch und bauen ein Übermaß an Säuren ab, die durch zuviel Kaffee, Alkohol, Fleisch und Streß entstehen. Als Durstlöscher eignen sich viele Gemüsesäfte in einer Mischung von 50 zu 50 mit Wasser. Dann haben sie besonders wenig Kalorien und sind sehr erfrischend. Doch speziell Tomatensaft und Gurkensaft, die von Natur aus schon soviel Wasser enthalten, trinkt man am besten pur, den Gurkensaft in jedem Fall frisch gepresst. Der Tomatensaft ist aus der Flasche oder aus der Dose noch wirksamer, weil er bei der Herstellung erhitzt wurde und dadurch ein weitaus aktiveres Lycopin enthält.

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