Grüner Tee verhindert Krebs

Grüner Tee verhindert Krebs

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Wenn es um das Thema Krebs geht, muss man sehr vorsichtig sein, damit man vielen Menschen, die betroffen sind, keine falschen Hoffnungen macht. Daher ist es absoluter Unsinn und sogar gefährlich, wenn manche behaupten, Grüner Tee würde einen vorhandenen Krebs positiv beeinflussen. Doch es gibt jüngste Studien, die klar und deutlich zeigen: Grüner Tee kann das Krebsrisiko senken. Er kann verhindern, dass sich im Körper ein Tumor bildet.

Grüner Tee schützt Kinder vor Karies

Was aber kann der grüne Tee sonst noch grundsätzlich für unsere Gesundheit bewirken?

  • Die EGCG-Stoffe halten unser Blut flüssig. Das bedeutet: elastische, saubere Blutgefäße, vorbeugender Schutz vor Adernverkalkung und vor Herz- und Kreislauf-Erkrankungen.
  • Die Pflanzenfarbstoffe im grünen Tee senken das schädliche LDL-Cholesterin und heben das schützende HDL-Cholesterin an.
  • Der grüne Tee senkt aber auch erhöhte Blutdruck- und Blutzucker-Werte.
  • Grüner Tee wirkt antiviral, macht daher stark gegen Erkältungen.
  • Wenn Schulkinder täglich 1 Tasse grünen Tee trinken oder nach den Mahlzeiten nur damit gurgeln, kann damit die Anfälligkeit für Karies um 50 Prozent verringert werden.
  • Grüner Tee enthält rund 400 Aroma-Stoffe, psychoaktive Substanzen und das ätherische Öl Thiamin,das als Stressbremse gilt. All die Substanzen zusammen wirken nervenberuhigend.

Grüner Tee senkt den Cholesterinspiegel

In jüngster Zeit sind in Rußland, Japan und in Indien aktuelle Studien mit Grünem Tee durchgeführt worden: Am Physiologischen Institut von Kiew, an der Wissenschaftlichen Akademie von Moskau, am Medical College von Kalkutta und an mehrere renommierten japanischen Universitäten. Daraus geht hervor: Man kann mit Grünem Tee Magen- und Darm-Probleme lindern, einen zu hohen Cholesterinspiegel senken, die Blutgefäße stärken. Man kann die Leberfunktion stärken, rheumatische Schmerzen lindern, Herz und Kreislauf stärken, der frühzeitigen Arteriosklerose vorbeugen, die Schilddrüsenfunktion sowie die Durchblutung der Haut verbessern. Leistungskraft und Konzentrations-Vermögen werden aufgebaut. Eine Entgiftung des Organismus wird eingeleitet und damit kommt es zu einer Vorsorge gegen Krebs. Außerdem wird einer Übersäuerung vorgebeugt.

Auffällig bei bisherigen Studien war die starke antioxidative Wirkung des Grünen Tees an und in den Blutgefäßen: Die Venenwände und Arterien werden gestärkt, bleiben lange elastisch, Blutfettwerte werden gesenkt, weil hochaggressive Freie Radikale bekämpft werden.

Grüner Tee bremst Metastasenbildung

Der japanische Mediziner Prof. Dr. Hirota Fujiki, ein ehemaliger Mitarbeiter des Max Planck Institutes in München und heutiger Direktor des Saimata-Krebsforschungsinstitutes in Komuro, hat umfangreiche Studien durchgeführt. Es ist ihm gelungen eine krebshemmende Substanz im Grünen Tee zu isolieren: das Epigallo-Catechin-Gallat - EGCG. Genau diese Substanz zeigt im klinischen Versuch hemmende Wirkung auf karzinogene Zellen in Lunge, Magen, Darm, Leber und in der Haut.

Prof. Dr. Siegfried Knasmüller vom Institut für Tumorbiologie in Wien ist mit seinen Forschungen einen entscheidenden Schritt weitergekommen. Er erklärt: „Grüner Tee kann die Metastasen-Bildung bremsen!“

Man muss sich das so vorstellen: Wenn sich im Körper ein Tumor zu entwickeln beginnt, dann produziert er auch Blutgefäße von minderer Qualität, die für ihn aber wichtig sind, weil er sich damit an das System des Organismus andockt und sich mit Nährstoffen versorgt, um wachsen zu können. Nur wenn sich in dem kranken Gewebe neue Blutgefäße entwickeln, kann der Tumor wachsen. Und genau das kann der Grüne Tee verhindern.

Zusätzlich meint Prof. Dr. Knasmüller: „Es wäre durchaus empfehlenswert, wenn Patienten nach und während einer ärztlichen Krebs-Therapie regelmäßig unterstützend grünen Tee trinken würden.“

Grüner Tee: Die richtige Zubereitung

Die gesundheitsfördernden Wirkungen des Grünen Tees kommen allerdings nur zum Tragen, wenn er richtig zubereitet wird. Man benötigt eine warme Kanne aus Porzellan oder Steingut. Pro Tasse kommt ein Teelöffel Teeblätter hinein. Für die Kanne ein extra Teelöffel. Das Teewasser wird aufgekocht, muss dann aber 5 Minuten stehen, damit es auf 70 Grad Celsius abkühlt. Dann erst aufgießen, 3 Minten ziehen lassen, wenn der Tee anregen, 5 Minuten ziehen lassen, wenn er weniger anregen soll. Man kann die Teeblätter für einen zweiten und dritten Aufguss nützen. Da lässt man dann nur 2 Minuten ziehen. Wichtig: Grüner Tee wird ungesüßt getrunken. Und die Teekanne darf niemals mit einem Spülmittel gereinigt werden, nur mit heißem Wasser.

Beim grünen Tee gibt es keine Nebenwirkungen. Es gibt auch keine Risiko-Gruppen, die den Tee nicht trinken sollten, wie das zum Beispiel beim Schwarztee der Fall ist. Schwarztee bremst bekanntlich die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung. Das gilt für den grünen Tee nicht. Im Gegenteil: Da er viel Vitamin C enthält,fördert er sogar die Eisen-Aufnahme.

Es gibt viele verschiedene Sorten vom Grünen Tee. Die bekanntesten: Bancha, Chun Mee, Grüner Assam, Gunpowder und Jasmintee mit Blüten. Man sollte keinen zu billigen, aber auch keinen zu teuren Tee kaufen. Man erkennt den guten, wirksamen Tee an der satten, grünen Farbe der Teeblätter.

In jüngster Zeit taucht immer wieder ein neuer Tee-Name auf und ist als wertvolle Naturarznei im Gespräch: der Weiße Tee. Er wird ausschließlich aus den Blättern des "großen weißen Tee-Busches", des " Fuding Dai Bai Chai" gewonnen. Das ist die Urpflanze des Teestrauches, aus der sich alle Teesorten im Laufe von Jahrtausenden entwickelt haben. Diese Urpflanze wächst heute noch in den Tai-Mu-Bergen Südchinas. Für die Produktion des Weißen Tees werden ausschließlich unversehrte, erste Triebe der Büsche im Frühling verwendet. Sie werden per Hand gepflückt. Beim Weißen Tee sind ganz typisch die weißen, flaumigen Härchen, mit denen die zarten Blattknospen - die sogenannten Buds - überzogen sind. Daher kommt der Name des Tees.

Der Weiße Tee stärkt Herz und Kreislauf, senkt zu hohe Cholesterinwerte und Blutdruckwerte, kann daher das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfalle mindern. Er senkt das Risiko für Magen-,Darm- , Lungen- und Hautkrebs. Durch die beruhigende Substanz Thiamin wirkt Weißer Tee gegen Streßbelastung und stärkt die Nerven. Und er kann auch die Blutzuckerwerte positiv beeinflussen. Im Grunde genommen haben aber der Weiße und der Grüne Tee die selben Wirkungen auf unsere Gesundheit.