Grippe: Warum Ihnen diese Mittel helfen

Grippe: Warum Ihnen diese Mittel helfen

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Die Grippe ist wie Ebbe und Flut: Sie kommt jedes Jahr mit schöner Regelmässigkeit, setzt für zwei bis drei Woche Millionen Menschen ausser Gefecht und lässt sie leiden: Fieber, Husten, Halsweh, Gliederschmerzen, in vielen Fällen noch eine böse Bronchitis - alles, was man wirklich nicht brauchen kann. Die Arztpraxen sind überfüllt, die Krankenhäuser müssen Aufnahmestopps verhängen - die Apotheke reiben sich die Hände, denn die haben jetzt Hochkonjunktur. 

Es gibt unendliche viele Medikamente und natürliche Hausmittel die empfohlen werden. Ob sie wirklich helfen ist eine andere Sache. Wir stellen Ihnen jetzt mal Mittel vor, die wirklich helfen können - und sagen Ihnen warum sie bei Grippe hilfreich sind.

Vitamin C: Das Allroundgenie bei der Grippebekämpfung

Vitamin C ist ein absolutes Muss, wenn es um die Grippe geht. Es wird als Prophylaxe angewendet, es wird während und nach der Grippe empfohlen. Warum aber ist gerade dieses Vitamin während der Grippe so wichtig und wie wenden Sie es an? Eigentlich ist Vitamin C ein Allroundgenie und erfüllt gesundheitliche Aufgaben nicht nur bei Grippe. Es fängt schädliche Freie Radikale und macht sie unschädlich, bevor sie in den Körperzellen, im Gehirn und direkt im Zellkern Schaden anrichten können.  Und es ist hilfreich bei Grippe. In hohen Dosierungen verkürzt Vitamin C die Krankheitsdauer und es beugt der Grippe vor. Empfohlen sind 100 mg pro Tag, das ist aber in Grippezeiten zu wenig. Wenn Sie Vitamin C aus Obst und Gemüse holen wollen, dann ist es dort an Mineralien und die Bioflavonoide Hesperidin und Rutin gebunden. Die besten natürlichen Vitamin C-Lieferanten sind: Rohes Sauerkraut, Sanddorn, Hagebutten, Zitrusfrüchte, Petersilie gelber Paprika, Gojibeeren, Acerolabeeren, Kiwi, Grünkohl, grüne Erbsen und Bohnen. Eine Überdosierung ist ungefährlich. Vitamin C ist nicht hitzebeständig, ausser im Sauerkraut. Also die Vitaminträger nur leicht erwärmen, auf keinen Fall kochen, grillen oder braten.

Grippe: So senken Sie schnell das Fieber

Sowohl eine Erkältung wie auch eine ausgewachsene und gefährliche Grippe rufen bei Patienten Fieber hervor. Bei einer Erkältung ist es meist nur eine leicht erhöhte Temperatur bis etwa 38.5 Grad. Bei einer richtigen Virusgrippe steigt die Temperatur deutlich höher an, das Immunsystem muss viel stärker gegen die Grippeviren kämpfen. Da kann das Fieberthermometer schon mal deutlich über 39 Grad anzeigen. Das ist bedenklich bis gefährlich, wenn der Erkrankte mit Herz-Kreislaufproblemen belastet ist, wenn Bluthochdruck besteht, wenn eine Schwangerschaft besteht. Hier ist als erste Hilfe der klassische kalte Wadenwickel angebracht. Tränken Sie ein Leinen- oder Baumwolltuch mit Wasser (Temperatur zwischen 15 und 20 Grad), dann das Tuch fest und nass um die Waden des Patienten wickeln. Das nasse Tuch mit einem trockenen abdecken. Etwa eine Viertelstunde wirken lassen, nach einer halben Stunde wiederholen.
Auch eine Ganzkörperwaschung ist sehr hilfreich: Den Körper mit einem maximal zehn Grad kühleren Wasser von oben nach unten und von außen nach innen sanft abwaschen. Danach nicht abtrocknen, sonder den Patienten in Badetücher hüllen und so eine halbe Stunde ruhen lassen, bis das Wasser am Körper getrocknet ist. Für diese Waschungen können Sie auch kühlen Pfefferminztee verwenden.
Messen Sie die Körpertemperatur und lassen Wasser in die Badewanne, das entweder die gemessene Temperatur hat oder höchstens einen Grad kühler ist. In die Wanne setzen und ganz langsam kaltes Wasser zehn bis 20 Minuten zulaufen lassen. Senken Sie so die Badewassertemperatur auf etwa 25 Grad. Dann gründlich abtrocknen und in ein mit einer Wärmflasche vorgewärmtes Bett steigen.
Dieses Mittel aus Omas Naturheilbuch hilft ebenfalls, das Fieber nach unten zu drücken: Weichen Sie Kniestrümpfe (Baumwolle) in einer Mischung aus Wasser und Essig (vier Teile Wasser auf ein Teil naturtrüben Apfelessig) ein. Dann die Strümpfe leicht ausrücken und dem Patienten über die Füße streifen. Etwa eine Stunde anlassen. Die Essigsäure stärkt die Hitzeabgabe und die Durchblutung wird angeregt, das unterstützt Ihr Immunsystem.

Mit diesen Tees das Grippe-Fieber vertreiben

Bei Fieber dehydriert der Körper sehr schnell. Es ist deshalb wichtig, viel zu trinken. Warten Sie nicht, bis der Patient über Durst klagt: Er sollte jede Stunde mindestens einen Viertelliter Flüssigkeit zu sich nehmen. Entweder stilles Mineralwasser, oder kühlen Tee, Obst- und Gemüsesäften, auch Suppen oder Brühe sind sehr gut. Ausserordentlich bewährt hat sich eine Hühnersuppe, gewürzt mit Zitronengras, Knoblauch, Chili und Zwiebeln.
Es gibt bei einer Grippe jede Menge heilende und gesunde Tees in der Apotheke, die Zubereitung ist simpel. Dazu gehören: Holunderblütentee, Kamillentee, Salbeitee, ingwertee oder Lindenblütentee. Oder Sie bereiten sich diesen Tee selbst zu: Hacken Sie einen EL Petersilie sehr fein, geben Sie die Petersilie in eine Tasse und übergießen sie mit kochendem Wasser. Zehn Minuten ziehen lassen, abseihen und dann den Sud trinken. Die in der Petersilie enthaltenen Pflanzenstoffe stärken Ihr Immunsystem und senken Fieber.
Diese Teemischung hat sich im Kampf gegen die Grippe besonders bewährt: Mischen Sie zu gleichen TeilenWeidenrinde, Stiefmütterchen und Bitterklee. Davon drei Tassen täglich trinken. Weitere Kräuter und Pflanzen die einen guten Tee bei Grippe abgeben: Hagebutte, Fliederblüten, Zitronengras, Thymian und Gardenienbaum.
Die meisten dieser Tees gibt es als Teebeutel ins Supermarkt. Nehmen Sie trotzdem besser medizinischen Tee aus der Apotheke und halten Sie sich an die Angaben zur Ziehzeit der Heilpflanzen-Aufgüsse. Die Tees aus dem Supermarkt haben oft eine geringe Wirkung.

Kartoffeln, Rettich und Petersilie vertreiben die Grippe

Auch unsere gute alte Kartoffel ist ein altbewährte Mittel bei einer Grippe. Reiben Sie rohe Kartoffeln zum einem feinen Brei, den Sie in ein Geschirrtuch füllen. Das legen Sie auf die Brust und auf die Stirn und lassen die Kartoffelmasse langsam trocknen. Dann können Sie die Umschläge wieder entfernen.
Petersilie hat generell bei Grippe eine fiebersenkende Wirkung. Wenn Sie Peteresilie als Heilmittel einsetzen wollen, dann müssen Sie das Würzkraut frisch essen, oder Sie geben es in die Suppe oder eine Brühe. Auch als Gemüsesaft oder als Smoothie ist Petersilie hilfreich. Noch ein Tipp: Hacken Sie Petersilie klein und machen Sie mit Knoblauch und Öl eine würzende und gut schmeckende Paste daraus.
Rettich enthält scharfe ätherische Öle (Senföl). Wenn Sie die aufsteigenden Dämpfe  inhalieren, dann regen Sie die Schleimhäute, die verflüssigen festsitzenden Schleim - Sie können wieder frei atmen. Ausserdem haben sie eine starke antibakterielle Wirkung. Schneiden Sie frischen Rettich in Scheiben oder reiben Sie ihn. Den zerkleinerten Rettich in ein durchlässigen Tuch legen und diesen Umschlag wie ein Halstuch um den Hals wickeln. Über Nacht einwirken lassen, das senkt die Temperatur bei Grippe-Fieber.
Weintrauben und besonders Rosinen bekämpfen das Fieber, weil sie antibakteriell und antioxidativ wirken. Mehrmals am Tag eine kleine Handvoll Rosinen essen ist hilfreich. Sie können diese aber auch mit heißem Wasser übergiessen, abkühlen lassen und dann den Sud trinken.
Knoblauch und Ingwer sind wegen der in ihnen enthaltenen Stoffe sowohl antibakteriell wie auch schweisstreibend. Damit können Sie Suppen  oder auch andere Speisen würzen. Sie helfen gegen Infektionen der Atemwege und können die Dauer einer Erkrankung verkürzen. Außerdem regen sie den Appetit an, so dass Sie nach der Grippen schneller wieder zu Kräften kommen.