Grippe und Erkältung: Ursachen, Behandlung und Heilmittel

Grippe und Erkältung: Ursachen, Behandlung und Heilmittel

© Subbotina Anna - Fotolia.com

Dezember bis April - da haben wir Hochsaison für Grippe und Erkältung. Beide Krankheiten sind hoch ansteckend, es kommt in jedem Jahr zu Epidemien, Millionen Menschen haben Fieber, Schnupfen, Husten, Gliederschmerzen, sind schlapp und bettlägerig. Wie sie diese beiden lästigen Gesellen behandeln können, warum man krank wird, was die Natur an Hilfs-, Haus- und Heilmitteln bereit hält .

1. Die Grippe

A. Ursachen der Grippe

Die Grippe wird durch Influenza-Viren verursacht, die meistens durch Tröpfcheninfektion übertragen werden (Husten, Niesen, Schnäuzen). Es kann bis zu fünf Tage dauern bis nach der Ansteckung die Krankheit ausbricht. Aber in dieser Zeit kann man schon andere Menschen anstecken. Die Grippe wird meist durch einen Erreger vom Typ Influenza A-Virus hervorgerufen. Der verändert sich ständig und kann sich auch mit tierischen Erregern (Vogel- und Schweinegrippe) vermischen. Gegen solche veränderte Viren haben wir keine Abwehr entwickelt, so dass gefährliche Epidemien entstehen können. Gefährdet sind vor allem Kinder, ältere Menschen oder Patienten mit geschwächtem Immunsystem.

B. Symptome der Grippe

Die klassischen Anzeichen einer ausgewachsenen Grippe sind Gliederschmerzen, hohes Fieber, Mattigkeit, Kopfschmerzen und Reizhusten. Sehr oft kommen Halsschmerzen, Augenbrennen und Lichtempfindlichkeit dazu. Eine Grippe kann sehr oft innerhalb weniger Stunden einsetzen.

C. Behandlung der Grippe

Da muss sehr oft der Arzt hinzugezogen werden. Da der Körper durch die Grippe stark geschwächt ist, können sehr oft Bakterien ungehindert angreifen, was sogar bis zur Lungenentzündung führen kann. Sehr oft wird deshalb Antibiotika gegeben, die aber nicht gegen die Grippeviren wirken. Selbst sollten Sie gegen die Grippe diese Ratschläge befolgen:

  • Zuhause und im Bett bleiben, bis die Grippe vollständig vorbei ist.
  • Rauchen und Alkohol sind verboten.
  • Sie müssen viel trinken, weil Ihnen das Fieber Flüssigkeit raubt.
  • Wenn Komplikationen auftreten (Ohren- oder Halsschmerzen, bellender und schmerzender Husten, eitriger Auswurf, Atembeschwerden und Fieber über 39 Grad) ist die Zeit der Hausmittel vorbei - der Arzt muss her.
  • Generell gibt es sehr viele gesunde Hausmittel, mit denen Sie die Behandlung der Grippe unterstützen können.

D. Der Grippe vorbeugen

Der allerbeste Schutz ist nach wie vor die Grippe-Schutzimpfung. Die sollten vor allem folgende Risikogruppen vornehmen:

Alle Menschen, die viel Kontakt mit anderen Menschen haben. Wie: Lehrer, Ärzte, Polizisten, Pflegepersonal, Beamte im öffentlichen Dienst, Servicepersonal in Kantinen und Gaststätten. Benutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln.

Zu Vorbeugung gehört natürlich auch eine gesunde Ernährung, eine vitaminreiche Kost, die Vermeidung von alkoholischen Exzessen, die richtige Kleidung bei kaltem und feuchtem Wetter.

E. Tipps bei Grippe

  • Sie brauchen auf jeden Fall ausreichend Schlaf ((sieben bis acht Stunden).
  • Essen Sie Vitamin C- und Zinkhaltige Nahrung (Gemüse, Paprika, Sauerkraut, Vollkornprodukte, Milcherzeugnisse und Muskelfleisch. Notfalls sollten Sie Ihren Vitamin-, Spurenelemente- und Mineralstoffhaushalt durch Nahrungsergänzungsmittel aufbessern.
  • Mässiger Sport stärkt das Immunsystem und aktiviert die weissen Blutkörperchen, die eingedrungene Viren besser bekämpfen können.
  • Sehr wichtig ist die Vorbeugung durch den Wechsel von Wärme und Kälte (Sauna, Wechselduschen). Aber: Auf keinen Fall machen, wenn Sie bereits angesteckt sind.
  • Ganz wichtig ist es, dass Sie den so genannten "negativen" Stress vermeiden: Ärger im Beruf, Streit in der Familie, Sorgen um die Zukunft. Ich weiss, den haben wir, dem können wir nicht entkommen. Aber Sie können mit Entspannungsübungen wie Yoga, autogenem Training und Muskelentspannungsübungen dagegen angehen.
  • Es gibt bestimmte Pflanzen und Kräuter mmm, die das Immunsystem unterstützen und stimulieren. Vor deren Anwendung sollten Sie aber mit dem Arzt sprechen.

2. Die Erkältung

A. Ursachen der Erkältung

Das ist sozusagen der "kleinere Bruder" der Grippe: Eine Infektion der oberen Luftwege mit Viren, die sehr ansteckend ist. Es kommt sehr häufig zu einer Sekundärinfektion mit Bakterien. Eine Erkältung wird auch als grippaler Infekt bezeichnet. Sie verläuft viel harmloser als eine Grippe, dauert etwa eine Woche. Eine Erkältung bekommen wir im Durchschnitt zwei- bis viermal im Jahr.

B. Symptome der Erkältung

Eine beginnende Erkältung ist leicht zu erkennen:

  • Die Nasenschleimhäute schwellen an, man bekommt keine Luft mehr.
  • Die beginnt zu laufen. Zuerst wässrig-klar, dann dickflüssig. Kommt eine bakterielle Infektion dazu, dann wird das Sekret grün-gelb.
  • In den Ohren und den Nebenhöhlen baut sich ein Druckgefühl auf.
  • Sie fühlen sich schlapp, sind müde, haben ein bisschen Fieber. Husten, Kopf- und Halsschmerzen können dazu kommen.

C. Behandlung der Erkältung

Wegen einer Erkältung müssen Sie nicht unbedingt zum Arzt gehen. Viel Flüssigkeit (heiße Tees, Frucht- und Obstsäfte, Mineralwasser), Inhalationen und bewährte Hausmittel gegen Erkältung reichen oft aus. Hier noch einige Tipps:

  • Nachts den Kopf hoch lagern, damit der Nasenschleim nicht in den Rachenraum und die Luftröhre rinnen kann.
  • Zigarettenrauch sowohl aktiv als auch passiv unbedingt vermeiden.
  • Mehr schlafen als sonst.
  • Händeschütteln vermeiden und sehr oft die Hände waschen.
  • Taschentücher nur einmal benutzen.
  • Keine Sauna, keine körperliche Belastung, kein Sport.
  • Die Zufuhr an Vitaminen und Mineralstoffen erhöhen.

D. Der Erkältung vorbeugen

  • Abstand zu Menschen mit Erkältung halten.
  • Kälte und Feuchtigkeit meiden. Die Füße müssen warm und trocken bleiben.
  • Härten Sie sich durch Saunabesuche und Wechselduschen ab.
  • Essen Sie viel Obst, viel Gemüse, viel Ballaststoffe.
  • Meiden Sie Menschenmassen.
  • Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit in den Räumen, in denen Sie sich länger aufhalten: Büro, Wohn- und Schlafzimmer.
  • Spülen Sie Ihre Nase regelmäßig mit einer Salzwasserlösung.
  • Vertrauen Sie auf gesunde, alte Hausmittel