Gefährlicher Frühjahrsputz: Putzmittel schädigen die Lungen der Frauen

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Alle Jahre wieder kommt der berühmt/berüchtigte Frühjahrsputz. Der ist nicht auszurotten. Da greift die Hausfrau zu Eimer, Putzlappen, Bürste und heißem Wasser - und zu Putzmitteln der scharfen Sorte. Denn nach dem Frühjahrsputz soll ja alles blitzsauber sein. So weit, so gut. Oder ganz schlecht. Denn Forschungen an der Universität Bergen haben ergeben: Häufiges Putzen schädigt die Lungenfunktionen von Frauen, denn Putzmittel enthalten Chemikalien, die Schäden an den Luftwegen verursachen können. 

Besonders betroffen sind Frauen, da Männer offenbar mit diesen Schadstoffen besser fertig werden - und auch sehr viel seltener putzen. Was Kalk, Feinstaub und Fettschmutz löst, das tut auch dem Lungengewebe nicht gut. Deshalb jetzt unser Thema „Gefährlicher Frühjahrsputz: Putzmittel schädigen die Lungen der Frauen.

Diese chemischen Mittel sind schädlich

Das Umweltbundesamt hat eine Liste zusammengestellt welche chemischen Mittel in Reinigungsmitteln vorkommen und teilweise gesundheitsschädlich sind. Darunter befinden sich:
Parfüm- und ätherische Öle, Bleichmittel, Farbstoffe, Lösungsmittel, organische und anorganische Säuren, Phosphate, Natriumhypochlorid, Polymere, Silikate, Weichmacher, Aufheller, Citrate und Konservierungsmittel. In vielen Reinigungsmitteln, vor allem in den „Kraftreinigern“ sind Tenside, Salmiak und Alkohol enthalten um vor allem Fettablagerungen zu lösen. Und diese Zusätze gefährden die Gesundheit, können die Atemwege reizen und belasten die Raumluft massiv.

Die Leitung Ihrer Lunge nimmt durch Putzmittel ab

Die Forscher der Universität Bergen schreiben über die durch starkes Putzen hervorgerufene Verschlechterung der Lungenfunktion, das diese mit dem Rauchen von täglich einer Packung Zigaretten zu vergleichen sei. Das Putzsprays das Risiko für eine Asthmaerkrankung oder für Atemnotattacken bei Lungenkranken erhöhen, das ist schon länger bekannt. Cecilie Svanes, Leiterin der Studie zieht das Fazit, das solche Chemikalien Jahr für Jahr kleinere Schäden an den Lungen auslösen. Das würde auf Dauer die altersbedingte Abnahme der Lungenfunktion beschleunigen. Die Forscher vermuten, dass die risikobelasteten Reinigungschemikalien die Schleimhäute der Atemwege schädigen und langfristig die Atemwege negativ verändern. Das betrifft nicht nur die verwendeten Sprühreiniger, sondern auch Bodenreiniger die nicht aufgesprüht werden. Die gehen ebenfalls in die Luft über und schädigen die Atemwege. Dadurch verringert sich die Versorgung des Körper mit Sauerstoff, die körperliche Belastbarkeit nimmt ab, die Betroffenen geraten schnell außer Atem, Treppensteigen wird schwer. Bei einer Erkältung kommt es dann wegen der eingeschränkten Lungenfunktion zu Komplikationen bis hin zur Lungenentzündung.

Mit diesen Mitteln können Sie gefahrlos putzen

Das beste Mittel gegen die schädliche Auswirkung des Putzens: Schränken Sie das Putzen so weit wie möglich ein und putzen Sie nur in gut belüfteten Räumen (Fester auf). Hier Tipps, wie Sie möglichst gefahrlos putzen können:

  • Verdünnen Sie Essig und Salz mit kochendem Wasser, damit können Sie problemlos Töpfe und Geschirr reinigen.
  • Zum Fensterputzen: Geben sie einen kräftigen Schuss Essig in Wasser und wässern Sie damit die Fenster.
  • Um das WC zu reinigen bestreuen Sie die Schüssel mit einer Packung Backpulver, das Sie eine Stunde einwirken lassen. Dann mit der Klobürste und Wasser reinigen.
  • Wenn Sie Holz reinigen und polieren wollen, dann mischen Sie Olivenöl und Essig im Verhältnis 3 : 1. Macht sauber und gibt schönen Glanz.
  • Den Teppich können Sie mit Natronpulver reinigen. Den trockenen Teppich damit bestreuen, zwei Stunden einwirken lassen, dann mit dem Staubsauger saugen.
  • Ihr Ofen ist fettig und schmutzig? Mischen Sie Backpulver mit etwas Wasser und lassen Sie den Brei über Nacht einwirken. Am nächsten Morgen mit einem nassen Lappen abwischen.