Gazpacho: Gesunde Sommersuppe

Gazpacho: Gesunde Sommersuppe

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Es gibt sie, die heißen Sommertage. Die Tage, an denen man schlapp in den Seilen hängt, jede Bewegung einen Schweißausbruch verursacht und man nur Eines will: Kühle. Kalte Getränke sind falsch, das wissen wir, auf Hochtouren laufende Klimaanlage auch. Was tun? Ich verrate Ihnen was: Man kann kühl bleiben durch das richtige Essen. Und dabei auch noch schlank werden, die Immunkraft stärken, und der Sommergrippe ein Schnippchen schlagen. Coole Gesundheit - wie das geht.

Lesen Sie, wie man sich das Leben an heißen Tagen erleichtert, und dabei auch noch außerordentlich gesund bleibt. Mit einer Gemüsesuppe, die es in sich hat: Mit einer traditionellen Gemüsesuppe aus Spanien, der Gazpacho. Und ich möchte Ihnen auch nicht einfach nur das Rezept liefern, sondern auch erklären, was in dieser wunderbaren Sommersuppe an Gesundheit steckt.

Gazpacho: Die Zutaten

Für eine Gazpacho (berechnet für zwei Personen) brauchen Sie:

  1. Basilikum: Etwa Zehn bis zwölf Blätter Basilikum. Nehmen Sie kleine Blätter, die sind aromatischer. Inhaltsstoffe: Am wichtigsten sind die ätherischen Öle Linalool, Estragol und Campher, das Vitamin C und die Oleanolsäure. Basilikum wirkt antibakteriell, beruhigend, tonisierend, darmreinigend, krampflösend, schmerzstillend und hilft bei Blähungen, Magen- und Darmbeschwerden.
  2. Eine Knoblauchzehe: Die sollte frisch sein, das heißt, die Außenhaut glänzt perlmuttfarben. Inhaltsstoffe: Besonders wichtig sind die ätherischen Öle und der Wirkstoff Aliin, der durch Zerdrücken und in Verbindung mit Sauerstoff zu Aliciin wird. Der Knoblauch reinigt das Blut, senkt Cholesterinwerte und wirkt antibakteriell, was die Immunkraft stärkt. Er wirkt auch gegen Bluthochdruck.
  3. Essig: Sie brauchen etwa ein bis zwei EL Essig. Keinen Balsamico, sondern Apfel- oder Weinessig. Inhaltsstoffe: Das ist vor allem die Essigsäure. Sie wirkt antibakteriell und wird seit Jahrhunderten als Heilmittel angewendet. Essig regt die Verdauung, hilft bei der Produktion von Verdauungssäften in Leber und Galle.
  4. Chilischoten: Wenn Sie die kleinen Thai-Chilis verwenden, dann haben Sie mit die schärfsten Chilis. Eine halbe genügt, wer es gerne heiß hat, der nimmt eine Ganze. Inhaltsstoffe: Hier zählt vor allem der Wirkstoff Capsacin. Capsacin regt die Magensaftdrüsen an und sorgt so dafür, dass sich schädliche Bakterien im Verdauungstrakt schlecht vermehren können. Außerdem bringen die feuerroten Schoten Magen und Darm in Schwung und sorgen so für eine bessere Verdauung. Chili regt den Stoffwechsel an, Giftstoffe werden abtransportiert.
  5. Paprika: Nehmen Sie eine grüne und eine gelbe Paprika. Oder eine rote. Dann haben Sie noch mehr Vitamin C in der Suppe. Inhaltsstoffe: Paprika enthalten mehr Vitamin C als jedes andere Gemüse und stärken so die Abwehrkräfte. Besonders gesund ist die roter Paprika. Sie enthält große Mengen des Pflanzenfarbstoffs Luteolin, der schon in geringen Konzentrationen vor Krebs, Herzerkrankungen und chronischen Altersbeschwerden schützt.
  6. Salatgurke: Nehmen Sie die Hälfte einer mittelgroßen Bio-Gurke. Überzeugen Sie sich, daß sie fest ist. Inhaltsstoffe: Vitamin A, B1 und C, Nährsalze, insulinartige Stoffe. Vor allem aber hat sie Enzyme, die für die Regenration der Haut wichtig sind. Gurken wirken entwässernd und beeinflussen die Verdauung positiv.
  7. Olivenöl: Sie brauchen zwei bis drei EL Olivenöl. Nehmen Sie nur sehr gutes Olivenöl, kaltgepresstes natives Olivenöl extra. Inhaltsstoffe: Olivenöl hat 9 kcal pro Gramm und enthält neben seinem hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren (bis zu 80%) praktisch kein Cholesterin, dafür aber 12 mg des wichtigen, antioxidativ wirksamen Vitamin E pro 100 Gramm. Es enthält wichtige Antioxidantien, die das Immunsystem im Kampf gegen Freie Radikale unterstützen.
  8. Tomaten: Nehmen Sie fünf reife, dunkelrote Roma- oder Kirsch-Tomaten ohne Druckstellen. Inhaltsstoffe: Besonders reich sind sie an Kalium, Magnesium, Folsäure, Vitamin C und dem sekundären Pflanzeninhaltsstoff Lycopin. Die bioaktiven Inhaltsstoffe der Tomaten tragen zum Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs bei, haben Studien ergeben. Lycopin besitzt antikanzerogene und antioxidative Eigenschaften und ist deshalb für den Menschen von besonderer Bedeutung. Es ist wirksam beim Abbau reaktiver Sauerstoffverbindungen und kann so zum Schutz vor der Entstehung von Krebserkrankungen und Herz-Kreislauf-Krankheiten beitragen. Die Wirkung wird verstärkt, wenn die Tomaten erhitzt werden.
  9. Tomatenmark: Nehmen Sie einen EL Tomatenmark, dreifach konzentriert ist es am besten. Inhaltsstoffe: Ähnlich wie bei Tomaten.
  10. Zwiebel: Nehmen Sie eine große, weiße Zwiebel. Je größer die Zwiebel, desto milder ihr Aroma. Inhaltsstoffe: Vitamine und ätherische Öle. Vor allem schwefelhaltige Wirkstoffe. Diese schützen vor hohen Cholesterinwerten, sind antibakterielll und erhöhen die Fließfähigkeit de Blutes. Sie sind zinkhaltig, das lässt Altersflecken verschwinden. In einer Portion Gazpacho bekommen sie eine satte Tagesration Vitamion C. Die anderen Inhaltsstoffe, Mineralien, Spurenelemente, Pflanzenfarbstoffe und Enzyme bilden einen perfekten Schutz vor der Sommergrippe. In 100 Gramm sind nur 70 Kalorien, gerade mal drei Gramm Fett und vier Gramm Kohlenhydrate - das läßt den Bauch schwinden.

Gazpacho Zubereitung

Zubereitung: Alles in sehr kleine Würfel schneiden, mit einem Viertelliter Gemüsebrühe übergießen und kalt stellen. Die Suppe sollten Sie mit acht bis zehn Grad servieren.

Das an einem heißen Hochsommertag gegessen ist ein Genuss, der Kühle schafft.

Natürlich gibt es noch mehr solche Sommer-Spezialgerichte. Zum Beispiel:

  • Erbeeren halbieren, ganz leicht zuckern so dass der Saft austritt, in einen tiefen Teller füllen und einfach mit kalter Milch übergießen.
  • Einen Tafelspitz kochen, abkühlen lassen, in dünne Scheiben schneiden, mit einer Marinade aus Zitronensaft, Olivenöl und einem Schuss Balsamico-Essig marinieren, eine Stunde ziehen lassen und kalt servieren.
  • Ein Tzatziki: Mageren Joghurt mit reichlich Knoblauch und hauchdünn geschnittener Gurke mischen, in den Kühlschrank stellen und kalt servieren.

Sie können sich coole Speisen und Suppen selbst ausdenken. Aber Sie müssen immer eines bedenken: Diese sollten fast frei von tierischen Fetten sein, denn das schmeckt kalt eigentlich nie.