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Frühlingskräuter: Gesunde Rezepte

Endlich sind sie da – die ersten Frühlings-Kräuter. Jede Heilpflanze für sich ist eine wertvolle Hilfe fürs gesund bleiben und fürs gesund werden. Denn gerade in den Frühlingskräutern stecken sehr grosse und starke Heilkräfte. Und wenn man sie dann noch mit gesunden und leckeren Rezepten zubereitet, dann schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Frühlingskräuter sind gesund und nach dem langen Winter sehr wichtig, und mit den Rezepten kann man sie so zubereiten, dass sie ein Genuss sind. Frühlingskräuter mit gesunden Rezepten.

Bärlauch – auch „wilder Knoblauch“ genannt – fördert die Durchblutung, senkt zu hohen Blutdruck und zu hohe Cholesterinwerte. Er kann einer frühzeitigen Arteriosklerose vorbeugen. Damit kann man fast alle normalen Speisen würzen.
Das Rezept: Waschen Sie 5 Bärlauchblätter, schneiden Sie sie in feine Streifen und mischen Sie diese unter das Rührei von 2 Eiern.

Junge Brennessel liefern den grünen Farbstoff Chlorophyll , der das Denken fördert, geben Haar, Haut und Nägel Kraft und spülen Nieren und Harnwege durch. Und stärken die Nerven.
Das Rezept: 1 Esslöffel klein gehackter frischer, zarter Brennessel-Blätter werden mit einem Viertelliter kochendem Wasser überbrüht, nur 2 Minuten ziehen lassen, durchseihen, ungesüßt lauwarm trinken.

Löwenzahnblätter geben mit ihren Bitterstoffen der Bauchspeicheldrüse und der Leber neue Kraft. Die Magensäfte werden angeregt.
Das Rezept: Die zarten Löwenzahnblätter werden gut gewaschen, klein geschnitten und mit einer Marinade aus Zitronensaft, Wasser, Salz, Pfeffer und Olivenöl zu einem Frühlings-Salat angerichtet. Man isst dazu eine dünne Scheibe Vollkornbrot.

Blätter und Blüten der Gänseblümchen wirken mit ihren ätherischen Ölen und Gerbstoffen  harntreibend, fördern die Verdauung und entgiften den Darm.
Das Rezept: Servieren Sie knackigen Kopfsalat mit ganzen Gänseblümchenblüten und mit kleingehackten Blättern. Oder richten Sie damit eine Gemüsebrühe an. Für 1 Teller 1 Esslöffel Gänseblümchen-Blüten kurz vor dem Servieren draufgeben.

Kamillenblüten beruhigen und bekämpfen Entzündungen.
Das Rezept: Kamillen-Rollkur gegen Gastritis. Überbrühen Sie einen gehäuften Esslöffel Kamillenblüten mit 1 Tasse kochendem Wasser, 15 Minuten ziehen lassen, lauwarm und ungesüßt trinken. Dann legen Sie sich jeweils 4 Minuten auf die linke Seite, auf den Bauch, auf die rechte Seite und auf den Rücken, sodass die Wirkstoffe der Kamille die Magenschleimhäute benetzen und beruhigen.

Waldmeister stärkt Leber und Galle, aber auch schwache Nerven, hilft Stressfolgen abbauen. Er fördert aber auch die Durchblutung.
Das Rezept: Eine Hand voll Waldmeisterblätter mit einem Liter kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen, durchseihen, ins Badewasser gießen, 20 Minuten in der Wanne baden, danach im Frottee-Mantel im Bett eine Stunde ruhen. 

Doch nicht nur die Kräuter im Frühling und Frühsommer haben heilende Kräfte. Die Natur beschenkt uns in dieser Jahreszeit auch reich mit heimischem Obst und Gemüse. Die Naturprodukte schmecken nicht nur gut. Sie sind auch kleine Naturarzneien aus dem Obst- und Gemüsegarten. Wir sollten diese Kräfte kennen, damit wir sie nutzen können:

Rhabarber – übrigens ein Gemüse und kein Obst – ist unglaublich reich am Mineralstoff Calcium, dem besten natürlichen Beruhigungsmittel für die Nerven und für die Seele. Die heilsame Wirkung: Dieser hohe Anteil an Calcium bringt es mit sich, dass man Rhabarber gegen depressive Verstimmungen und nervöser Unruhe einsetzen kann.
Die Zubereitung: die Stiele schälen, in 3 Zentimeter lange Stück schneiden, weich kochen. Mit etwas Honig süßen. Vorsicht: Wer zu Calcium-Oxalat-Nierensteinen neigt, muss auf dieses Gemüse verzichten, weil es reich an Oxalsäure ist.

Erdbeeren sind reich an Vitamin C. Doch die heilende Kraft liegt im Hauptwirkstoff Methylsalizylsäure, ähnlich der Acetylsalizylsäure in Schmerztabletten. Die heilsame Wirkung: Daher kann man mit dem Genuss von 10 bis 15 reifen Erdbeeren Kopfschmerzen besiegen.
Die Zubereitung: frisch gekauft, gut gewaschen, pur genießen. Ohne Zucker, ohne Schlagsahne. 5 Stunden nach der Ernte baut die Erdbeeren bereits langsam ihr Vitalstoffe ab.

Kirschen liefern uns den dunkel roten Farbstoff Anthocyan.
Die Heilkraft: Dieser Farbstoff bekämpft Entzündungen im Körper, lindert Rheuma-und Gichtschmerzen.
Die Zubereitung: gut waschen, roh essen.

Radieschen sind reich an schwefelhaltigen Senfölen.
Die Heilkraft: Diese Senföle jagen im Körper Viren, Bakterien und Pilze. Dafür genügen 5 Radieschen am Tag. Die Senföle helfen bei Nieren – und Blasenentzündung, aber auch bei Magenbeschwerden.
Zubereitung: roh, in dünne Scheiben geschnitten, auf einer Schnitte Vollkornbrot mit wenig Butter. Oder geraffelt als Salat.

Spinat ist ein Spitzenlieferant für den grünen Farbstoff Chlorophyll sowie für zahllose Carotinoide, hoch wirksame Bioaktivstoffe. Die Heilkraft: Spinat bremst eine drohende Makula-Degeneration, eine gefährliche Augenkrankheit, bei der man fast erblinden kann.
Die Zubereitung: gekocht als Creme-Spinat , gedünstet als Blatt-Spinat,roh als Spinat-Salat.

Kohlrabi verfügt über scharfe Senföle und viel Vitamin C, wobei die Blätter, die meist weggeworfen werden, doppelt so viele Vitalstoffe enthalten als der Kohlrabi selbst. Die Heilkraft: Kohlrabi senken eine zu hohen Cholesterinspiegel und können verblüffend Konzentrations- Probleme aus der Welt schaffen, was in erster Linie den B-Vitaminen zu verdanken ist.
Die Zubereitung: roh knabbern oder gedünstet genießen.

Fenchel ist reich an Vitamin C , verfügt über 14 Aminosäuren und hat ein starkes ätherisches Fenchelöl mit Namen Athenol. Die Heilkraft: Fenchel ist die Geheimwaffe gegen  Sommererkältungen mit Husten und Schnupfen.
Die Zubereitung roh, klein geschnitten mit Sonnenblumenöl als Salat angerichtet.

Petersilie, das Lieblings-Küchenkraut der Deutschen, ist eine Vitamin-C-Bombe. Doch besonders interessant sind die ätherischen Öle Apiol, Myristicin und Apiin. Die Heilkraft: Petersilie ist für Frauen und Männer ein erotisierendes Kraut und hilft dem Mann bei Potenz-störungen.
Die Zubereitung: roh, klein gehackt, auf Kopfsalat oder im Kartoffelsalat.

Möhren sind interessant, weil sie  enorm viele Carotinoide enthalten. Die Heilkraft: Möhren wirken gegen Sehstörungen im Alter und gegen Atemwegsprobleme.
Die Zubereitung: Unbedingt gedünstet und dampfgegart – nicht roh! – in der Suppe oder als Beilage zu Fisch. Die Carotinoide wirken erst richtig, wenn die Möhren erhitzt wurden.

Blumenkohl  versorgt uns mit dem Energie-Vitamin B 12, Vitamin e und  14 Mineralstoffen und Spurenelementen. Die Heilkraft: Blumenkohl senkt zu hohe Blutdruck und bekämpft Dickdarm- Schwäche.
Die Zubereitung: gedämpft mit ganz wenig geriebener Muskatnuss und mit geriebenem Parmesan.

 

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