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Frühjahrsmüdigkeit: So werden Sie fit für den Frühling

Frühjahrsmüdigkeit

© IKO - Fotolia.com

Das richtige Essen, die richtigen Kräuter, die richtige Lebensweise und der richtige Sport: Das macht Sie frühlingsfit. Das Immunsystem, der Darm, die Muskeln und Gelenke - alles muss intensiv auf die warme Jahreszeit vorbereitet werden. Lesen Sie, was Sie gegen die Frühjahrsmüdigkeit tun können.

Wir können es kaum erwarten, bis es wieder Frühling ist. Damit wir diese schöne Zeit dann aber auch gesund genießen können, müssen wir Einiges dafür tun. Nur so ist es möglich, daß wir fit und vital der warmen Jahreszeit entgegengehen. Unser Ziel sollte sein: die natürlichen körpereigenen Abwehrkräfte gegen die letzten, nervenden Erkältungen zu stärken, Glückshormone gegen das oft noch sehr triste Frühjahrswetter in uns aufzubauen und die lähmende Müdigkeit, die so typisch für die Übergangszeit zum Frühling ist, zu bekämpfen: die leidige Frühjahrsmüdigkeit.

Das Immunsystem trainieren

Wer jetzt von der letzten Erkältung der Saison - angefangen von einem Schnupfen bis zu einem grippalen Infekt - verschont bleiben möchte, der muß seine Immunkraft stärken, die Abwehrzellen aktivieren. Das bedeutet aber auch, daß wir alles vermeiden müssen, was unsere Abwehrkräfte schwächt. Und das sind die wichtigsten Gebote zum Trainieren des Immunsystems für den Frühling:

  • Ständigen Streß, Ärger und körperliche Überanstrengung reduzieren. Die beste Waffe gegen Streß: Wasser trinken, Nahrung konsumieren, die reiche Magnesium und B-Vitaminen ist: Nüsse,Naturreis, Vollkornprodukte.
  • Ausreichend und ungestört schlafen. Ideal: etwa 7 Stunden.
  • Einmal am Tag nach Möglichkeit entspannt und aus vollem Herzen lachen.
  • Sport treiben, am besten im Freien. Ideal: Wandern, Joggen, Radfahren. Der Körper muß gleichmäßig belastet werden. Dadurch bekommen unsere Immunzellen Sauerstoff.
  • Atemübungen im Freien durchführen.
  • Den Körper abhärten: Wassertreten in 25 Zentimeter tiefem, kaltem Wasser in der Bade-oder Duschwanne, am besten jeden Morgen.
  • Reizüberflutungen abbauen: zuviel Lärm,Licht. Auch faulige, ätzende Gerüche schwächen das Immunsytem.
  • Risiko-Faktoren ausschalten : Rauchen, zuviel Akohol, zuviel Kaffee und Schwarztee. Und beim Essen: nicht zuviel, nicht zu fett und nicht zu süß. Und natürliche Nahrung mit vielen Vitalstoffen bevorzugen. Leichte Kost, reichlich Obst und Gemüse, 5 kleine Mahlzeiten. Sie sollten zu viel Fette, zuviel Fleisch, aber auch Konservierungsstoffe meiden.

Gutes für den Darm

Und das sollten Sie im Vorfeld des Frühlings konkret tun, damit Sie weniger gefährdet sind, krank zu werden:

  • Die Darmflora muß gesund sein. Sie stärkt und stabilisiert unser Immunsystem und baut es zu 70 Prozent auf. Unterstützen Sie die Darmflora: Trinken Sie probiotische Joghurts. Nehmen Sie 3 Mal täglich 1 Gabel voll rohes Sauerkraut. Gut kauen. Damit führt man positive, gesundheitsfördernde Bakterien zu, in erster Linie Michsäurebakterien.
  • Auch die Zufuhr von reichlich Ballaststoffen fördert die Entwicklung der positiven Bakterien und die Stärkung der Darmflora. In der Ernährung bedeutet das Vollkorn, Leinsamen, Gemüse und Obst .
  • Flüssigkeit zuführen , damit Giftstoffe abtransportiert werden können. 1 1/2 Liter Wasser pro Tag. Ideal in diesen Wochen: Hagebuttentee. Er liefert große Mengen an Vitamin C. Acht Hagebutten haben mehr Vitamin C als 5 Orangen.
  • Auf die Versorgung mit Vitaminen achten : An sich sind alle Vitamine im Verbund wichtig, besonders aber Vitamin A, Provitamin Betacarotin, E und C. Vitamin C schützt die Zellflüssigkeit jeder Körperzelle ,A und Betacarotin die Zellstruktur, E die Zellwand. Anregung: Essen Sie öfters einen Immunsalat mit all diesen Vitaminen: Paprikaschoten, Petersilie, Tomaten, geriebene Karotten, Weizenkeimöl.

Knoblauch, Aloe vera & Co.

Und das sind Naturprodukte, die in diesen Wochen unsere Immunkraft aufbauen und stark machen, weil sie antiviral, antibakteriell und pilzabwehrend wirken:

  • Knoblauch : Man muß reichlich davon essen, etwa 4 Zehen am Tag.. Er verbessert dann auch die Vitamin-Aufnahme.Er enthält Zink und Selen.
  • Der Saft der Aloe vera: Der Hauptwirksstoff Acemannan stärkt die Immunkraft. Trinken Sie 3 Wochen 1/8 Liter am Tag . Die Freßzellen werden dabei vermehrt.
  • 5 Tassen grüner oder weißer Tee pro Tag . Er liefert viel Vitamin C und schützende Polyphenole.
  • Schwarzkümmelöl. Studien von dem immunologen Dr. Peter Schleicher in München haben ergeben, daß die Wirkstoffe im Schwarzkümmel vor allem die Immunkraft der Atemwege aufbauen.

Sport macht Sie frühlingsfit

Wie sehr kann man mit Sport die Immunkraft für den Frühling stärken ?

Da gibt es eine Untersuchung von skandinavischen Wissenschaftlern : Etwas Sport, der mit Freude durchgeführt wird, stärkt das Immunsystems. Wenn man sich dabei aber übernimmt und danach erschöpft ist , was bei vielen der Fall ist , dann schwächt man das Immunsystem. Die natürlichen Abwehrkräfte dulden keine Übertreibung, keine Überforderung des Organismus.

Speziell in der Übergangszeit zum Frühling und in den ersten Frühlings-Wochen haben viele Menschen das gleiche Problem: Sie fühlen sich müde und schlapp, würden sich am liebsten tagsüber hinlegen. Leistungsfähigkeit und Konzentration sind stark herabgesetzt.

  • Der amerikanische Wissenschaftler Prof. Dr. Jeffrey Bland, hat nachgewiesen, daß frühjahrsmüde Menschen einen erheblichen Mangel an Vitamin E aufweisen. Mit höheren Gaben von Vitamin E kann die Schlappheit ganz schnell wieder aus der Welt geschafft werden. Das bedeutet : Essen Sie im Frühling verstärkt Weizenkleie, Weizenkeime, Weizenkeimöl, Milch und Milchprodukte, Nüsse, Vollkorn, Eier.
  • Wer frühjahrsmüde ist, hat meist zu wenig Eisen im Blut. Essen Sie daher Sonnenblumenkerne, Rote Bete, Sojaprodukte und Hühnerfleisch. Ein ideales Frühjahrs-Essen gegen die Müdigkeit : ein Stück Vollkornbrot mit etwas Butter und dick mit frischgehacktem Schnittlauch belegt. Der Schittlauch liefert zusätzlich viel Vitamin C.
  • Machen Sie eine Kräutertee-Kur. trinken Sie eine Woche lang 3 Mal täglich 1 Tasse Brennesseltee, dann 1 Woche lang 3 Mal täglich Löwenzahnwurzeltee aus der Apotheke oder Drogerie. Sie können auch eine Woche lang 3 Mal täglich 2 Eßlöffel Brennessel-Frischpflanzensaft ( Reformhaus) in etwas Wasser verrührt, danach eine Woche lang 3 Eßlöffel Löwenzahn-Frischpflanzensaft in etwas Wasser verrührt zu sich nehmen.
  • Es gibt auch eine chinesische Akupressur-Übung gegen die Frühjahrsmüdigkeit : Auf der Spitze des Mittelfingers beider Hände sitzt der Energie-Punkt KS 9.Von hier aus gehen Energie-Bahnen , die den Kreislauf beleben,direkt zum Gehirn. Reiben Sie nun einfach mit dem Daumen der jeweiligen Hand die Kuppe des Mittelfingers so fest und intensiv,daß ein Wärmegefühl eintritt.Dann machen Sie eine Pause von 10 Sekunden und wiederholen die Übung.
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