Fettleber: Diese Tipps helfen Ihnen

Die Leber wächst mit ihren Aufgaben. Einer der blödesten Scherze zum Thema „Fettleber.“ Ihre Leber wächst durch eingelagerte Fette bei konsequentem Alkoholmissbrauch, durch einen ungesunden Lebensstil (zu viele tierische Fette in der Ernährung, einen totalen Bewegungsmangel, zu hohen Blutzuckerspiegel), durch Medikamente oder durch eine genetische Veranlagung. Eine Fettleber wird durch eine Störung des Fettsäure- und Triglyceridstoffwechsels in den Leberzellen (Hepatozyten) hervorgerufen.

Ein knappes Drittel aller Erwachsenen leidet an einer nicht-alkoholisch bedingten Fettleber, etwa drei Prozent an einer alkoholbedingten. Aber: Bei häufigem übermässigen Alkoholkonsum liegt das Risiko an einer Fettleber zu erkranken bei 50%. Aber Sie selbst können eine Menge tun, um eine Fettleber zu vermeiden oder eine vorhandene Fettleber wieder los zu werden. Das ist überlebenswichtig, denn aus einer Fettleber kann eine Leberzirrhose werden, ein Leberkrebs entstehen - und man kann daran sterben. Daher ist dieses Thema wichtig: „Fettleber: Diese Tipps helfen Ihnen.“

Weniger Alkohol und weniger Zucker

Sie essen gerne deftig und fettreich: Braten, fette Soßen, Streichwurst, Schinken und Speck und Käse. Und das Verdauungsschnäpschen darf auf keine Fall fehlen. Das kommt dann zu den drei Bierchen die Sie zum Essen getrunken haben noch dazu. Super; Sie sind auf dem besten Weg zu einer Fettleber. Wussten Sie, das mehr als 90% aller Alkoholiker an einer Fettlebererkrankung leiden? Und Alkoholiker sind Sie aus medizinischer Sicht schon dann, wenn Sie täglich mehr als 40 g reinen Alkohol trinken (Männer), oder 20 bis 30 g (Frauen). Die 40 g schaffen Sie mit einem Liter Bier pro Tag. Wenn Sie nicht zu den Alkoholikern gehören, dann sind Übergewicht und der Diabetes - mellitus Typ 2 die häufigste Ursache für eine Fettleber. Also der beste und simpelste Tipp eine Fettlebe zu vermeiden ist: Wenig Alkohol trinken, Übergewicht und Zucker vermeiden.

Wie Sie eine Fettleber erkennen

Das schlimme an einer Fettleber ist, das Sie deren Ausbildung erst gar nicht bemerken. Sie verfettet zunehmend, aber es treten keine Beschwerden auf. Erste wenn sich die Leber deutlich vergrößert hat beginnt das Elend: Sie verlieren an Appetit, es kommt häufig zu Blähungen, Übelkeit und einem Druckgefühl im rechten Oberbauch. Und Sie sind ständig müde und schlapp: Sie sind auf dm Weg zur Leberentzündung, zur Leberzirrhose und letztlich zum Leberkrebs. Feststellen kann der Arzt eine Leberverfettung durch eine Ultraschalluntersuchung, durch eine Feststellung Ihrer Blutfettwerte oder durch eine Kernspintomografie (MRT).

Ihre Leber ist gut regenerationsfähig

Wenn bei Ihnen eine Fettleber festgestellt wurde, dann sollte die erste Massnahme sein: Kein Tropfen Alkohol mehr. Nicht weniger oder nur hin und wieder ein Gläschen - keinen Tropfen mehr. Die Leber ist gut regenerationsfähig - wenn eine gewisse Grenze der Verfettung nicht schon überschritten ist. Wenn Sie Probleme haben vom Alkohol los zu kommen, dann müssen Sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Ganz wichtig: Es ist egal, ob Sie Bier, Wein oder Schnaps trinken - entscheidend ist die Menge an reinem Alkohol die Sie zu sich nehmen.

So helfen Sie Ihrer Fettleber

Nicht nur das Trinken, auch die Ernährung ist wichtig. Haben Sie eine nichtalkoholbedingte Fettleber, dann brauchen Sie die richtige Ernährung und viel Bewegung. Nehmen Sie ab. Das Ziel ist eine wöchentliche Gewichtsreduktion von 0.5 bis zu einem Kilo. Ihre Nahrung muss fettarm und ballaststoffreich sein. Vor allem Kohlenhydrate (Weißmehrprodukte und Kartoffeln) sowie stark gesüsste Speisen müssen vermieden werden. Sie können die Leber aber auch durch die richtigen Nahrungsmittel und Hausmittel aus der Erfahrungsmedizin- und Naturmedizin unterstützen.

  • Wenn Sie fettes Fleisch und Innereien essen, dann wählen Sie als Beilage Artischocken. Oder machen Sie immer wieder eine Kur mit Artischiockenfrischsaft oder Artischockenkapseln (Apotheke).
  • Wenn Sie fette Bratkartoffeln essen, dann würzen Sie diese mit reichlich Kümmel.
  • Bei einer Fettleber ist der Heublumenwickel sehr hilfreich. Zweimal in der Woche auf dem Oberbauch anwenden: Zwei Handvoll Heublumen aus der Apotheke werden in zwei Liter kochendem Wasser überbrüht, 15 Minuten ziehen lassen, duchseihen. Leintuch eintauchen, leicht auswringen, dann auf den Oberbauch legen, darüber ein Baumwolltuch, darüber eine Decke. Danach ruhen.
  • Noch ein Kraut, das Ihnen hilft: Zwei TL Schafgarben-Kraut in einem halben Liter kochendem Wasser ziehen lassen, etwa acht Minuten. Damit ein Tuch tränken und dieses auf den Oberbauch legen. Eine halbe Stunde einwirken lassen.
  • Besonders die Mariendistel ist für ihre leberschützende und -regenerierende Wirkung eine gutes Heilkraut bei einer Fettleber. Ihre Inhaltsstoffe Silymarin, ätherisches Öl  und viel Eiweiss stabilisieren die Zellmembranen der Leber, verhindern das Eindringen von Zellgiften (Alkohol) in die Leberzellen oder verdränge diese aus der Leber.