Fasten mit der Fastensuppe (Rezept)

Fasten

© Heike Rau - Fotolia.com

Jetzt ist sie wieder da: die Zeit, in der viele Menschen das Bedürfnis haben, eine mehr oder weniger umfangreiche Fastenkur durchzuführen, damit der Körper in den letzten Winter-Wochen entgiftet und von Stoffwechsel-Schadstoffen befreit wird. Außerdem: So wie in der Natur in Bäumen und Sträuchern die neuen Säfte einschießen, damit im Frühling alles wachsen, grünen und blühen kann, müssen auch wir Menschen unserem Organismus die Chance für eine innere Erneuerung geben. Dazu möchte ich sagen: Eine kurze Fastenkur zwischendurch ist für uns alle immer wieder eine Wohltat - das ganze Jahr über.

Fasten ist nicht gleich Hungern

Viele glauben: Fasten heißt hungern. Das ist falsch. Fasten heißt, dass man einige Zeit keine feste Nahrung aufnimmt, aber reichlich Nahrung in flüssiger Form. Und zwar viele verschiedene Flüssigkeiten. Eine klassische Heilfasten-Kur  dauert 4 Wochen, muss immer unter ärztlicher Aufsicht in einem Kurzentrum durchgeführt werden. Aber es gibt auch die kleine Fastenkur für zuhause: 1 Entlastungstag fürs Einstimmen, 5 Fastentage und 3 Aufbautage. Es macht Sinn, die Kur mit dem Arzt zu besprechen.  Sie müssen während des Fastens auf viele  alltägliche Gewohnheiten verzichten. Dazu gehören: Rauchen, Alkohol, Kaffee, Schwarztee, Süßigkeiten. Außerdem: keine Abführmittel, keine Zeitung, kein Radio, kein Fernsehen.  Wir brauchen Ruhe und Abgeschiedenheit.

Erschrecken Sie nicht. Beim Fasten kommt es zu unliebsamen Nebenerscheinungen : starker Körpergeruch und Mundgeruch, Zungenbelag, rinnende Nase, Frieren, Müdigkeit, dunkel gefärbter Harn, Stimmungsschwankungen. Daher bitte öfter Zähne putzen und Duschen.

So geht die schnelle Fastenkur

Und so führt man die Fasten-Kur durch: Am Entlastungstag zum Einstieg ins Fasten  isst an 1 1/2 Kilo  Obst, aufgeteilt auf drei Mahlzeiten: Äpfel, Birnen, Kiwis. Wer kein Obst verträgt, isst morgens 5 Haselnüsse, mittags und abends je 300 Gramm Pellkartoffeln und jeweils eine kleine Dessertschale mit Kirschen- oder Apfelkompott. An den 5 Fastentagen trinkt man jeden Morgen 2 Tassen Matetee oder Pfefferminzetee. Vormittags nach einem Spaziergang trinkt man wieder 2 Tassen Tee.

Das Rezept der Fastensuppe

Mittags gibt es dann jeden Tag die Fastensuppe. Hier das Rezept: 1 Kilo Gemüse wird gewaschen, geputzt und in einen Topf gelegt. Es müssen dabei sein: Möhren, Sellerie-Wurzel und Sellerie-Grün, Petersilienwurzel und Petersilien-Grün, Kohl, Zwiebel, Tomaten, Paprikaschoten. Dazu 1 Kilo Kartoffel ohne Schale. Weiters nach Geschmack etwas Kümmel, Muskat, Pfefferkörner, 2 Lorbeerblätter, etwas Liebstöckel, Ingwer und 3 Esslöffel geschrotetes Dinkel-Getreide. Kein Salz.

Jetzt gießen Sie 2 Liter Wasser auf und lassen das Ganze 30 Minuten kochen. Dann sollte die Suppe einige Zeit stehen und wird  durchgeseiht. Ganz wichtig: Es darf nur die Suppe an sich - ohne Gemüse - getrunken werden, am besten lauwarm in kleinen Schlucken. Das Gemüse hebt man im Tiefkühlfach auf, macht später Gemüse-Frikadellen draus.  Die Suppe ist basisch und baut die Übersäuerung des Körpers ab. Soweit  das Mittagsprogramm eines Fastentages.

Abends gibt es dann 1/8 Liter frischgepressten Mandarinensaft mit 1/8 Liter Wasser gemischt. Man kann auch im selben Verhältnis einen Bio-Gemüsesaft oder einen anderen Obstsaft trinken. Zum Beispiel Kirschensaft oder Selleriesaft. An den drei Aufbautage sind erlaubt:  1 Apfel, 1 Möhre, 1 Walnuss, 2 Haselnüsse, 1 Teller Kartoffelsuppe, Haferflockensuppe oder Hirsesuppe. 

Fasten tut dem Körper gut

Mancher wird fragen: Warum soll ich fasten ? Was bringt das? Die Antwort ist einfach: Fastentage holen Stoffwechsel-Schadstoffe aus dem Körper. Der Darm wird gereinigt. Fettpolster werden abgebaut. Das gesamte System der Lymphbahnen im Körper wird in Schwung gebracht. Haut und Haare werden schöner. Die natürlichen Abwehrkräfte werden gestärkt.