Siegrid B. ( 53 ), aus Hildesheim: „Ich kann am Morgen nichts essen,
mittags nur wenig. Aber jede Nacht muß ich an den Kühlschrank und
esse, was das Zeug hält. Ich kann nicht anders. Woran liegt das?“
Es handelt sich dabei um eine Eß-und Schlaf- Störung. In der Medizin
spricht man vom „Night Eating Syndrom“. Ausgelöst wird dieses Problem
durch eine zu geringe Produktion der Hormone Melatonin, Leptin und
Cortisol. Sie nehmen tagsüber viel zu wenig Kalorien auf und haben
dadurch im Laufe des Tages nicht nur immer weniger Energie, sondern
auch schlechte, oft sogar depressive Stimmung. Meist kann man die
Störung beheben, wenn man Streß abbaut. Sie sind mit dem Problem nicht
allein: Immerhin leiden rund 10 Millionen Deutsche darunter.
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