Erste Hilfe gegen Sonnenbrand

Sonnenbrand was tun?

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Sonnenbrand: wir alle wissen, dass wir uns davor schützen müssen und können - und doch erwischt es uns immer wieder. In der Sonne eingeschlafen, die Reflexion des Sonnenlichts und der UV-Strahlen durch Wasser nicht bedacht, kühler Wind der uns die Hitze nicht spüren ließ, falsche oder keine Kleidung - schon rötet sich die Haut, es brennt, wir schlafen schlecht, nach geraumer Zeit schälen wir uns und die gewünschte Bräunung ist weg.

Wir haben einen Sonnenbrand. Ich möchte Ihnen ein paar natürliche Hausmittel nennen, die den Sonnenbrand verhüten und ihn lindern, wenn er Sie erwischt hat. Sie tun damit auch eine Menge zur Verhinderung von Hautkrebs.

Seit Jahren wird von der unheilvollen Kraft der Sonne gewarnt, wird berichtet, wie sie unsere Haut angreift, welchen zerstörerischen Einfluss zu lange und zu intensive Sonnenbäder haben. Scheinbar ohne Erfolg. Denn jedes Jahr erwischt es Millionen Menschen - und meistens in der schönsten Zeit des Jahres: Im Urlaub. Sehr oft liegt es daran, dass die falsche Sonnencreme verwendet werden, oder dass welche genommen werden, deren Lichtschutzfaktor zu gering ist.

Was passiert eigentlich bei einem Sonnenbrand?

Er ist medizinisch gesehen eine entzündliche Rötung der Haut (UV-Erythem, Dermatitis solaris oder Erythema solare im medizinischen Sprachgebrauch) und durch die kurzwellige UV-Strahlung hervorgerufen. Ein akuter Sonnenbrand äußert sich durch schmerzhafte Druckempfindlichkeit der betroffenen Hautstellen. Alle Betroffenen kennen den Schmerz, wenn einem jemand freundschaftlich auf die sonnenverbrannte Schulter schlägt. Ist es ein starker Sonnenbrand, kann eine Abwehrreaktion des Körpers in Fieber bestehen. Ist es ein sehr starker Sonnenbrand, dann zeigt die Haut deutliche Verbrennungsschäden bis hin zur Blasenbildung. Auch die Rötung der Haut ist eine Abwehrreaktion: Die Haut wird zu ihrem Schutz stärker durchblutet.

Es gibt Körperpartien, die besonders gefährdet sind. Dazu gehören die Füße und das Gesicht, dort besonders die Nase und die Ohren. Auch auf Schultern und Oberkörper holt man sich leicht einen Sonnenbrand. Der Grund ist entweder die besonders exponierte Stellung der Körperpartie, die dort sehr dünne Haut oder der Winkel, in dem das Sonnenlicht - und damit die UV-Strahlen - dort auftreffen. Je steiler der Winkel, desto größer die Gefahr eines Sonnenbrandes. Deshalb ist die Sonne auch am gefährlichsten, wenn sie ganz hoch am Himmel steht, also zur Mittagszeit.

Da die Sonnenbestrahlung ja manchmal unvermeidbar ist, hat die Natur eine so genannte "Hautschutz-Zeit" in unserem Erbgut installiert. Die beträgt bei Mitteleuropäern je nach Hauttyp etwa 10 bis 30 Minuten. Ist diese Zeit abgelaufen, müssen Sie raus aus der prallen Sonne! Aber auch im Schatten oder bei Bewölkung können Sie sich einen Sonnenbrand holen.

Gut, Sie haben gecremt, Sie waren im Schatten, Sie haben vor dem Urlaub Ihren Vorrat an Karotinen (verhindert Sonnenbrand von innen) aufgestockt - aber es hat Sie trotzdem erwischt. Was ist da zu tun?

Sofortmaßnahmen

  • Eine erste Hilfe ist es, wenn Sie die betroffenen und geröteten Stellen mit Joghurt bestreichen. Der entspannt die Haut, mindert die Schmerzen.
  • Den gleichen Effekt erzielen Sie mit dem Saft von frischen Zitronen oder Limetten.
  • Kühlen Sie die betroffenen Stellen mit Tüchern, die Sie vorher mit einer isotonischen Kochsalzlösung getränkt haben.
  • Trinken Sie viel Mineralwasser oder Fruchtsaft mit Mineralwasser gemischt (Apfelsaftschorle).
  • Bedecken Sie die verbrannten Hautstellen mit ganz normalem Speisequark und lassen Sie diesen ca. 30 bis 45 Minuten einwirken, danach sehr gründlich mit lauwarmem Wasser abwaschen.
  • Verwenden Sie ein antiallergisches Gel oder einen speziellen Puder.
  • Aloe-vera-Gel ohne Duftzusätze hat sich ebenfalls sehr bewährt.
  • Legen Sie einen aufgekochten Beutel mit schwarzem Tee auf.
  • Tragen Sie einen Sud oder eine Tinktur von Eichenrinde auf (die Gerbstoffe helfen der Haut).
  • Streichen Sie auf die verbrannten Hautstellen After-sun-Lotionen auf, lindern Sie mit Zinköl oder Beinwell-Salben.
  • Verwenden Sie lieber wasserhaltige Produkte als fetthaltige. Erstere kühlen die Haut besser. Eine weitere Lösung, welche in der Apotheke ohne Arztbesuch erhältlich ist, stellt das Sanddornöl da. Das Mittel sollte auf ein feines Tuch aufgetragen werden. Damit werden die entsprechenden Hautpartien schließlich ein wenig eingerieben. Wichtiger ist jedoch das Tuch eine Weile, ca. 40 Minuten, auf der verbrannten Stelle aufzulegen. Dies dient der schnelleren Regeneration der beanspruchten Haut.

Insbesondere bei Babys und Kindern kann der Sonnenbrand sehr unangenehm und auch gefährlich werden. Die Eltern haben dafür zu sorgen, dass der Nachwuchs ausreichend geschützt ist. Dabei gelten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie bei Erwachsenen. Diese sind bei Kindern jedoch doppelt wichtig, da diese noch empfindlicher sind. Für Jugendliche gilt dies ebenfalls.

Durch die Kleidung, eine Schutzlotion, eine Sonnenbrille und weitere Maßnahmen kann der Nachwuchs geschützt werden. Kinder sind jedoch unbedacht und machen sich auf dem Weg zum Spielen keine Gedanken über Vorsichtsmaßnahmen. Eltern müssen sich auch in diesem Fall, um das Wohl ihrer Kinder kümmern. Bei sehr starker Sonneneinstrahlung empfiehlt es sich, den Nachwuchs nur an schattigen Orten und Plätzen spielen zu lassen. Mehr Informationen finden sie hier.

Ein richtiger, schmerzender Sonnenbrand ist eine Verbrennung der Haut

Deshalb sollten Sie bei folgenden Symptomen einen Arzt aufsuchen:

  • Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit.
  • Wenn es sich bei den Opfern um Kleinkinder oder Babies handelt.
  • Bei starker Rötung und starken Schmerzen.
  • Wenn Sich auf der Haut Brandblasen bilden. Solche Blasen sollten Sie nie selbst öffnen, denn es besteht starke Infektionsgefahr.

Sehr wichtig ist auch folgende Information: Wenn im Radio oder in den Zeitungen vor hohen Ozonkonzentrationen in der Luft gewarnt wird, dann steigt die Gefahr eines Sonnenbrandes.