Depression: Gefahr für Ihre Sehkraft

Depression: Gefahr für Ihre Sehkraft

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Von einem schwermütigen depressiven Menschen sagt der Volksmund: "Der sieht doch Alles nur grau in grau", oder "Der mit seiner ewigen Schwarzseherei." Der Volksmund hat - wie so oft - recht: Depressionen verändern oder zerstören sogar das Wahrnehmungsvermögen durch das Auge. Farben werden stumpf, Kontraste verwischen. Der Grund: Das Auge hat wegen der Depression einen zu niedrigen Dopamin-Spiegel. Was Dopamin ist, wie es wirkt, was Sie gegen den Dopaminmangel tun können.

 

Freiburger Wissenschaftler konnten erstmals festellen, dass Depressionen und der damit verbundene Dopamin-Mangelin einem unmittelbaren Zusammenhang mit schwindender Sehkraft zu tun haben. Prof. Dr. Ludger Tebatz van Elst: "Damit haben wir vielleicht zum ersten Mal eine objektive Messmethode für diesen Gemütszustand gefunden."

Bei ihren Forschungen entdeckten die Wissenschaftler, dass die Patienten umso mehr Probleme hatten Kontraste wahrzunehmen, je schwerer ihre Depression war.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der besonders niedrige Dopamin-Spiegel im Gehirn depressiver Menschen Auslöser dieser Sehschwäche ist.

Was ist Dopamin?

Dopamin ist ein wichtiger Botenstoff im Nervensystem, wichtig für körperliche und seelische Aktivität. Das Problem der unruhigen Beine (restless leg syndrom = RLS) wird z. B. nach aktuellem Kenntnisstand von einer gestörten Dopaminfreisetzung im Hirnstamm ausgelöst. Dopamin ist ein Botenstoff (Neurotransmitter), der Impulse (Informationen) zwischen Nervenzellen, Hirnzentren und Immunsystem weitergibt. Der Hinweis auf einen möglichen Dopaminmangel im Zentralnervensystem ist sehr ernst zu nehmen. Im Extremfall führt Dopaminmangel im Gehirn zum Parkinson-Syndrom ("Schüttellähmung") mit folgenden den Symptomen:

  • Störung im Verdauungssystem
  • Störung des Wach-Schlafrhythmus mit enormer Tagesmüdigkeit
  • Regelrechte Schwitzanfälle
  • Zittern und/oder Kopfwackeln
  • Depressionen
  • Gedächtnisstörungen

Wir brauchen Dopamin für ein erfülltes und glückliches Leben. Es regelt und steuert:

  • Die optimale Funktion von Herz und Kreislauf
  • Die Befreiung von unbestimmten Ängsten
  • Das Wohlbefinden
  • Die Gelassenheit und die Lebensfreude
  • Die Aktivierung des Immunsystems
  • Unseren Antrieb
  • Kraftvolle und harmonische Bewegungsabläufe
  • Die Feinmotorik
  • Den Mut, die Reaktion und die Konzentration

Damit alle diese Lebensfunktionen stattfinden braucht das Gehirn einen gut eingeregelten Dopamin-Spiegel. Den können Sie durch folgende seelischen Betätigungen stark unterstützen:

  • Regenerieren Sie Ihren eigenen Lebensmut
  • Konzentrieren Sie sich auf Wesentliches
  • Entwickeln Sie Freude an der Bewegung
  • Gehen Sie in Ihrer Arbeit oder Ihrem Hobby auf
  • Trainieren Sie Medidation, entspannte Konzentration
  • Mach Sie hin und wieder Gruppenfasten
  • Unterdrücken Sie Ihre Gefühle und Stimmungen nicht, sondern leben Sie diese aus

Dopamin und Ihre Ernährung

Natürlich können Sie die Bildung des Botenstoffs Dopamin auch durch die richtige Ernährung unterstützen.Mit folgenden folgenden wichtigen Inhaltsstoffen können wir das Gehirn unterstützen:

  • Vitamin B6 Das finden wir in der Milch, in Eiern, Bananen, Innereien, Fisch, Hefe und Vollkornprodukten.
  • Omega 3-Fettsäuren Die sind besonders in fetten Meeresflächen wie Hering, Makrele, Lachs, Sardine und Thunfisch vorhanden. Aber auch in Walnüssen, Leinsamen, Spinat, Raps-, Sesam- und Sojaöl.
  • Vitamin B12 Das wird vom Körper in der Leber gespeichert. Es ist fast nur in tierischen Nahrungsmitteln enthalten. Zum Beispiel in Leber, Fleisch. Eiern, Milch und Fisch.
  • Tyrosin Ganz besonders wichtig ist Tyrosin, den aus dieser Aminosäure werden Dopamin und und Noradrenalin aufgebaut. Tyrosin ist in Fleisch, Fisch und Milchprodukten enthalten.
  • Zink Ein ebenfalls sehr wichtiger Vitalstoff, denn Zinkmangel kann zu Depressionen führen. Es ist in Fleisch, Eiern und Milch enthalten, sowie in Weizenkeimen, Sesam, Kürbiskernen, Kartoffeln und Vollkornbrot.
  • Vitamin B9 (Folsäure) Das ist massgeblich an der Produktion von Dopamin und Serontonin beteiligt. Folsäure finden wir in Spinat. Salat, Spargel, Leber, Tomaten, Getreide und Vollkornprodukten.
  • Vitamin E Kann vor Alzheimer und Parkinson schützen. Es ist in allen pflanzlichen Ölen enthalten und in Nüssen. Avocados, Kopfsalat und Karotten.
  • Tryptophan Tryphtophan-Mangel führt zu Depressionen, es ist ein Grundbaustein von Serontonin. Das kann nur mit Hilfe von Vitamin B6 und B12 vom Körper hergestellt werden. Wir finden es in Cashewkernen, Eiern, Fisch, Käse, Sojabohnen, Hafer und Linsen.
  • Cholin Das brauchen wir für Acetylcholin, das eine wichtige Rolle für unser Gedächtnis und für die Koordination unserer Bewegungen spielt. Der Körper gewinnt es auch Lezithin, einer fettähnlichen Substanz. Lecitihin und damit Cholin kommt in Eigelb, Sojabohnen, Weizenkeimen, Hefe, Fleisch und Fisch vor.

 

Wenn es um Dopamin geht, dann darf man Ginseng nicht vergessen. Die Inhaltsstoffe dieser Wurzel wirken sich positiv auf die Dopaminaktivitäten im Gehirn aus und aktivieren das Immunsystem.