Darmprobleme: Vorboten von schweren Krankheiten

Darmprobleme: Vorboten von schweren Krankheiten

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Der Darm ist eines unserer wichtigsten Organe. Ist er gesund und stark, dann geht es uns gut.Haben Sie aber Darmprobleme, dann schlägst sich das auf die Verdauung und den Stihlgang nieder, und dann wird es bedenklich. Blähungen, Durchfall, Verstopfung und ähnliche Beschwerden werden oft dem Magen oder Verdauung zugeschoben. In Wahrheit sind es Darmprobleme, die wiederum auf Krankheiten unseres Organismus hinweisen. Diese Alarmsignale aus dem Darm müssen Sie unbedingt beachten, denn sie weisen oft auf sehr schwere Krankheiten hin.

Darmbeschwerden können zum Beispiel durch eine Milchzuckerunverträglichkeit (Laktose-Intoleranz) entstehen. Weil Ihnen das Enzym Laktase fehlt, verbleibt der Milchzucker im Darm und bindet Wasser. Das führt zu Durchfall. Zusätzlich vergären Darmbakterien den unaufgespaltenen Zucker, das führt zu Krämpfen, Blähungen und Bauchschmerzen. Diese Beschwerden treten meist kurz nach dem Genuss von Milch und Milchprodukten (zum Beispiel Käse, Sahne, Eis, Schokolade) auf. Wenn Sie diese Symptome bei sich bemerken, sollten Sie einen Arzt konsultieren. Und Sie müssen Ihre Ernährung ändern.

Wenn Sie bei Ihrem Stuhl Veränderungen der Art und der Häufigkeit der Entleerung entdecken, wenn Sie unter chronischen Blähungen leiden, wenn Sie häufig unter Müdigkeit leiden und an Gewicht verlieren, oder wenn Sie gar Blut im Stuhl entdecken, dann herrscht Alarmstufe "Rot": Den das sind deutliche Anzeichen für einen möglichen Darmkrebs. Da hilft es nicht mehr, die Ernährung umzustellen oder das Essen zu verändern: Sie müssen zum Arzt, und zwar sofort. Diese Darmprobleme sind das letzte Alarmzeichen, das Ihr Darm aussendet.

Es gibt noch eine schwere Erkrankung, die sich durch Darmprobleme ankündigt: Die Leberzirrhose. Die beeinträchtigt den Darm und damit Ihre Gesundheit durch folgende Beschwerden: Unregelmässiger Stuhlgang, Verstopfung, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Blähungen und ständigem Druck unter dem rechten Rippenbogen. Eine Leberzirrhose entsteht fast immer durch übermässigen Alkoholgenuss. Sie kann nicht mehr arbeiten,. das schädigt den Darm und führt zu den beschriebenen Darmbeschwerden. Auch bei diesen Symptomen muss sofort der Arzt konsultiert werden. Die erste Massnahme: Sofortiger Alkoholentzug und ein möglichst fettarmes Essen.

Wenn Sie an einer generellen Störung der Funktionen von Magen und Darm leiden, dann weisen diese Symptome auf einen Reizdarm hin: Blähungen, Krämpfe, die Frequenz des Stuhlgangs und seine Konsistenz verändern sich - Sie haben Darmprobleme. Sie können eine Therapie zwar durch eine Nahrungsumstellung und Naturmittel unterstützen, aber auch hier muss der Arzt eingeschaltet werden.

Auch eine Glutenunverträglichkeit (Getreidellergie) kann sich durch Darmprobleme ankündigen. Das vor allem in Weizen, Gerste, Roggen und Hafer vorkommende Klebereiweiß Gluten greift die Schleimhaut des Darm (vor allem des Dünndarms) an, es kommt zu Blähungen, Durchfall. Übelkeit und starker Gewichtsabnahme. Wenn aufgrund solcher Beschwerden eine Glutenunverträglichkeit festgestellt wurde, dann hilft nur eine strenge Diät.