Darmkrebs: Männer müssen früher zur Vorsorge

Darmkrebs endet meist tödlich, wenn er nicht rechtzeitig erkannt wird. Damit gehört er zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Da galt bisher die Regel, dass die Darmspiegelung zur Krebsvorsorge ab 56 von den Kassen übernommen wird. Da aber kann es für Männer schon zehn Jahre zu spät sein. Warum das so ist, was Sie tun sollen.

 

Das Darmkrebs-Risiko beginnt für Männer schon ab 50

Waren die Ärzte bisher davon ausgegangen, dass die erste Darmspiegelung etwa ab Mitte 50 erfolgen sollte und dann im Siebenjahresrhyrhmus weiter, haben neue Forschungen ergeben: Das kann für Männer schon zu spät sein. Denn bei ihnen wachsen die kritischen Schleimhautwucherungen offenbar früher als bei Frauen.

Mann zu sein ist bei Dickdarmkrebs offenbar ein zusätzlicher Risikofaktor. Dr. Monika Ferlitsch, Magen-Darmspezialistin von der Medizinischen Universität Wien hatte rund 45 000 Vorsorge- Darmspiegelungen untersucht und analysiert. Dabei zeigte sich, dass Männer zwischen 50 und 55 Jahren beinahe doppelt so oft Vorstufen und frühe Formen von Dickdarmkrebs hatten wie gleichaltrige Frauen. Bei Frauen war das Risiko erst in der Altersklasse 55 bis 60 gleich hoch wie bei den zehn Jahre jüngeren Männern.

Rechtzeitig behandelt hat Darmkrebs keine Chance

Wichtig ist es, zu wissen: Eine Darmspiegelung (Koloskopie) zum richtigen Zeitpunkt kann Krebs im Dickdarm wirksam verhindern. Bösartige Wucherungen im Verdauungstrakt entstehen fast immer aus gutartigen Schleimhautveränderungen. Werden diese sogenannten Polypen oder Adenome rechtzeitig entdeckt und entfernt, hat der Darmkrebs keine Chance. Deshalb wird in Deutschland allen Männern und Frauen ab dem 56. Lebensjahr geraten, zur Darmspiegelung zu gehen. Für Männer ganz offensichtlich zu spät.

Was können Sie nun selbst tun, um dem Darmkrebs vorzubeugen? Sie müssen bei Darmbeschwerden beachten:

Kontrollieren Sie regelmässig Ihren Stuhl. Vedächtig ist bleistift-dünner Kot. Er deutet auf eine Verengung durch Polypen hin. Blut im Kot kann aus dem Dickdarm stammen. Verstopfung und Durchfall, die länger als 3 bis 5 Tage dauern, sollten ärztlich kontrolliert werden. Ein plötzlicher Gewichtsverlust ohne erkennbare Ursachen, oder aber Appetitlosigkeit können Zeichen einer chronischen Darmentzündung sein.

Achten Sie bei Darmkrebs auf das Säure-Basen-Gleichgewicht

Auf das Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper achten. Giftstoffe meiden. Keine Hungerkuren machen. Wenn man die Ernährung umstellt - etwa auf Vollkorn -, dann bitte langsam und nur nach und nach.

Besonders schädlich für den Darm

Üppiges Essen, hastiges Essen, zu fettes und zu süßes Essen schaden dem Darm. Auch zu viel Salz. Wir sollten reichlich Ballaststoffe, viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch essen. Wir sollten viel Flüssigkeit zu uns nehmen, damit Giftstoffe abtransportiert werden.Zu viel Kaffee, Rauchen, Alkohol, scharfes Essen. mangelnde Bewegung, Medikamente. Vor allem Antibiotika, welche die Darmflora zerstören.

So helfen Sie dem Darm

Folgendes Gemüse stellt eine interessante Darmkrebs-Vorsorge dar: alle Kohlgemüse, Tomaten. Ganz wichtig für den Darm: 5 mal am Tag Obst und Gemüse in allen Farben, soviel man in eine Hand hinein bekommt. Für ein vermindertes Krebsrisiko im Darm brauchen wir täglich 30 bis 35 Gramm Ballaststoffe, weniger Fett, kein rotes Fleisch, keinen Alkohol, kein Nikotin. Wir sollten Milchsäure-Bakterien zuführen: mit Sauerkraut, Brottrunk, milchsauer vergorene Gemüsesäfte.

Ersetzen Sie tierische Fette durch Pflanzenöle. Wir sollten Speisen zuführen,die uns mit Vitamin C und D,mit Beta Carotin und mit Selen versorgen. Wir sollten aber auch die Schutzfunktionen der sekundären Pflanzenstoffe nützen: Zitrusfrüchte enthalten Naringenin, Sellerie und Petersilie sowie Thymian Apigenin, Zwiebeln, Grünkohl, Äpfel Quercetin und Polyphenole, Äpfel und Tee Catechine, Kirschen, Trauben, schwarze Johannisbeere Cyanidine.

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