Cranberry: Diese Wirkung sollten sie kennen

Cranberry

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Hier sind Cranberries und der Cranberrysaft die besten Helfer: Es brennt im Unterbauch, beim Wasserlassen kommen nur ein paar Tropfen, sehr oft kann man den plötzlichen Harndrang nicht mehr bremsen, man nässt ein: Sie haben eine Entzündung der Blase und/oder der Harnwege. Besonders schlimm, wenn Sie eine solche Entzündung im Urlaub erwischt. Der Gang zum Arzt ist unerlässlich, und etliche schöne Urlaubstage sind futsch. Das können Sie sich sparen, wenn Sie zu Hausmitteln greifen. Wie zum Beispiel zu Cranberry (lat. Vaccinium macrocarpon)

Gegen Blasen- und Harnröhrenentzündungen - von der wegen der Anatomie besonders oft Frauen betroffen sind - können Sie jetzt schon im Vorfeld mit Cranberry etwas tun. Hilfe bringt ein uraltes Hausmittel der nordamerikanischen Indianer, gewonnen aus der Cranberry-Frucht. Die natürliche Heimat von Vaccinium macrocarpon liegt in Hochmooren im östlichen Nordamerika.

Zurück zu den Krankheiten, und warum amerikanische Cranberry (die unserer heimischen Moosbeere sehr ähnlich ist, nur dass die Heilwirkungen von Cranberry und ihrem Saft sehr viele stärker sind), da so hilfreich sind. Was geschieht bei einer solchen Entzündung im Unterleib? Verursacht wird die Blasenentzündung fast immer durch Bakterien, und zwar vor allem durch Kolibakterien aber auch von Staphylokokken und anderen Bakterien, die nur dann zuschlagen können, wenn die natürlichen Abwehrmechanismen von Harnröhre und Blase geschwächt sind.

Kolibakterien und ihre Partner siedeln sich auch im Körper eines gesunden Menschen in großer Zahl im Darm und im Bereich des Harnröhrenausganges an. Sie lösen aber erst dann eine Entzündung aus, wenn sie in die Blase gelangen und sich dort stark vermehren. Die Bakterien haben feine Fäden, die sie wie Füßchen ausfahren. Damit setzen sie sich in der Schleimhaut der Blase fest und lösen die Entzündung aus.

Nun gibt es in der Naturmedizin verschiedene Pflanzen, deren Wirkstoffe das Festhaken der Koli- und anderer Bakterien in Blase und Harnwegen verhindern und deren Wirkungen bekämpfen: Die Preiselbeere, die bereits erwähnte Moosbeere, vor allem aber die amerikanische Cranberry. Diese Wirkstoffe legen sich wie ein Schleimfilm über die Bakterien, die können sich nicht mehr ansiedeln und werden ausgeschwemmt. Und da kommt jetzt die Frucht der Cranberry ins Spiel.

Um ihre vorbeugende Wirkung und Heilkraft bei Blasen- und Harnwegsentzündungen wusste die Indianer Nordamerikas (dort wächst die Cranberry, eine Verwandte unserer heimischen Preisel- und Moosbeere) schon lange. Im Jahr 1923 haben amerikanische Ärzte erstmals die Cranberry-Anwendungen der Indianer unter die Lupe genommen und haben nachgewiesen: In der Vaccinium macrocarpon stecken natürliche antibiotische Kräfte. Und erst 1994 hat man an der Rutger State Universität in New Jersey die Substanzen gefunden, die sich ideal als Naturmedizin gegen Harnwegs-Infektionen eignen.

Die Cranberry hilft als Saft oder als Frucht

Wie die Moosbeere und auch die Heidelbeere sind Cranberries eine sauere Angelegenheit. Gekocht oder getrocknet die Cranberry aber durchaus aromatisch und wohlschmeckend. Auch für eine Sauce zu Fleischgerichten und Wild wird sie gerne verwendet Die Cranberry sieht zwar aus wie eine Preiselbeere, ist aber größer. Ob als Cranberrysaft, als Pulver oder als Marmelade und Kompott genossen - die Heilwirkung der Vaccinium macrocarpon (ihr wissenschaftlicher Name ist auch Oxycoccus macrocarpus) ist enorm.

Die amerikanische Cranberry ist ein Heidekrautgewächs, die bei uns auch großfrüchtige Moosbeere genannt wird. Sie wird wegen ihrer antibakteriellen Wirkung angewendet bei Erkrankungen der Harnwege, bei Durchfall, Fieber, Magengeschwüren. Cranberrysaft ist gut bei Nierenbeckenentzündung, Mundschleimhautentzündung, Rheuma und Vitamin C-Mangel.

Diese Inhaltsstoffe machen die Cranberry so wertvoll:

  • Flavonoide
  • Bor, Zink und Phosphor
  • Oleanolsäure, Pektin, Zitronensäure und Proanthocyanidin

Cranberrysaft sollten Sie immer verdünnt trinken.