Ballaststoffe machen schlank

Ballaststoffe machen schlank

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Dick und deswegen krank - dieses Schicksal trifft immer mehr Menschen in Deutschland. Dabei wäre die Rettungsformel vor diesem Teufelskreis ganz einfach: Schlank und gesund durch Essen. Allerdings muss es schon die richtige Ernährung sein. Und da spielen die Ballaststoffe eine absolute Schlüsselrolle. Mit denen können Sie sich aus der Fett-Falle retten. Wo die drin sind, wie viele Sie brauchen.

Wir verfetten

Zuerst einmal eine Erklärung: Ballaststoffe sind die Stoffe in unseren Lebensmitteln die nicht verdaut werden, also auch nicht in Energie und Fett umgewandelt werden können. Leider aber ernähren wir uns aber fast immer noch so, als seien wir gerade eine Hungersnot entronnen - oder als stünde eine kurz bevor: Viel Fett, viel Zucker, viel Fleisch und viel Weißmehl. Und so fressen wir uns langsam aber sicher die Kilotabelle hoch.

Der Preis für dieses "große Fressen" ist eine zunehmende Verfettung der Nation und die daraus resultierenden schrecklichen Folgen für die Gesundheit: Eine ständig zunehmende Zahl von Menschen aller Altersklassen, die an Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und/oder Herz-Kreislauferkrankungen leiden. Man muss sich das einmal vorstellen: 66 Prozent der deutschen Männer und 50 Prozent der Frauen sind übergewichtig oder leiden an Fettsucht.

Ein Riesenmarkt, das haben die Ernährungsindustrie und selbsternannte Diät-Gurus längst erkannt und beglücken uns mit immer neuen Diäten - die meist erfolglos sind. Nur teuer - das sind sie immer. Dabei gibt es ein ganz einfaches Erfolgsrezept: Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegt das Geheimnis einer langfristigen schlanken Gesundheit vor allem darin, wie viel Ballaststoffe ein Mensch verspeist.

Ballaststoffe sind keine Dickmacher

Sehr oft gelten Ballaststoffe auch als Dickmacher. Das ist völliger Unsinn. Als unverdauliche Füllstoffe "verdünnen" Ballaststoffe den Energiegehalt der Nahrung und fördern das Sättigungsgefühl - gute Voraussetzungen, um schlank zu werden und zu bleiben. Und sie sind gesund. Die löslichen Ballaststoffe spielen vor allem für den Stoffwechsel eine wichtige Rolle. Sie können zum Beispiel die Blutfettwerte senken und dem Körper helfen, Cholesterin auszuscheiden. Laut der neuen DGE-Leitlinie "Kohlenhydrate in der Primärprävention" helfen Ballaststoffe zudem, Übergewicht, Typ-2-Diabetes und Dickdarmkrebs vorzubeugen.

Ballaststoffreiche Ernährung hält Sie schlank

Erwachsene sollten am Tag etwa 30 g Ballaststoffe essen. Ballaststoffe sind ausschließlich in den Zellwänden und im Schalengewebe von Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen, Obst und Gemüse zu finden. Besonders wertvolle Ballaststoffe liefern Getreideerzeugnisse. Auch da gibt es Unterschiede: Roggenmehl hat dreimal so viel Ballaststoffe wie Weißmehl.

Viel Ballaststoffe enthalten je 100 g:

  • Weizenkleie 45 g
  • Blumenkohl 26 g
  • Weiße Bohnen 23 g
  • Sojabohnen 22 g
  • Weizenkeime 18 g
  • Erbsen 17 g
  • Linsen 17 g
  • Knäckebrot 14 g
  • Karotten 12 g
  • Mais 10 g
  • Vollkornbrot 8 g
  • Vollkornnudeln 8 g

Wenn Sie nun beschließen, Ihre Ernährung durch mehr ballaststoffreiche Lebensmittel anzureichern, dann sollten Sie das langsam tun: Sonst drohen Blähungen und Völlegefühl.

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