Aufstoßen - Gesund für den Magen

Aufstoßen sollte in der Öffentlichkeit vermieden werden.

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Rülpsen, kopern, Bäuerchen machen - für das Aufstoßen gibt es viele Worte. Und Sprichworte. "Warum furzet und rülpset ihr nicht, hat es euch nicht geschmacket?", soll Martin Lurther gefragt haben. Oder: "Der Rülps das ist ein Magenwind, der den Weg nach hint nicht find."

Medizinisch gesehen ist das Aufstoßen eine plötzliche Gasentleerung aus dem Magen, die meisten vier Ursachen hat:

  • Zu üppiges Essen
  • Ein hoher Anteil an blähenden Nahrungsmitteln (z.B. Bohnen) am Essen
  • Zu viel stark kohlensäurehaltige Getränke wie Mineralwasser, Sekt, Limonade, Cola oder Weißbier
  • Stress, der Ihnen auf den Magen geschlagen ist

Beim Aufstoßen wird die Luft aus dem Magen geräuschvoll nah oben gepresst. Geschieht die Entleerung von ganz unten im Magen, dann ist das Aufstoßen sehr geräuschvoll. Es gilt deshalb in unserem Kulturkreis als unfein, ekelhaft und Ausdruck von sehr schlechter Erziehung. Medizinisch gesehen muss man allerdings sagen, dass es gesundheitlich sehr viele Vorteile hat.

Aufstoßen tut Ihnen gut

Das Entleeren des Magens von Verdauungsgasen ist ein natürlicher Vorgang, den man nicht unterdrücken sollte. Denn das kann - so der Ganzheitsmediziner Dr. Michael Ehrenberger - schlimme Folgen bis hin zu gesundheitlichen Problemen haben. Da wären zum Beispiel:

  • Verstärktes Herzklopfen
  • Kurzatmigkeit und dadurch hervorgerufene Angstzustände
  • Hitzewallungen
  • Schwindelanfälle und Schlafstörungen

Diese Probleme entstehen, weil das Zwerchfell durch den gasgefüllten Magen nach oben gedrückt wird und das Herz bedrückt. Das schafft eine Brustenge, die einer Angina Pectoris ähnelt. Außerdem werden körperliche Rhythmen wie die Atmung beeinträchtigt. Es ist auf jeden Fall besser, die Gesellschaft zu verlassen und sich draußen durch einen kräftigen Rülpser zu erleichtern, als das Aufstoßen zu unterdrücken und dadurch Probleme zu bekommen. Außerdem wird dem Magen die Verdauungsarbeit erleichtert, wenn er nicht durch eine große Gasmenge aufgebläht ist.

Tricks und Hausmittel gegen Aufstoßen

  • Sie müssen sich beim Essen viel zeit lassen. dadurch wird verhindert, dass Sie Luft schlucken, die dann wieder raus muss
  • Helfen Sie der Verdauung durch langsames und sorgfältiges Kauen
  • Vermeiden Sie es, Getränke durch einen Strohhalm zu schlürfen. Auch beim direkten Trinken aus der Flasche zieht man viel Luft
  • Vermeiden Sie es, beim Essen viel zu reden. Nicht umsonst lehrt man die Kinder: "Mit vollem Munde spricht man nicht."
  • Kein Fernsehen während des Essens. Sie verlieren die Kontrolle über die Nahrungsaufnahme und schlucken viel Luft
  • Wenn Sie sehr häufig aufstossen müssen, dann könne das die Vorboten einer beginnenden Magenschleimhautentzündung sein, oder Sie haben Helicobacter pylori. Das müssen Sie beim Arzt abklären lassen.
  • Sehr hilfreich ist der Genuss meiner Tasse lauwarmen Kamillentees. Das darin enthaltene Bisabolol beruhigt den Magen
  • Trinken Sie Wasser mit Heilerde. 1 Teelöffel Heilerde für den inneren Gebrauch (Apotheke) in ein Glas Wasser geben, fest umrühren und zügig trinken

Nur das Baby darf ungeniert und kräftig die beim Trinken geschluckte Luft als "Bäuerchen" aus dem Magen entlassen. Das bekommt sogar Beifall dafür. Als Erwachsener sollten Sie zwar das Aufstoßen nicht unterdrücken, es aber in Gesellschaft vermeiden.