Eine Situation, die fast jeder von uns kennt: Man trifft in Gesellschaft einen Bekannten in dunkler Kleidung. Auf den Schultern und am oberen Rückensansatz: überall Haarschuppen, deutlich auf dem dunklen Stoff sichtbar. Man findet es ekelig. Aber keiner sagt etwas. Über Schuppen redet man nicht. Ein Tabu-Thema. Wer unter Schuppen leidet, ist bedauernswert. Er muss zum Arzt. Denn man kann Schuppen - meist sogar mit Naturmedizin - in den Griff bekommen.
Eine wissenschaftliche Studie des Münchner Meinungsforschungs-Institutes EMNID hat ergeben: 67,3 Prozent der Befragten empfinden Schuppen als unappetitlich und abstoßend. Rund 60 Prozent halten Menschen mit starkem Schuppen-Befall für ungepflegt. Und 96,5 Prozent sind der Meinung, dass man gegen Schuppen sofort etwas unternehmen sollte.
Auch wenn es Betroffene nicht glauben können: Es ist wichtig, dass es Schuppen gibt. Sie sind das Ergebnis eines Vorganges, der unzählige Male im menschlichen Organismus abläuft. Unsere Haut erneuert sich ständig. Dabei werden alte Zellen nach oben transportiert und verhornen an der Oberfläche. Das dauert etwa 28 Tage. Das nennt man Abschilferung. Normalerweise bemerkt den Vorgang niemand, weil die Zellen so winzig klein sind, dass man sie nur unter dem Mikroskop sieht.
Bei sichtbaren Schuppen läuft etwas schief. Der Abschilferungsprozess ist extrem beschleunigt. Dadurch sind die Hornschichtzellen nicht ausgereift, verfügen noch über eine Art Kleber, sodass viele Zellen zusammenkleben. So entstehen die hässlichen,großen Schuppen. Sie werden zur Plage.
Meist werden die Schuppen durch den Hefepilz Malassezia furfur verursacht. Er kommt in der Bakterien-Flora jeder Kopfhaut vor, kann sich aber durch trockene Heizungsluft, Stress, durch aggressive Haarpflegemittel, durch Stoffwechsel- und Hormon- Störungen stark vermehren.
Auch eine übermäßige Haarpflege mit falschen Mitteln, zu häufiges Haarewaschen mit aggressiven Schuppen-Shampoos reizt die Haut zusätzlich, sodass sie zu jucken und schuppen beginnt. Es kann aber auch der Lebensstil schuld daran sein, dass man Schuppen bekommt. Zu langes Arbeiten, zu viele Feste, zu wenig Schlaf und viele Besuche am Schnell-Imbiss-Stand mit Fast Food können Schuppen auslösen.
Grundsätzlich gilt die Regel: Wann immer Sie Schuppen in Ihren Haaren entdecken, sollten Sie den Hautarzt aufsuchen. Ganz besonders dann, wenn Sie auch rote Stellen sehen, oder wenn sich Pusteln zwischen den Haaren bilden.
Abgesehen von einer gezielten Behandlung sollten Sie einige Maßnahmen in Ihrem Leben setzen:
Forscher und Ärzte konzentrieren sich in den letzten Jahren beim Kampf gegen die Schuppen-Plage in erster Linie auf die Kraft von ganz bestimmten Heilkräutern. Da gibt es zwei „sanfte “ Schuppen-Kuren auf natürlicher Kräuterbasis entwickelt:
Bei trockenen Schuppen ohne Rötungen der Kopfhaut ist das beste Naturmittel die Huflattich-Lotion sowie ein Huflattich-Shampoo ( Apotheke ). Beide enthalten neben dem reizmildernden und entzündungshemmenden Huflattich ätherische Öle aus der Klettenwurzel und Zitronenmelisse. Die Klettenwurzel wirkt reizhemmend, die Zitronenmelisse beruhigt die Kopfhaut.
Wichtig in der Anwendung:
Man darf nicht zuviel vom Shampoo verwenden, höchstens eine Portion in der Größe einer Walnuss, bei kurzem Haar genügt die Menge einer Haselnuss. Beim Spülen sollte man doppelt soviel Zeit anwenden, wie man das Shampoo einmassiert hat. Speziell bei der Schuppen-Therapie muss man darauf achten, dass keine Shampoo-Reste zurückbleiben.
Wenn man ein Anti-Schuppen-Shampoo anwendet, muss man es länger als normal einmassieren. Nur so können die Inhaltstoffe der Heilkräuter intensiv wirken.
Bei fettigen, groben, stark anhaftenden Schuppen mit Rötungen und Juckreiz wirkt in erster Linie ein Weidenteer-Shampoo ( Apotheke ) . Das Weidenteeröl ist mit Thymianöl, Schwefel und Salicylsäure kombiniert. Das Shampoo löst die Schuppen schonend von der Kopfhaut ab, wirkt antiseptisch und stoppt die Überproduktion der Talgdrüsen.
Bereits nach 6 Mal Haarewaschen mit dem Huflattich-Shampoo und intensivem Einmassieren des Shampoos ist die Schuppenmenge oft innerhalb von zwei Wochen um zwei Drittel reduziert. Bei den schwerer zu behandelnden fettigen Schuppen gibt es nach 3 Wochen Pflege mit Weidenteer-Shampoo ebenso deutlich sichtbare Erfolge. Noch schneller sind die Schuppen oft eliminiert, wenn zum Weidenteer-Shampoo zusätzlich eine Huflattich-Lotion bei der Haarpflege eingesetzt wurde. Wichtig ist, dass die Heilkräuter für die Antischuppen-Kuren aus biologischem Anbau kommen.
Bild: © Marek Tihelka - Istockphoto.com
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