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Mit Brennessel und Joghurt gegen die Pollenallergie

Der Heuschnupfen - die Pollenallergie - ist ein besonders lästiges und qualvolles Leiden. Viele, die davon betroffen sind, machen einen großen Fehler und gefährden sich damit selbst. Sie unterschätzen die Symptome und denken: Das Niesen, die tränenden Augen, das Husten - alles ist sehr unangenehm, aber harmlos. Weit gefehlt! Der allergische Schnupfen ist der heimtückische Beginn einer verhängnisvollen Krankheitslawine, die im Endeffekt auch das Leben kosten kann.


Daher ist so früh wie möglich der Weg zum Arzt notwendig.

  • Zuerst spielen sich die allergischen Reaktionen tatsächlich nur im Bereich der Augen, der Nase und der oberen Luftröhre ab.
  • Als nächstes aber greift die Krankheit auf die Bronchien über, belastet die gesamte Lunge.
  • Daraus wird oft ein allergisches Asthma mit beängstigenden Anfällen.
  • Im weiteren Verlauf wird die chronische Bronchitis zu einem Lungen-Emphysem, einer Bläh-Lunge. Große Teile der Lunge geben ihre Funktion auf. Durch diese Luftnot kann es zum Versagen des rechten Herzmuskels kommen.

Das bedeutet: Vom ersten Augenblick an, da jemand entdeckt, daß er an einer Pollenallergie leidet, muß er sofort etwas dagegen unternehmen. Die wirksamste und ungefährlichste Waffe ist nach wie vor: Man geht den bedrohlichen Pollen aus dem Weg. Das setzt voraus, daß man Detektiv spielt und am besten selbst herausfindet, auf welche Pollen-Arten man so schlimm reagiert. Und man sollte sich nach Natur-Therapien umsehen.

Ein Kraut aus Indien hilft

Die Heilpflanzen-Medizin setzt gegen die Pollenallergie in den letzten Jahren mit großem Erfolg das indische Lungenkraut ein. Die Therapie kommt aus der Ayurveda-Medizin. Im Mittelpunkt steht der homöopathische Extrakt aus den Blättern des Adhatoda- Strauches. In einem aufwendigen Verfahren wird aus den Blättern des 2 Meter hohen Adhatoda-Strauches eine zart grüne Essenz gewonnen. Daraus wird die spezielle homöopathische Tinktur hergestellt.

Das Homöopatikum aus dem indischen Lungenkraut hat zwei Wirkeigenschaften. Man kann damit gezielt die Heuschnupfen-Beschwerden behandeln, aber auch im Sinne der Ganzheitsmedizin die körpereigenen Abwehr- und Selbstheilungskräfte stärken. Der Körper lernt, sich gegen die Pollen-Attacken auf natürliche Weise zur Wehr zu setzen. Offensichtlich ergänzen sich hier sinnvoll mehrere Eigenschaften des indischen Lungenkrautes: die Histamin-Ausschüttung wird gebremst und das Immunsystem , das bei der Allergie verrückt spielt, wieder normalisiert. Man nimmt über einen längeren Zeitraum 3 mal täglich 10 Tropfen der homöopathischen Tinktur.

Naturmedizin Kuhmilch

Doch man kennt seit Kurzem eine ganz andere, interessante Therapie. Der deutschen Menschen-und Tier-Mediziners Dr. Dr. Franz Starflinger aus Burghausen hat herausgefunden: Kühe kennen keine Pollen-Allergie, obwohl sie den ganzen Tag ihren Kopf im Gras und an Sträuchern bewegen. Durch diesen ständigen Kontakt zu Pflanzenpollen haben Kühe alle Abwehrmittel gegen eine Überreaktion des Immunsystems auf diese Reizstoffe in sich. Es liegt auf der Hand, daß die Mutterkuh alle erforderlichen Immun-Informationen gegen Pollen auch an das Kalb weitergibt. Und das tut sie mit der Muttermilch. Diese Tatsache kann sich auch der Mensch zunutze machen.

Das bedeutet: In der Milch, welche die Mutterkuh 48 Stunden nach dem Kalben, an ihr Junges weitergibt, sind viele Schutzstoffe enthalten, darunter aber auch die notwendigen Immun-Eiweiße, die gegen Pollenallergie wirken. Und diese Immun-Eiweiße sind bei Rindern und Menschen nahezu identisch. Sie können daher von der Muttermilch der Kuh auch an den Menschen weitergegeben werden.

Das ist eine neue Erkenntnis, mit der Dr. Dr. Starflinger Aufsehen erregt.

Dazu muss man wissen: Wenn eine Frau ein Kind bekommt, dann wird das werdende Kind schon im Mutterleib mit Schutzstoffen fürs Leben versorgt. Den Rest erhält es über die Muttermilch an der Mutterbrust. Beim Rind ist es anders. Das Kalb wird in der Kuh in keiner Weise mit Vitalstoffen versorgt. Die kriegt es alle erst nach der Geburt durch die Muttermilch, die von der Kuh in den ersten 48 Stunden nach dem Kalben abgegeben wird. Das ist eine ganz andere Milch als die normale Kuhmilch. Sie ist viel wertvoller. Die Kuh gibt etwa 10 Liter, das Kalb benötigt bloß 5 Liter. Daher werden die restlichen 5 Liter zu einer Naturmedizin verarbeitet.

Man spricht in der Medizin von der Kolostralmilch, Vormilch, Lac Vital oder Erstmilch. Sie wird im Labor zu einer fast glasklaren Flüssigkeit verarbeitet. Sie kann als solche eingesetzt oder als Trockenextrakt zu Kapseln verarbeitet werden. Kolostralmilch-Produkte gibt es in der Apotheke, müssen aber meist bestellt werden.

Bisher hat man Kolostralmilch gegen Verdauungsprobleme wie Gastrits und Dauerdurchfall, gegen Erschöpfung, aber auch zum allgemeinen Aufbau der Immunkraft eingesetzt. Kolostralmilch wird in manchen europäischen Ländern seit Jahren auch in der Aids-Behandlung unterstützend eingesetzt.

Und jetzt hat man die neue Wirkung entdeckt. Die Vor-Milch kann den Pollenallergiker stark machen gegen die Allergie-Anfälligkeit.

Hausmittel gegen Pollen-Allergie

Es gibt auch einfache Hausmittel und Naturrezepte, mit denen man sich gegen die Pollen-Allergie stark machen oder zumindest die Allergie-Symptome verringern kann:

  • Amerikanische Ärzte haben in der rohen Zwiebel das Flavonoid Quercetin entdeckt. Dieser Pflanzenfarbstoff blockiert jene Zellen im menschlichen Körper, die bei allergischen Reaktionen das Gewebshormon Histamin ausschütten. Die Zwiebel ist sozusagen in sanfter Weise ein natürliches Antihistaminikum. Man muß allerdings vorerst herausfinden, ob man eventuell auch gegen die Zwiebel allergisch ist. Auch das kann in seltenen Fällen sein.
  • Testpersonen in den USA, die an Gräserpollen-Allergie litten, fühlten sich viel besser, als sie täglich einen halben Liter Joghurt löffelten. Es hat sich in Untersuchungen herausgestellt: Die Bakterien-Kulturen im Joghurt haben eine allergielindernde Wirkung. Und: Die Joghurt-Bakterien verstärken die körpereigene Produktion von Gamma-Interferon. Und diese Substanz macht den Menschen stark im Kampf gegen Allergien.
  • Auch Trink-Kuren mit täglich einem Liter Brennesseltee - sowohl aus frischen als auch aus getrockneten Brennesselblättern - brachten merkbare Erfolge. Auch in der Brennessel - so stellten die amerikanischen Ärzte fest - sind histamin-blockierende Stoffe.

Viele dieser natürlichen Rezepte sind oft nur als sinnvolle Unterstützung der ärztlichen Allergie-Behandlung zu sehen. Sie tragen aber entscheidend dazu bei, die Lebensqualität des Betroffenen zu verbessern. So manches Rezept war aber auch schon für viele Pollen-Allergiker das Super-Mittel, das ihnen endlich hilft.

Bild: © Simone van den Berg - Fotolia.com




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