So machen Kamille, Lavendel und Hopfen Ihre Nerven stark
Nervosität - eine Krankheit unserer Zeit. Allein mit der täglichen Nahrung kann man die Nerven nicht stärken. Da muß man noch andere wichtige Maßnahmen setzen: Streß abbauen, Pause machen, das Wochenende zum Erholen nützen, Urlaub machen, wenn man sich kraftlos fühlt. Mehr Schlaf. Weniger rauchen, weniger Alkohol, weniger Kaffee. Lärm meiden. Termine absagen, sich nicht zuviel zumuten. Man muß etwas Wichtiges lernen: Einmal „Nein!“ sagen können.
Ganz wichtig ist auch, daß man sich auf große Aufgaben gut vorbereitet, sich dafür Mut macht und sagt: Ich schaffe das. Man sollte am Abend vor einem anstrengenden Tag ein beruhigendes Wannenbad nehmen, 8 Stunden schlafen. Ideal: ein Zitronen-Bad. Man schneidet 8 Zitronen mit Schale in Stücke, weicht diese ein paar Stunden in kaltem Wasser ein und drückt sie dann durch ein Sieb ins Badewasser.
Und das sind natürliche Rezepte, mit denen man die Nerven stärken kann:
Wenn man nicht die Zeit hat, Tees zuzubereiten, wenn man zum Beispiel unterwegs ist: Auch dann gibt es einfache Naturrezepte gegen schwache Nerven:
Man kann die Nerven auch mit Kräuterbädern stärken: Man gibt Melissenextrakt, Melissentee oder Baldrian-Tee ins Wasser. Oder man verwendet einen Fichtennadelzusatz. Wichtig ist: Man muß danach 1 Stunde im Bett ruhen. Sehr bewährt hat sich das oben genannte Zitronen-Bad, das nicht zu den Kräuterrezepten zählt.
Selbstverständlich gibt es auch einen Akupressur-Griff gegen Nervosität. Suchen Sie an der rechten Hand die Handgelenks-Querfalte und gehen Sie genau von der Mitte dieser Falte drei Finger breit den Arm nach oben. Hier sitzt der Punkt KS 6. Genau in der Mitte setzen Sie den Daumen der linken Hand an, lassen ihn leicht kreisen und drücken dabei. Machen Sie das ein bis zwei Minuten und wiederholen Sie die Übung mehrmals.
Und das sind einfache, aber wirksame Entspannungsübungen gegen Nervosität:
– Legen Sie sich in einen dunklen Raum. Gehen Soe früh zu Bett. Genießen Sie beruhigende Musik. Mozart hilft zum Beispiel großartig gegen Nervosität.
– Eine andere Übung gegen Nervosität: Setzen Sie sich aufrecht hin, drücken Sie die Zungenspitze gegen den Gaumen. Atmen Sie durch die Nase ein und durch den Mund aus und legen Sie dabei die Fingerspitzen beider Hände fest aneinander. Die Übung sollte eine Minute lang dauern.
Und das sind alte, bewährte Hausmittel gegen Nervosität:
– 1 Glas Milch mit Honig,lauwarm, langsam trinken.
– 1 ungeschälten Apfel klein schneiden,mit 1/2 Liter kochendem Wasser übergießen , 1 Stunde ziehen lassen,mit Honig süßen,langsam trinken. Man nannte das früher Großmutters Apfeltee.
Wie gehen Mediziner und Psychotherapeuten mit der Nervosität der Patienten um?
– Wichtig ist ein ausführliches Gespräch, damit der Arzt herausbekommt, in welcher Situation die Nerven angespannt sind. Daraus ergeben sich oft bereits nützliche Lösungs-Stategien.
– Es gibt auch eine Kombinations-Behandlung am Körper und am Geist: mit Energie-Arbeit, Atem-Massage. Das ist wichtig für das Bewußtmachen von Situationen und Verhaltensmustern, welche nervös machen.
– Medikamente werden heute nur im Notfall gegeben. Nur dann, wenn die Lage sehr bedenklich ist und keine Zeit für eine langfristige Behandlung ist. Und wenn man sieht, daß sich aus der Nervosität eine Krankheit entwickeln kann. Zum Beispiel Herzrhythmus-Störungen.
Wenn ein Kind unter nervösen Zuständen leidet, sollten Eltern unbedingt zum Arzt gehen. Denn es kann in der Folge bei Mädchen und Jungen durch Nervosität zu Eßstörungen kommen, zu Nägelkauen, zum Zucken der Mundwinkeln, zum Haare-Raufen. Je früher man hier medizinisch oder psychotherapeutisch eingreift, desto eher kann das Problem gelöst werden.
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