Es wird endlich wieder richtig warm. Wir laufen bald wieder barfuß oder tragen leichte Sandalen. Vor allem im Garten oder am Badestrand. Dabei aber kommen Schönheitsfehler zutage, die wir gerne wieder loswerden wollen. Dazu gehört die harte, unansehnliche Hornhaut an den Füßen, die sich über den Winter meist an den Fersen und Zehenballen gebildet hat. Man kann mit verschiedenen natürlichen Rezepten wieder makellose Füße bekommen.
Hornhaut-Veränderungen und Schwielen an den Füßen entstehen durch zu enge Schuhe, durch zu viel Stehen und Gehen, aber auch durch Veränderungen am Fuß, wenn sich die Zehen im Laufe der Zeit verformen, oder wenn sich die Fußknochen aus ihrer normalen Position verlagern. Das ist dann der Fall, wenn sich die Mittelfuß-Knochen senken. Was kann man nun tun, um den Fuß wieder von seinen Hornhautstellen zu befreien?
Ein wirkungsvolles Rezept stammt aus der Klostermedizin: 1 Eßlöffel Kamillenblüten ( Apotheke) werden in einem Stück Leinenstoff eingeschlagen, dann mit etwa 3 Eßlöffel kochendem Wasser übergossen, sodaß sie das Päckchen vollgetränkt ist. Dann legt man es auf die Hornhautstelle auf und drückt es mit den Fingern an. Alle 15 Minuten muß man nun eine neue, heiße Kamillen-Packung auflegen. Nach ein paar Tagen, wenn man die Prozedur täglich durchführt, kann man die Hornhautstellen mit einem Bimsstein entfernen.
Es macht keinen Sinn, die Hornhaut an den Füßen zu entfernen und in den alten, drückenden Schuhen weiter umherzulaufen, Da werden sich die Hornhaustellen bald wieder bilden. Also: Neue, bequeme Schuhe anschaffen. Und wenn Sie das Gefühl haben, Sie sind im Umgang mit dem Bimsstein nicht sehr erfahren, dann lassen Sie die Hornhautstellen besser von einer Fußpflege- Expertin entfernen. Sie dürfen niemals an der Hornhaut herumschneiden. Das kann zu gefährlichen Infektionen führen.
Und so können Sie im Sommer der Bildung von Hornhaut an den Füßen vorbeugen: Laufen Sie oft im Gras oder im Sand barfuß. Tragen Sie bequeme Sandalen, Schuhe und Pantoffeln. Kaufen Sie Schuhe immer am Nachmittag, wenn sie etwas angeschwollen sind. Schuhe, die man am Vormittag kauft, sind dann oft am Nachmittag zu eng. Bei einer Veränderung der Fußknochen ist das Problem oft mit orthopädischen Schuheinlagen gelöst. Speziell aber das Barfußgehen sollten wir alle viel mehr fördern.
Draußen im Garten oder in der freien Natur. Aber auch zuhause in der Wohnung. Barfußgehen ist eine Naturarznei, die viel zu wenig genützt wird.
Und dann sollte man beim Barfußlaufen Einiges beachten:
Gehen Sie langsam. Setzen Sie den nackten Fuß senkrecht auf den Boden auf, rollen Sie ihn ab und heben Sie ihn weit genug an. Das ist die richtige Technik. Es ist wichtig , daß der Fuß richtig abrollt und daß das Gewicht auf den Fußballen verlegt wird. Dadurch entsteht eine gute Abfederung. Die Füße müssen beim Gehen gehoben werden. Am gesündesten ist es, bei 20 bis 25 Grad Celsius barfuß zu gehen. Die Füße müssen warm sein.
Nach dem Barfuß-Gehen wäre ein lauwarmes Fußbad ideal. Sie können aber auch nach der Kneipp-Methode in 25 Zentimeter tiefem , kaltem Naß Wassertreten.
Zeigen Sie bereits den Kindern, daß es Spaß macht, barfuß umherzulaufen. Das beugt späteren Deformationen und Geh-Beschwerden vor.
Haben Sie schon einmal nachgedacht, warum Sie sich so wohlfühlen, wenn Sie in der schönen Jahreszeit barfuß über eine Wiese gehen? Man muß sich das vorstellen: An unseren Fußsohlen enden rund 72000 Nervenbahnen. Sie aktivieren durch den Kontakt mit der Erde und mit dem Gras Energiebahnen, die direkt mit dem Gehirn verbunden sind und die das positive Denken fördern. Ziehen Sie daher, wenn Sie in der Natur sind, spontan öfter die Schuhe aus und laufen Sie durchs Gras.
Und wenn Sie das nicht mögen, dann tragen Sie in Ihrer Freizeit zumindest Sandalen, damit die Füße wieder einmal ordentlich ausgelüftet werden.
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