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Schwarzer Hautkrebs: Neue Therapie heilt

Schwarzer Hautkrebs - diese Diagnose bedeutet "Alarmstufe rot", höchste Gefahr. Denn kaum ein Tumor ist so aggressiv wie dieser. In den meisten Fällen endet er - nicht rechtzeitig erkannt - mit dem Tod des Erkrankten. Jetzt haben deutsche Forscher eine Therapie entwickelt, mit der dieser gefährliche Hautkrebs bekämpft werden kann.


Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom) entsteht aus den Pigmentzellen der Haut, er ist meist schwarz, daher der Name. Ist das Melanom noch dünn (bis etwa einen Millimeter stark), dann kann es leicht operativ entfernt werden, die Gefahr von Metastasen ist noch gering, tja 85% der Patienten können geheilt werden. Beine etwa 4 Millimeter ist die Gefahr schon sehr hoch, dass der Krebs gestreut hat. An einem schwarzen Hautkrebs erkranken in Deutschland Jets Jahr etwa 14 000 Menschen.

Forscher an der Uniklinik und Universität Köln setzten nun gegen die Hauttumoren so genannte Antikörper ein. Und zwar den Typ "Anti-CD20-Antikörper", die sich gezielt gegen die "Materiellen" des Tumors richteten. Das sind die Zellen, die das Wachstum eines Tumors steuern. In der Masse des Tumors machen sie ganze zwei Prozent seiner Zellen aus, sorgen aber für die Verbreitung des Tumors.

Bisher war die Medizinforschung der Meinung, dass man einen Tumor zu 99,9 Prozent durch eine Operation oder durch Medikamente vernichten müsse um die unheilvollen Metastasen zu verhindern. Das war in sehr vielen Fällen einfach nicht möglich. Der Medizinforscher Prof. Dr. Hinrich Abken: "Bei dem neuen Therapieansatz müssen nur bestimmte Tumorzellen vernichtet werden, um den Hautkrebs dauerhaft verschwinden zu lassen."

Getestet wurde die Therapie an einem ersten Patienten mit einem stark metastasierten Melanom. "Chirurgische Eingriffe an den multiplen Haut- und Lymphknotenmetastasen sowie chemotherapeutische Behandlungen haben dem Mann zuvor nicht geholfen“, erklärt Prof. Cornelia Mauch, Leiterin des Hauttumorzentrums der Uniklinik Köln (Quelle: www.netdoktor.de).

Der Erkrankte wurde ein halbes Jahr lang ambulant mit dem Anti-CD20-Antikörper behandelt. Dabei wurden gezielt die Materiellen seines Tumors zerstört. Der Antikörper ist der Forschung schon seit längerem bekannt und wird erfolgreich bei anderen Erkrankungen eingesetzt.




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