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Infarktrisiko steigt durch Kältewelle in Deutschland

Infarktrisiko steigt durch Kältewelle in DeutschlandWir bibbern und klappern und leben wegen der Kältewelle auch gefährlich: Menschen mit Herzproblemen drohen wegen der Kälte die Angina pectoris (Herzenge) , ein Herzinfarkt oder gar der plötzliche Herztod. Warum die Kälte fürs Herz so gefährlich ist, was Sie dagegen tun können.


Das Herz wird überfordert

Nach einem milden und schon fast frühlingshaften Winteranfang hat nun Sibirien seinen Eiskeller geöffnet und wir frieren uns durchs Leben. Temperaturen die teilweise unter 20 Grad liegen, da kommen Herzkranke in Schwierigkeiten. "Menschen mit Herzproblemen müssen aufpassen," sagen Experten. Der Grund: Wenn das Thermometer unter etwa acht Grad minus fällt, steigt das Risiko für einen Herzinfarkt rapide an. In einer medizinischen Studie in England wurde festgestellt: Bei jedem Minusgrad mehr steigt die Gefahr für einen Herzinfarkt um zwei Prozent.

Warum das so ist kann leicht erklärt werden:

Die große Kälte führt dazu, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen. Das bedeutet, dass unser Herz bei längerem Aufenthalt in der Kälte, wenn wir immer stärker auskühlen, mit einem immer größeren Kraftaufwand das Blut durch die enger werdenden Blutgefäße pumpen muss. Es muss also permanent Hochleistungen erbringen - das ist Schwerstarbeit. Der sind viele Herzen nicht gewachsen.

Wer ist gefährdet?

Die Kälte greift vor allem Menschen an, deren Herzkranzgefäße bereits vorgeschädigt oder sogar verengt sind. Man spricht dann von einer koronaren Herzkrankheit. Ebenfalls stark gefährdet sind Menschen mit Herzrhythmusstörungen und solche, die bereits einen Herzinfarkt hinter sich haben.

Alarmsignale beachten

Wenn Sie sich bei Kälte körperlich anstrengen (Schnee schaufeln, alpiner Skilauf usw. ) dann sollten Sie unbedingt auf folgende Alarmsignale achten (gilt auf für gesunde Menschen):

  • Plötzliche starke Atemnot
  • Ziehende Schmerzen im Brustkorb
  • Druck auf der Brust

Solche Symptome sind bei strenger Kälte sofort zu beachtende Alarmsignale: Beenden Sie ihre körperlichen Anstrengungen in der Kälte. Und lassen Sie diese Körpersignale von einem Arzt abklären. Viele Menschen glauben, dass diese Signale von angegriffenen Bronchien stammen - das kann falsch und damit unter Umständen sogar tödlich sein.

Trotzdem gibt es keinen Grund, frische Luft auch bei großer Kälte unbedingt zu meiden. Sie müssen nur folgendes beachten:

  • Anziehen nach dem Zwiebelprinzip: Möglichst viele Kleidungsstücke übereinander, so dass die Luftschichten als Wärmepolster wirken.
  • Immer eine Kopfbedeckung tragen die auch die Ohren schützt.
  • Bewegung in der Kälte ist gut - aber sie muss ruhig und bedächtig sein und darf Ihren Puls nicht hoch jagen.
  • Tragen Sie einen Schal, der auch die Mundpartie bedeckt.
  • Füße und Hände müssen warm und gut durchblutet sein.
  • Wenn Sie anfangen zu frieren - ab nach hause.

Bild: © Laurentiu Iordache - Fotolia.com




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