Sieht doch lässig aus: Der coole Typ, der seinen Laptop auf den Oberschenkeln balanciert und locker im Grünen seiner Internet-Arbeit nachgeht. Selbstverständlich mit WLAN. Und da liegt die Gefahr: Denn die Strahlung der drahtlosen Infrarotverbindung schädigt auf diese kurze Distanz die Spermien. Was da geschieht, warum es gefährlich ist.
In einem Experiment, dessen Ergebnis in der Fachzeitschrift "Fertility an Sterility" veröffentlicht wurde, prüften die Forscher die Samenproben von 29 gesunden Männern im Alter von 25 Jahren. Die Hälfte der Proben wurde anschließend vier Stunden lang unter einen Laptop gestellt, der mit WLAN-arbeitete. Die übrigen Proben wurden nicht in unmittelbarer Nähe eines Computers deponiert. Das Ergebnis war niederschmetternd: Von den bestrahlten Spermien waren anschließend 25 Prozent bewegungslos, neun Prozent zeigten Schäden an der DNA.
Von den unbestraften Proben waren nur 14 Prozent immobil und nur drei Prozent wiesen Schäden am Erbgut auf. Die Forscher vermuten, dass intensiver Gebrauch von Laptops mit WLAN die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnte. Noch sei aber unklar, ob die Schäden auch unter normalen Arbeitsbedingungen auftreten würden. Weitere Untersuchungen seien notwendig.
Das beliebte Arbeiten mit dem Laptop auf dem Schoss bringt aber noch mehr Gefahren für die Manneskraft mit sich. Die Wärmeentwicklung allein macht den Spermien bereits zu schaffen und kann die Zeugungskraft schmälern. Und auch das Gewebe selbst kann Schaden nehmen: Längere Wärmeeinwirkung kann zu Verbrennungen führen, auch wenn die vorerst nicht schmerzen. Der Effekt ist dann ähnlich wie bei einem Braten, der bei niedrigen Temperaturen gegart wurde.
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