Krebs - das ist wohl die niederschmetterndste Diagnose, die man beim Arzt gestellt bekommt. Das Leiden - in vielen Fällen noch immer der sichere Tod - zerstört meistens nicht nur das Leben des Betroffenen sondern auch das Leben der Familie, der Freunde, des Partners. Kein Wunder, dass sich Krebskranken verzweifelt an jede - und sei sie noch so unsicher - Hoffnung klammern. Und da treten die Scharlatane und Betrüger auf den Plan. Nun warnt das "Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) dringend vor einem Krebsmittel namens "Ukrain". Was es damit auf sich hat.
Nach den Erkenntnissen der Behörde werden in Deutschland und anderen EU-Staaten derzeit große Mengen des vermeintlichen Krebsmedikaments "Ukrain" ungesetzlich in den Verkehr gebracht. Das Mittel wird im Internet mit Heilversprechen beworben, für die es keinen wissenschaftlichen Beweis gibt. Das Mittel wird von einer Firma angeboten, die ihren Gescchäftssitz öfter wechselt: Mal Wien, mal in der Ukraine, mal in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um ein halbynthetisches Mischpräparat aus dem Zytostatikum Thiotepa und aus Alkaloiden des Schellkrauts. Dieses kommt immer mal wieder als Krebstherapeutikum ins Gespräch, es gibt aber keine gesicherten Erkenntnisse. Im Internet kursieren verschiedene Heilversprechen zu "Ukrain". Einige Beispiele: "Ukrain kann die Chemotherapie bei fast allen Krebsarten ersetzen" oder "Krebs kann rückgängig gemacht werden". Für solche Aussagen seien keine Belege bekannt, die einer wissenschaftlichen Nachprüfung standhalten, so das BfArM.
Das Amt weiter: "Das Präparat ist weder in Deutschland noch in den übrigen EU-Staaten zugelassen; derzeit liegen auch keine Zulassungsanträge vor. Frühere Anträge im EU-Ausland sind gescheitert, weil der Antragsteller nicht in der Lage war, die erforderlichen wissenschaftlichen Wirknachweise zu erbringen."
Nun weiss man ja, dass man durch die richtige Ernährung das Krebsrisiko durchaus senken kann. Professor Hans Hauner, Direktor des Else-Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin der TU München: „Gesunde Ernährung kann das Krebsrisiko um rund 30 Prozent senken.“
Ganz wichtig ist die Bedeutung von Obst und Gemüse in der Krebsprävention. Essen Sie davon fünf Handvoll jeden Tag und verzichten Sie auf Fleisch, Alkohol und Nikotin. Essen Sie rote Beeren und Gemüse (Paprika, Tomaten, Rote Bete), grünes Gemüse (Salate, Kohl, Brokkoli, Gurken etc.), Zitrusfrüchte. Da ist es wichtig, dass Sie - vor allem bei Grapefruits - das weisse Fruchtfleisch an der Innenseite der Schalen mit essen.
Der Weltkrebsforschungsfond empfiehlt: Essen Sie jeden Tag 600 Gramm von nicht stärkehaltigem Gemüse wie Brokkoli oder Karotten und Obst.
Ernährungstest
Ratgeber Gesundheit